Letztes Jahr hatten wir schonmal angefragt, ob wir für netzpolitik.org eine Akkreditierung bei der Popkomm bekommen. Da geht es immerhin irgendwie viel um Digitalkultur, Urheberrecht und somit etwas Netzpolitik. Damals wurde dies mit einem Hinweis auf die Akkreditierungsrichtlinien – und diese schließen “Mitglieder von Internet-Redaktionen” wegen der “allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung aus” – abgelehnt.
Wir kamen trotzdem rein, weil wir uns etwas umständlich eine Akkreditierung über eine Zeitungsredaktion organisiert hatten. Im Jahre 2007 könnte man ja meinen, dass der Medienwandel und die neuen Öffentlichkeiten mittlerweile auch bei der Popkomm angekommen sein könnten und so fragte ich nochmal nach. Die Absage kam gerade mit einem Verweis auf die „Hausordnung der Veranstaltungsstätte“ (Messe Berlin) – ohne Journalistenausweis wird man nicht respektiert. Der Verweis auf die Hausordnung wundert mich gerade. Auf dem LinuxTag war es kein Problem, als Blogger akkreditiert zu werden. Da gab es die gleiche „Veranstaltungsstätte“ und vermutlich dieselbe Hausordnung. Jetzt überleg ich mir, ob es mir die Popkomm überhaupt Wert ist, mir umständlich eine Akkreditierung zu organisieren oder ob ich die Popkomm einfach Popkomm sein lasse. Das Procedere ist aber bezeichnend für den Zustand der (digitalen) Musik in Deutschland.