Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf
von markus um 13:43 am Donnerstag, 6. November 2008 | 60 Kommentare
Eine Frage wird in den letzten Tagen etwas öfters gestellt: Ist eine Internet-Kampagne wie die von Barack Obama auch in Deutschland möglich? Die kurze Antwort ist ganz einfach: Ja und Nein.
Zuerst muss man den Unterschied im politischen System berücksichtigen. In den USA gibt es nicht wirklich Parteistrukturen, wie bei uns. Dort ist man eher ideologisch in einem Spektrum (Demokraten / Republikaner / Dritte) verwurzelt. Die Kandidaten müssen dafür immer ihre eigenen Strukturen (im Parteiinternen Wettbewerb um eine Kandidatur) aufbauen und greifen dabei auf das Mobilisierungspotential innerhalb ihres politisches Spektrum zurück. Barack Obama hat dabei auf die Vorarbeit einer Kampagne zurückgreifen können, die vor fünf Jahren alles revolutioniert hat: Die Kampagne zur Nominierung von Howard Dean. Der ist leider gegen John Kerry bei den Vorwahlen gescheitert, aber damals sind die Grundsteine für my.barackobama.com und dem Style des Open-Source-Campaignings gelegt worden. Dean war ein Außenseiter, der über kaum finanzielle Ressourcen verfügte und dem keine Chancen nachgesagt wurden. Aber er hatte politische Positionen, die viele Menschen im demokratischen Spektrum ansprach. Und er hatte den Mut, konsequent das Netz einzusetzen und vor allem eines: Die vielen motivierten Nerds und Geeks innerhalb seiner Kampagne einfach ausprobieren zu lassen, wie man unterschiedliche Tools zur politischen Kommunikation einsetzen kann. Damals entstanden die Werkzeuge und die eCampaigning-Philosophie, auf die Obama jetzt in verbesserter Form zurückgreifen konnte. Und es entstand noch eins: Erfahrung mit diesen Werkzeugen, dem neuen sozialen Mediensystem, neue Fundraising-Strategien und den dynamischen Prozessen von Peer-Production.
Barack Obama hat es in dieser Kampagne geschafft, mit virtuellen Werkzeugen wie my.barackobama.com eine virtuelle Parteistruktur aufzubauen, ähnlich wie wir sie in Deutschland in Form unseres politischen Parteien-Systems haben. Darüber haben sich Menschen thematisch und regional / lokal vernetzen können, die sonst nicht miteinander in Kontakt gekommen wären. Sie haben Werkzeuge an die Hand bekommen, selbst Inhalte in ihren sozialen Räumen im Netz verteilen zu können, diese auch im Sinne von Crowdsourcing zu erstellen (Neudeutsches Marketing-Bla, ich weiß, Ich mag lieber Peer Production als Begriff, aber das versteht ja niemand), Spenden einzusammeln aber auch über GOTV-Strategien (Get out the Vote) mit Hilfe von Adressdaten Menschen in ihrer Nähe anzurufen und zur Wahl zu mobilisieren. (Letzteres geht zum Glück in Deutschland nicht wegen Datenschutz). Die Volunteers wurden Teil der Kampagne, nicht nur um Plakate zu kleben, sondern sie konnten auch die Materialien mit entwerfen. Dabei wurde das Netz sehr gut in den allgemeinen Marketing-Mix integriert. Man kann wohl auch sagen, dass es im Marketing-Mix die zentrale Rolle spielte. Damit konnte Obama Hillary Clinton besiegen, die ihre Kampagnenstrategie immer noch auf das Fernsehen und seine medialen Spielregeln ausrichtete. Und natürlich mit einem Faktor, der losgelöst vom Internet eine große Rolle spielte: Er inspirierte Menschen und motivierte sie zu Engagement. Da fallen mir gerade keine aktuellen deutschen Politiker zu sein. Willy Brandt ist ja tot.
Eine weitere Information sollte man im Vergleich mit Deutschland auch im Hinterkopf behalten: Mehr als 90 Internet-Experten arbeiteten Vollzeit für Obama. Dabei konnte er viele der Besten versammeln, die zudem überwiegend ihre Erfahrung in der Howard Dean Kampagne gesammelt hatten. Was auch noch wichtig war: Diese Menschen waren hochmotiviert, weil sie ein politisches Interesse hatten und nicht als reine Consulting-Söldner angeheuert waren. Ich weiß gar nicht, ob es soviele Menschen in Deutschland überhaupt gibt, die Ahnung von Social Media und politischer Kommunikation im Netz haben. Auch eine andere Zahl ist wichtig, wo alle Parteien sich jetzt auf Youtube stürzen (Deutsche Parteien schauen lieber in die Röhre): Obama soll ein professionelles Film-Team mit mehr als 50 Menschen gehabt haben. Also nicht drei Praktikanten mit einer Kamera, was in Deutschland vielleicht schon viel ist. Und das Kampagnenteam einer großen Partei in Deutschland dürfte insgesamt keine 90 Menschen groß sein.
Kommen wir zu Deutschland. Da ist leider einiges anders. Erstmal haben die Parteien in der Regel Parteistrukturen auf allen Ebenen. Mit “In der Regel” meine ich, dass vor allem die kleinere Parteien in ländlichen Regionen auch nicht wirklich flächendeckend vertreten sind. Wobei es bei den größeren Parteien aufgrund des demographischen Wandels und der eigenen Politik auch irgendwann dazu kommen kann, dass sie in der Fläche nicht mehr vertreten sind. Das soll ja vor allem im Osten schon ein Problem darstellen. Auf jeden Fall gibt es Parteistrukturen und die sollte man immer berücksichtigen, wenn man sowas wie my.barackobama.com im Kopf hat. Letzteres funktionierte ja, indem Menschen lokal zusammen brachte. In Deutschland wird man lokal erstmal zu den bestehenden Strukturen eines Ortsverbandes geroutet. Dort kann man Glück haben oder auch Pech: In der Regel ist die Anziehungskraft deutscher Partei-Ortsvereine für junge motivierte Menschen nicht so hoch. Man geht einmal hin, sieht alte Leute sich streiten, die das seit Jahren oder Jahrzehnten tun und überlegt sich dann sehr gut, ob man dort nochmal hingeht oder die Zeit nicht sinnvoller nutzen kann. Das Engagement in einer Partei alleine über den Computer ist so gut wie nicht möglich. In den letzten Wahlkämpfen gab es auch kleine Probleme und Unstimmigkeiten innerhalb von Parteistrukturen über z.B. die jungen Teams. Diese wurden von den meisten Parteien geschaffen, um jungen Menschen eine Möglichkeit zu bieten, irgendwas im Wahlkampf zu tun. Das wurde innerhalb der Parteien teilweise sehr skeptisch aufgenommen. Die große Herausforderung für Parteien ist demnach, ihre alten Strukturen digital abzubilden (Bei dem Altersdurchschnitt von über 60 bei mehreren Parteien ist das nicht einfach) und gleichzeitig Angebote für neue motivierte Menschen zu schaffen, die diese auch mittelfristig motivieren, sich zu in einer Partei engagieren. (Immerhin ist letzteres in Deutschland ja eine der Aktivitäten, die gesellschaftlich als total uncool angesehen wird)
Kommen wir zur Nutzung von sozialen Medien bei den deutschen Parteien. Da haben wir in unserer Kurzstudie zu “Politik im Web 2.0 in Deutschland” zum wiederholten Mal empirisch festgestellt, dass es kaum Nutzung durch die Parteien gibt. Man kann davon ausgehen, dass die Parteien im Frühjahr alle Blogs, Twitter und Podcasts aus dem Werkzeugkoffer raus holen, weil so was im Wahlkampf erwartet wird. Im letzten Wahlkampf konnte man aber auch schon bewundern, wohin das führt: Die Strohfeuer verpuffen recht schnell, in der Regel werden sie am Wahltag nicht mehr gefüllt und geschlossen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Im Moment ist Youtube sehr beliebt. Die CDU ist beispielsweise sehr stolz darauf, dass die Hälfte ihrer Youtube-Zuschauer über 50 sind. Bei den angebotenen Videos ist das auch nachvollziehbar. Die sind so langweilig und dröge, dass man als junger Mensch diese höchstens durch Remixe verbessern will. Cool ist was anderes. Aber auch die anderen Parteien und ihre Politiker sind nicht besser. Was nicht heißt, dass es generell schlecht ist: Mit dem eigenen Angebot bei Youtube & Co umgeht man als Partei die tradionellen Gatekeeper und kann direkt mit den (potentiellen) Wählern interagieren. Sofern man die Kommentare eingeschaltet hat. Es ist aber ein Unterschied, ob man jetzt von dem Stil von Obama träumt oder Angela Merkel mit Hilfe eines Teleprompters die Finanzkrise erklären lässt.
Die Einbindung von Freiwilligen ist auch noch in den Kinderschuhen. Während die Obama-Kampagne eine sehr geschickte Hybrid-Kultur zwischen Bottum-Up und Top-Down Ansätzen fuhr, ist die Angst vor Kontrollverlust in deutschen Parteien noch an der Tagesordnung. Das heißt, in der Regel läuft alles Top-Down. Vielleicht liegt es an unserem noch einigermassen intaktem Mediensystem inklusive gruppendynamischer Prozesse der journalistischen Begleitung von Kampagnen? Man beachte nur die mediale Berichterstattung über die Twitter-Versuche von Hubertus Heil und die Kommentare von Journalisten, das dürfe so aber nicht sein. Bei den Internetnutzern kam der Stil allerdings an. Ausnahmen bestätigen aber auch die hier Regel.
Beim Fundraising gibt es auch massive Unterschiede. Erstens zahlt man in Deutschland als Fan einer Partei die Mitgliedschaftsgebühr. In Deutschland wird der Wahlkampf teilweise auch vom Staat über die Wahlkampffinanzierung bezahlt. In den USA unterstützt man keine Partei, sondern einen Kandidaten. Und zweitens gibt es kulturelle Unterschiede. Während in den USA Kredikartenzahlung im Netz weit verbreitet ist, weil es viele Kreditkarten gibt, sind hier weniger Menschen im Besitz einer Kreditkarte und haben wenn eher Bedenken, diese im Internet zu verwenden. Die Online-Fundraising Bemühungen der deutschen Parteien sind daher eher kläglich. Kann sein, dass sich die Zahlungsmentalität der Deutschen mittelfristig ändert, aber 2009 wird es auch weiterhin wenig Einnahmen daraus für Wahlkampagnen geben. Wenn man eine Partei in Deutschland finanziell unterstützen will, wird man Mitglied. Aber kaum jemand wird zuhause eine Fundraising-Party für die SPD veranstalten und dazu Nachbarn und Freunde einladen.
Meiner Meinung nach kann man aber den Kontrollverlust komplett vergessen und sollte strategisch lieber vom Gegenteil ausgehen. Das perfekteste Kampagnenvideo kann innerhalb kürzester Zeit durch Remixe ins Gegenteil verkehrt werden. Und man bekommt es nicht mehr aus dem Netz. Ganz neue Player wie Blogger und soziale Medien wie Facebook und Twitter müssen in einer Kampagne mitgedacht werden und verändern die Spielregeln. Man muss Angebote machen, die Menschen in politische Prozesse einzubinden. Und dies nicht nur durch die berühmte “Ochsentour”, sondern durch temporäre Angebote. Man sollte lieber in den Chancen denken, die das Netz für die eigene Kampagne bietet. In Deutschland denkt man eher an die Risiken und traut sich dann nichts anderes, weil verschiedene Szenarieren ganz negativ aussehen. Vor allem sollte man mehr in den Wahlkampf in Internet investieren. Solange die Parteien soviel Geld in den kompletten Internetwahlkampf stecken, wie für eine Großveranstaltung, wird sich auch nicht ändern. Auch hier bestätigen Ausnahmen eher die Regel. Und solange das Internet nicht in den Parteien und bei den Politikern richtig angekommen ist, wird sich auch nichts groß ändern.
Man könnte noch viel mehr Argumente bringen, aber die Kommentare bieten ja Raum für weitere Diskussionen. Die Obama-Kampagne hat die neuen Spielregeln des Netzes verstanden und diese virtuos bespielt. Wir werden aber nichts dergleichen im Superwahljahr 2009 in Deutschland sehen. Vielleicht mal vier Jahre später.
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Kommentare
60 Kommentare zu “Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf”
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Nov 6th, 2008 @ 13:55
Klasse Artikel! Danke dafür!!!
Nov 6th, 2008 @ 14:02
wir haben letztens schon überlegt, ob man sich nicht zur nächsten wahl mal irgendeinen okayen politiker mit eher wenig öffentlicher aufmerksamkeit rausguckt und den dann inoffiziell übers internet richtig hochpresst. nur um mal ein beispiel zu haben.
Nov 6th, 2008 @ 14:14
GOTV = Get Out The Vote
Nov 6th, 2008 @ 14:16
[...] dem ich in diesem Bereich viel diskutiere und viele Einschätzungen teile, hat auf netzpolitik.org seine eher pessimistische Erwartungshaltung an die Kampagnen zur Wahl des 17. Deutschen Bundestages …. Meiner Meinung nach kann man aber den Kontrollverlust komplett vergessen und sollte strategisch [...]
Nov 6th, 2008 @ 14:37
Danke, ist korrigiert.
Nov 6th, 2008 @ 14:46
[...] MyBO, Social Media in der deutschen Politiklandschaft? Unwahrscheinlich meint netzpolitik.org; http://is.gd/6ul7 [...]
Nov 6th, 2008 @ 14:52
Wie bei mir verbloggt: Nur wer seine Kampagne mit anderen betreiben möchte, also tatsächlich ein Interesse daran hat, dass mehr Menschen am politischen Willensbildungsprozess teilhaben, der kann in diesem Feld etwas gewinnen. Wer nur auf der Suche nach Kampagnen-Lastgoldeseln ist, muss und wird scheitern.
Nov 6th, 2008 @ 14:54
Ich würde sogar noch weitergehen: Die etablierten Parteistrukturen sind ganz ohne Zweifel das eigentliche Hindernis für einen deutschen MyBO-Klon.
MyBO ist in erster Linie bidirektional, mit einem Übergewicht auf Seiten der Nutzer: Dafür – übergreifend – Verständnis aufzubringen, erscheint mir kurzfristig aber auch strukturell illusionär. Einmal ganz davon abgesehen, dass die in ihrer Wirksamkeit weitaus wichtigeren Satelliten von MyBO hierzulande im Regelfall wie pures Chaos wirken dürften.
Smile! Gerrit – Wir sprechen Online.
Nov 6th, 2008 @ 15:23
“Und solange das Internet nicht in den Parteien und bei den Politikern richtig angekommen ist, wird sich auch nichts groß ändern.”
Das stimmt nicht. Das Internet ist bei den meisten Politikern in Deutschland doch schon laengst angekommen! Es wird ihnen taeglich von ihrer Sekretaerin ausgedruckt und auf den Tisch gelegt…
Nov 6th, 2008 @ 15:33
Schöner und informativer Beitrag, insbesondere da die Frage nach den Transfermöglichkeiten andiskutiert wird. Was das Campaigning in den USA angeht, sollte man im Auge behalten, dass einerseits die Onlinemedien-Kultur dort eine andere ist als bei uns (immer noch weiter verbreitet und tiefer verankert). Das wäre aber nicht unbedingt ein Hindernis.
Ich würde vermuten, dass der Enthusiasmus der US-Amerikaner bezgl. der Online-Kampagne auch mit der gefühlten politischen Dringlichkeit zu tun hat. Hätte unsere Regierung in den vergangenen 8 Jahren die Welt und das Land in ein solches Chaos gestürzt wie die Bush-Regierung – ich würde wetten, man würde hierzulande eine ähnliche Resonanz erreichen können.
[ps - offtopic - was ist denn das für ein schickes Kommentar-Plugin mit diesem "Antworten auf"-Dropdownfeld?]
Nov 6th, 2008 @ 15:44
1. Die Verbreitung des Internets hat zur Abschaffung des Bradley-Faktors beigetragen. Wer es gewohnt ist mit Avataren zu kommunizieren, guckt nicht mehr nach der Hautfarbe.
2. Ersetze “Parteien” durch “beliebige Organisationen” im ganzen Text und er stimmt immer noch. Das ist ja nicht nur ein politisches Problem.
3. Also ich finde “Peer-Production” oder “Crowdsourcing” beide gleich unbekannt, also nimm doch das was Dir besser gefällt. Und es ist ja auch inhaltlich ein Unterschied.
Nov 6th, 2008 @ 15:50
ich würd sagen, einfach direkt zu kanzlerin. …
hoffentlich wird die usa-entscheidung sich auf den klimaschutz auswirken.
Nov 6th, 2008 @ 16:57
sprachlich mittel.
ansonsten wäre ich an konkreten ideen interessiert. dass deutschland anders ist als die usa, wissen wir ja inzwischen. man sollte nun schauen, wie man die spezifischen eigenschaften der bundesdeutschen demokratie für das internet nutzen kann – vor allem aber, wie man das internet für die deutsche demokratie nutzen kann.
Nov 6th, 2008 @ 16:59
ich meinte: wie man die spezifischen ausprägungen der bundesdeutschen demokratie für den internetwahlkampf umsetzen kann
Nov 6th, 2008 @ 17:00
sehr guter text. und gute kommentare, besonders #6 und #10
Weitere Frage wäre: Für welche Partei würde man in Deutschland sowas machen wollen?
Obama hatte ja das Glück, durch die personelle Zuspitzung eben auch die Partei mitzuziehen. Sowas ist im Deutschland der Parteien als Gemischtwarenläden mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner und einem fast beamtischen Berufspolitikertum doch gar nicht zu machen.
Nov 6th, 2008 @ 17:44
Ich wuerde vermuten, dass wir obamaesken Einsatz der Parteien hier zu Lande nie sehen werden. Gleichwohl koennten die Parteien auch nie so eine Beteiligung motivieren, weil diese nicht nur durch den Einsatz von entsprechenden Mitteln ermoeglicht worden sind. Das geht tiefer. Gesellschaftliche Zwaenge, Diskussionskultur, Politikkultur.
Es gibt ganz massive strukturelle Unterschiede. Du hast viele bereits angesprochen aber es ist wirklich wichtig fest zu halten, dass in Deutschland ein solcher Wahlkampf, wie der von Obama, einfach nicht moeglich ist.
@Benni: Hast du zu Punkt 1 eine Studie oder irgendwas das deine Aussage belegt? Ich habe naemlich so meine Zweifel, dass das so stimmt. ,)
Nov 6th, 2008 @ 17:57
Danke für den klasse Artikel!
Aber warum sollte man sich dem Top-Down-Ansatz in Deutschland unbedingt beugen und Parteimitglied werden? Wenn ich vier, fünf Freunde zusammentrommele und wir eine Partei unterstützen möchten, müsste das eigentlich auch “von unten” funktionieren — ob nun Videos, Plakate oder Mobilisierungswebsite.
Ob die jeweilige Partei das nun gut findet, ist eine andere Frage. Aber wir sollten uns vom Gedanken verabschieden, Parteien fragen zu müssen, was wir zu ihrer Unterstützung tun können. Selbst kreativ werden und Sachen ausprobieren!
Nov 6th, 2008 @ 19:48
Für mich ist der Artikel eher ein weiterer Beleg für meine These: das Internet funktioniert in Deutschland einfach nicht. Nach einigen Kommentaren der Wahlnacht und zur Obama-Kampagne ist aber leider zu befürchten, dass jetzt eben bald auch Facebook und YouTube mit vielen katastrophalen Inhalten von Parteien geflutet werden. Aber bei allem, das so Trend ist, muss man ja schließlich dabei sein. Ich erinnere mich noch mit Entsetzen an das Foto von Oskar Lafontaine auf einem “Rave” der (damals!) JUSOS.
Dabei wird oben ja sehr schön dargestellt, dass es nicht primär um die Technik, sondern die Menschen dahinter geht: man gibt Leuten Werkzeugen in die Hand, die genutzt werden können. In Deutschland gibt es wahrscheinlich eher Herrn Wichmann von der CDU, der das lokale Altersheim abarbeiten muss, als Obamamania von vielen freiwilligen Aktivistinnen und Aktivisten.
Sind die – internetaffinen – Jungwählern in Deutschland eine relevante Zielgruppe? Falls nein, produziert man halt für eine recht kleine Zielgruppe ein kostspieliges Medienangebot (wahrscheinlich ließe sich hier ein break-even Punkt berechnen, bei dem die Erstellung des Angebotes lohnt)
Das wäre die Leerstelle im Beitrag: statt sich die Macher anzusehen, müsste man sich mal anschauen, ob bestimmte Medienangebote (um bei einer vereinfachenden Darstellung zu bleiben) überhaupt genutzt oder gewünscht werden.
Nov 6th, 2008 @ 21:59
[...] Update: (6.11.2008) Eine lange Analyse zur Frage, ob eine derartige Netzkampagne auch in Deutschland möglich ist, findet sich bei netzpolitik.org. [...]
Nov 6th, 2008 @ 23:04
Im übrigen stimme ich der These zu, dass wir 2009 nichts besonderes sehen werden. Es muss sich grundlegendes in der politischen Kultur ändern, erst, wenn das Internet auch außerhalb des Wahlkampfes in die politische Arbeit integriert ist, wird man damit auch authentischen Wahlkampf machen können.
Das hat ja Falk Lüke hier auch schon so angemerkt.
Ich bin aber optimistisch, dass dies irgendwann mal so sein wird. Aber eben auf das bundesdeutsche Parteiensystem abgestimmt. Ich glaube nicht, dass das Internet dazu führen wird, dass wir keine Parteien mehr haben. Ob dies erstrebenswert wäre, steht auf einem anderen Blatt. Da bin ich eher contra.
Nov 6th, 2008 @ 23:56
[...] i know are as excited about last night as any Americans i know.” . And Marcus Beckedahl at Netzpolitik already predicts that German election campaign of 2009 online will be nothing more than a gray [...]
Nov 7th, 2008 @ 7:58
Ausgezeichneter Artikel, danke dafür!
Nov 7th, 2008 @ 10:33
abgeordnetenwatch.de ist z.B. sowas, oder?
Nov 7th, 2008 @ 10:33
Hat hier schon jemand change.gov erwähnt? Wenn nicht, mache ich es hiermit.
Nov 7th, 2008 @ 11:41
Gut herausgearbeite Unterschiede zwischen den USA und Deutschland. Besser noch hätte mir der Artikel gefallen, wenn einige seiner zentralen Aussagen mit Links versehen wären. Oder verlinken deutsche Blogs neuerdings nicht mehr auf ihre Quellen? ;-)
Nov 7th, 2008 @ 11:43
Die Quellen dazu waren in meinem Kopf, ich hab den Text nur kurz runtergeschrieben.
Nov 7th, 2008 @ 11:43
Wollte ich später noch ausführlich drüber bloggen.
Nov 7th, 2008 @ 11:55
Wie die Kommentare sehr anschaulich zeigen, besteht in der Tat ein großer Unterschied zwischen Deutschland und den USA, der sich in etwa so zusammenfassen lässt:
Deutschland: “Das wird nie was.”
USA: “Yes, we can!”
Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. ;-)
Aber im Ernst: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in 2009 die ein oder andere Wahl im Internet gewonnen wird — vermutlich noch nicht als Partei, aber als interessante, dynamische Einzelkandidatin durchaus.
Nov 7th, 2008 @ 13:34
Teilweise Zustimmung, teilweise nicht.
Kurzer Einwand zu den parteiunabhängigen Supporterteams: das hatten wir in Deutschland schonmal, allerdings ohne Internet.
Ich spreche vom Einsatz von Günter Grass und anderer Schriftsteller und Künstler für die SPD im Wahlkampf 72: Willy wählen. Auch diese Gruppen haben in der Partei nicht nur Zuspruch gefunden, haben sich es aber nicht verbieten lassen, Wahlkampf zu machen.
Das Problem sind also nicht (nur) die Strukturen. Das Problem ist hauptsächlich: es gibt keinen zweiten Willy Brandt im heutigen Deutschland. (Und auch keinen Strauß.)
Trotzdem wird der Internetwahlkampf passieren. Natürlich nicht vergleichbar mit dem Wahlkampf Barack Obamas, aber immerhin. (Zumindest ein SPD-Kandidat wird einen guten Online-Wahlkampf hinlegen, nämlich der, den ich unterstütze. ;))
Auch die Bundes-SPD wird das Internet nutzen, Kajo Wasserhövel ist als Online-Fan und -Experte bekannt.
Die Grünen stehen auch gut da, die FDP macht sich ebenfalls nicht schlecht.
Die Grundtendenz ist indessen richtig. Was natürlich auch am Parteienmodell hier liegt. Engagement in einer Partei ist anstrengend und kostet Zeit und Kraft (schon auf kleiner Ebene, völlig korrekt).
Der Uncool-Faktor ist nicht so groß, meiner Meinung nach. Das Problem ist vielmehr, dass junge Menschen nicht auf die Idee kommen, sich einfach so einzubringen. An Politik interessiert siwe nd viele, ich meine, auch an Parteipolitik. Man muss sie aber ansprechen und abholen. Das passiert zu wenig.
(Ein paar rasch Gedanken, völlig unsortiert und unkorrigiert; danke auf jeden Fall für die Analyse, die werde ich ausdrucken und verteilen.)
Nov 7th, 2008 @ 14:12
Und wo stimmst Du nicht zu? Hab eigentlich alle Punkte drin, die Du aufgezählt hast. Und es ist auch klar: Es wird auch Wahlkampf im Netz gemacht stattfinden. Meine These ist nur, dass wir auf Jahre hinaus keinen Internetwahlkampf wie die Obama-Kampagne erleben werden.
Nov 7th, 2008 @ 15:40
Wobei sich das ja eigentlich noch weiter zuspitzen lässt: wir werden auch bei den nächsten Bundestagswahlen keinen Wahlkampf (ob mit oder ohne Internet) erleben, wie er für die US-Präsidentschaftswahl inzwischen üblich ist. Das liegt aber nicht am Tool, sondern an der Situation: fünf bis sechs (CSU …) ernsthafte Parteien, keine Direktwahl der Bundeskanzlerin, andere Dimensionen der Wahlkampffinanzierung, Spendenbereitschaft, Aktivierung und Identifikation (z.B. keine Zeitungs-Endorsments, keine Schilder an Häusern, keine Tradition von Graswurzel-AktivistInnen-Gruppen jenseits von Parteimitgliedschaft und Prominenz) usw.
Die Frage, ob und wie das Internet eingesetzt werden kann, um all das zu koordinieren und optimiert an die Frau zu bringen, ist, wenn das der Punkt war, dann tatsächlich zweitrangig.
Nov 7th, 2008 @ 17:23
Jein. Ich bin Amerikaner und sehe dies mit weitaus gemischteren Gefühlen. Die Medien sind in den USA weitaus zentralistischer und flacher als in Deutschland. Und die landesweiten Zeitungen die nicht nur Boulevard enthalten kann man an einer Hand abzählen – wenn überhaupt.
In diesem Vakuum von echtem Journalismus hat es Eigeninitiative von Kampagnien natürlich einfacher: aber habt ihr euch mal überlegt was dies bedeutet?
Es gibt einen guten Grund warum Medien und Regierung in einer Demokratie getrennt sein sollten, diese neue – und allein darum schon interessante? – Art des direkten Kontakts ohne den “Umweg” über Journalisten ist aber weniger positiv als dies erscheinen mag. Das Internet hat auch zu einem anderen weitaus beunruhigenderen Trend in den USA beigetragen: die große Spaltung der Gesellschaft. Nun da Informationen individuell verfügbar sind über ungezählte Blogs, Nachrichtenportale etc. lesen die Leute vermehrt exakt nur noch jene Informationen und Artikel aus Angeboten die ihr eigenes Meinungs- und Weltbild zu 100% bestätigen. Scheuklappen pur. Daher auch die nach wie vor greifbare Spaltung der amerikanischen Gesellschaft die nur vom allgemeinen Frust über Bush überdeckt werden konnte. Legt sich die “Change”-Euphorie aber in einigen Monaten und ist “Bush The President” fort wird dies alles genau so weitergehen wie zuvor.
Und dass Obama auf change.gov Informationen einflechten wird die ihm weniger bequem sind, sogar seine eigene Politik in Frage stellt und kritisiert darf bezweifelt werden. Da sind mir deutsche Ortsvereine, FAZ, ARD, SZ, TAZ usw. erheblich lieber. Ich finde es schade dass die Deutschen ihre Errungenschaften immer als Makel begreifen und unfähig sind die Vorteile darin zu sehen die man vielleicht gegenüber anderen Herangehensweisen damit hat.
Nov 7th, 2008 @ 18:17
Ich stimme Ric zu – die Begeisterung für Obama kommt in einem Gesamtpaket mit dem abgrundtiefen Hass mancher seiner Gegner. Ich bin ehrlich froh, dass Politik in Deutschland nicht so emotionalisiert ist, auch wenn auch wir immer mehr auf Einzelpersonen abstellen.
Was Wahlkampf im Internet angeht, ist das einfach eine unheimlich aufwändige, zeitintensive Sache, für die man in Deutschland von den Medien eher ganz schnell vera…t wird, siehe eben die Twitter-Versuche von Hubertus Heil. “Oh wie peinlich” ist doch die erste Reaktion des Medien-Establishments, wer soll sich da die Blöße geben und einen neuen Versuch machen. Wenn eines Tages ein paar echte Internet-Macher auf einen Kandidaten, eine Kandidatin für ein höheres politisches Amt treffen, der/die sie so begeistert, dass sie auch für wenig Geld aktiv werden, wird da schon etwas heranwachsen.
Nov 7th, 2008 @ 18:48
[...] Ein hehrer Wunsch. Aber kaum auf Deutschland übertragbar. Denn während in Amerika der Wahlkampf streng an die Person gekoppelt und beinahe parteiunabhängig im bürokratischen Sinne abläuft ist in Deutschland die Wahl Parteisache. Und da fangen die Probleme an: In der Regel ist die Anziehungskraft deutscher Partei-Ortsvereine für junge motivierte Menschen nicht so hoch. Man geht einmal hin, sieht alte Leute sich streiten, die das seit Jahren oder Jahrzehnten tun und überlegt sich dann sehr gut, ob man dort nochmal hingeht oder die Zeit nicht sinnvoller nutzen kann (Quelle) [...]
Nov 7th, 2008 @ 19:29
[...] Lesebefehl! [...]
Nov 7th, 2008 @ 20:05
[...] über den Unterschied zwischen der Obama-Kampagne und dem Internetwahlkampf in Deutschland. [via] Comments via Disqus | Trackback [...]
Nov 7th, 2008 @ 22:52
Es gibt tatsächlich einen innovativen Ansatz. Da die Dringlichkeit auf europäischer Ebene sehr hoch ist (dort werden die Entscheidungen getroffen, ohne daß es eine demokratische Kontrolle gibt) haben sich Europäer organisiert: http://www.newropeans.eu. Hier gibt es keine nationale Parteienstruktur, hier hat das Web die zentrale Rolle, hier werden neuen Tools für die E-Demokratie entwickelt. Das Projekt ist auf 15-20 Jahre begrenzt und das nächste Ziel die Wahl des europäischen Parlamentes 2009.
Nov 7th, 2008 @ 22:54
Schönen Dank für den interessanten Beitrag! Habe kürzlich auch zu dem Thema geschrieben & hoffe, das regt die Diskussion weiter an:
http://www.boell.de/weltweit/europanordamerika/europa-nordamerika-5100.html
Nov 7th, 2008 @ 23:14
Sehr treffend beschrieben! In erster Linie braucht Deutschland einen Kandidat à la Obama, um das Medium Internet überhaupt autentisch rüberzubringen. Bei Steinbrück & Merkel stelle ich mir das etwas schwierig vor ;)
Nov 8th, 2008 @ 0:32
[...] danke, danke netzpolitik.org für diesen Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf. Mit dem eigenen Angebot bei Youtube & Co umgeht man als Partei die tradionellen Gatekeeper und [...]
Nov 8th, 2008 @ 12:06
[...] zieht einen Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf [...]
Nov 8th, 2008 @ 12:16
[...] Ob so ein Web-2.0-Wahlkampf jedoch auch in Deutschland so ein großer Erfolgsfaktor wäre, stellt Netzpolitik.org jedoch zu Recht in [...]
Nov 8th, 2008 @ 15:24
jens am 06.11.2008 um 14:02
“Wir haben letztens schon überlegt, ob man sich nicht zur
nächsten wahl mal irgendeinen okayen politiker mit eher
wenig öffentlicher aufmerksamkeit rausguckt und den dann
inoffiziell übers internet richtig hochpresst. nur um mal
ein beispiel zu haben.”
Das wäre wirklich eine gute Idee. Jemand der nicht stromlinienförmig ist, und der daher auch Aufmerksamkeit bei den Etablierten erzeugt.
Leider haben wir dieses schreckliche Hitlerereignis hinter uns, so dass immer eine Angst mitschwingt, dass da was aus dem Ruder laufen könnte, wenn sich eine Bewegung wie bei Obama organisiert. Wenn ich dann sehe, dass der einzige deutsche Politiker mit Verve und Ausstrahlung ein Lafontaine ist… Aber da müssen wir wohl einfach auf uns selber vertrauen, anders geht es nicht.
Nov 8th, 2008 @ 17:10
Dedm Kontrollverlust unterliegen die Parteien längst und merken es doch nicht. Allein die zhalreichen Fake-accounts bei Twitter sind dafür ein erster beleg. Und was machen die parteien? Vertrauen weiter auf die Kader in den Fugängerzonen, anstatt gerade über das Web junge, vielleicht politisch desinterssierte wähler anzusprechen.
Eigenartigerweise erreichen sie mit ihren gegenwärtigen social-media-aktivitäten nicht einmal hardcore-parteifreunde, wie die zahl der aktiven bei youtube, facebook und co zeigt, die ich hier http://off-the-record.de/2008/10/23/fans-und-fakes-die-parteien-vor-dem-wahlkampf-und-die-obama-mania/#more-2394
mal zusammengestellt habe.
Nov 9th, 2008 @ 10:28
Barack Obama, die Bedeutung für Wahlkampf in Deutschland usw….
Inzwischen dürfte wohl fast jeder mitbekommen haben, dass Barack Obama der designierte nächste US-Präsident ist (der Terminus president-elect gefällt mir übrigens besser als designiert).
Mit dieser Entscheidung der Amerikaner…
Nov 9th, 2008 @ 15:10
[...] Eine kritische Betrachtung der Möglichkeiten für den deutschen Bereich: http://netzpolitik.org/2008/vergleich-obama-kampagne-und-deutscher-internetwahlkampf/#more-6748 [...]
Nov 10th, 2008 @ 19:49
Interessant, und tendenziell auch sehr richtig: Obamas Netz-Erfolg lässt sich in Deutschland schon aufgrund der völlig anderen Strukturen so nicht eins zu eins umsetzen.
Ein, zwei Anmerkungen von meiner Seite: Lokale Parteistrukturen gibt es in den USA natürlich auch, aber die Obama-Kampagne lief gewissermaßen als Parallel-Organisation. Die lokalen Partei-Verbände haben sich in der Regel auf lokale Wahlen beschränkt (Senatsabgeordnete, Volksbegehren etc.), und die Obama-Kampagne hat sich voll und ganz um den Präsidentschaftswahlkampf gekümmert.
Räumlich und personell gab es da natürlich Überschneidungen, aber strukturell waren es eben zwei voneinander unabhängige Dinge, was half, einige der von dir aus Deutschland geschilderten Probleme zu vermeiden. Als dritten Arm gab es dann noch das DNC, gewissermaßen die Bundes-Demokraten. Diese parallelen Strukturen haben viel mit den Parteispendengesetzen zu tun, helfen aber auch dabei, gleichzeitig auf verschiedenen Fronten zu kämpfen, ohne sich zu verzetteln.
Ebenfalls sehr wichtig ist die Tatsache, dass die meisten US-Amerikaner einen Stellvertreterwahlkampf gewohnt sind. Kalifornien hat seit Reagan nie wieder mehrheitlich für einen Republikaner gestimmt. Deshalb macht es für beide Parteien wenig Sinn, hier groß Wahlkampf zu betreiben. Wer aktiv werden will, tingelt deswegen nicht in seiner Nachbarschaft rum, sondern ruft Wähler in Nevada an oder spendet. Und für beides ins das Netz unschlagbar.
Nov 14th, 2008 @ 1:56
[...] wurde angemerkt, dass sich die Erfahrungen der Obama-Kampagne nicht übertragen lassen, schon gar nicht eins-zu-eins. Zu einmalig war der Kontext 2008 und zu unterschiedlich sind die Parteien- und Mediensysteme der [...]
Nov 17th, 2008 @ 22:45
[...] nutzbare Schlüsse daraus zu ziehen. Eine der besseren Zusammenfassungen findet sich hier bei Netzpolitik. Ich werde mir da sicherlich auch noch mal Gedanken zu machen, möchte bis dahin aber erstmal auf [...]
Nov 19th, 2008 @ 15:48
[...] das politische System funktioniert anders und das Netz wird mehrheitlich anders genutzt – wie es bei netzpolitik.org richtig [...]
Jan 14th, 2009 @ 11:13
Hallo Markus,
hättest Du Interesse an einem Kontakt bzw einer Zusammenarbeit hinsichtlich der konkreten Umsetzung Deiner Ideen?
Näheres per Mail, bitte.
franzim@web.de
MfG,
Franziska
Feb 9th, 2009 @ 9:34
[...] (Siehe dazu auch Markus Beckedahl in netzpolitik) [...]
Feb 23rd, 2009 @ 16:47
[...] nicht übertragen lässt. Hierzu hat Markus Beckedahl kurz nach der US-Wahl schon einen Aufschlag (“Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf”) gemacht. Ganz neue Player wie Blogger und soziale Medien wie Facebook und Twitter müssen in [...]
Mrz 17th, 2009 @ 14:30
[...] hat Markus Beckedahl kurz nach der US-Wahl schon einen Aufschlag (“Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf”) gemacht. Ganz neue Player wie Blogger und soziale Medien wie Facebook und Twitter müssen in [...]
Apr 4th, 2009 @ 10:26
[...] hat Markus Beckedahl kurz nach der US-Wahl schon einen Aufschlag (“Vergleich: Obama-Kampagne und deutscher Internetwahlkampf”) gemacht. Ganz neue Player wie Blogger und soziale Medien wie Facebook und Twitter müssen in [...]
Aug 8th, 2009 @ 8:22
[...] Entwicklung ist unter anderem auf den erfolgreichen Wahlkampf des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der durch intensive und geschickte Nutzung des Internets auffiel, zurückzuführen. Im Wahljahr [...]
Aug 11th, 2009 @ 17:03
[...] kurz nach Obamas Wahlsieg gefragt und sowohl eine kurze (”Ja und Nein”), als auch eine lange Antwort darauf [...]
Aug 13th, 2009 @ 2:22
[...] den Webseiten des SPD-Generalsekretärs erfährt man, was Hubertus Heil für die neuen Medien wichtig ist: “es geht um Freiheit und Recht im Internet“. Was das genau bedeutet kann [...]
Aug 24th, 2009 @ 13:16
[...] feststeckte: die eroberung des internets für den wahlkampf zur bundestagswahl 2009. obwohl manche quellen vor einem dreiviertel jahr einen wahlkampf im netz nach art der usa in deutschland für kaum [...]
Aug 25th, 2009 @ 12:41
[...] wie denn der Online-Wahlkampf bei den großen deutschen Parteien läuft. Die ursprünglichen Prognosen hierfür letztes Jahr waren kurz gesagt bitter. Angela Merkel lächelt uns auf Facebook entgegen [...]