Im SWR2-Forum wurde heute über „Spaßpartei oder neue Bürgerbewegung – Was wollen die Piraten?“ diskutiert. Davon gibt es eine MP3.
Prof. Dr. Ulrich Eith, Politologe, Universität Freiburg
Dr. Jeanette Hofmann, Wissenschaftszentrum Berlin
Dr. Christoph Bieber, Zentrum für Medien und Interaktivität, Universität Gießen
Moderation: Gabor PaalDie Mitgliederzahlen schießen in die Höhe, ein Wahlprogramm gibt es auch schon: Die „Piratenpartei“ hat offenbar eine politische Marktlücke entdeckt. Sie kämpft gegen vermeintliche Internetzensur, gegen Datenüberwachung und für das Recht, sich kostenlos Musik aus dem Netz herunter zu laden. In der politischen Farbenlehre sind die „Piraten“ jedenfalls schwer einzuordnen: Auch wenn sie sich als Bürgerbewegung verstehen, sind sie deshalb noch lange nicht links oder grün. Der breiten Bevölkerung jedenfalls sind sie suspekt: Das Volk mag keine Piraten, schon gar nicht, wenn sie sich ausgerechnet beim sensiblen Thema Kinderpornografie profilieren wollen. Tatsächlich geht es den Piraten um „Freiheit im Internet“ – doch was kann dieses Schlagwort sinnvollerweise bedeuten? Ist dieses Thema der jungen Wählergeneration heute wirklich so wichtig wie es in den 80er Jahren Frieden und Umweltschutz waren?