Ein Roman mit dem geschickt gewählten Titel Shèngshì Zhōngguó (glorreiches Zeitalter Chinas) läuft derzeit durch die chinesischsprachige Blogo- und Twittersphäre. Der Titel hat den gleichen Namen wie eine verklärte Epoche der chinesischen Tang-Dynastie, und ist so im Netz praktisch unzensierbar. Beschrieben wird ein China im Jahr 2013, in dem Systemkritik und Dissens durch eine Droge im Trinkwasser unterdrückt wird. Nur die Parteispitze erhält unbehandeltes Wasser. Die Story erinnert an „Equilibrium“ von Kurt Wimmer oder das Ozeanien aus 1984.
Man findet das vom Autor ins Netz gestellte Werk über die üblichen Suchmaschinen wie Baidu und wohl als physisches Exemplar in den Buchläden Asiens. Bei der FR-Online gibt es eine recht ausführliche Besprechung des Buches: Glorreiche Zeiten.
Passend dazu hat die FAZ heute einen Überblick über verschiedene Typen von Systemkritik und ihrer Vertreter veröffentlicht: Gegen den Konsens.
Hinweis: das WordPress hier mag einmal wieder die chinesischen Zeichen nicht.