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	<title>netzpolitik.org &#187; Freie Netze</title>
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	<description>netzpolitik.org ist ein Blog und eine politische Plattform für Freiheit und Offenheit im digitalen Zeitalter. Thema sind die wichtigen Fragestellungen der digitalen Welt und wir zeigen Wege auf, wie man sich selbst mit Hilfes des Netzes für digitale Freiheiten engagieren kann.</description>
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		<title>Obama &#252;ber Netzneutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 10:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Pohl</dc:creator>
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		<title>Neelie Kroes f&#252;r Netzneutralit&#228;t, muss aber nachsitzen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 11:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simoncolumbus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die designierte EU-Kommissarin f&#252;r Informationsgesellschaft und Medien Neelie Kroes hat sich in ihrer Anh&#246;rung vor dem Europa-Parlamentariern klar f&#252;r Netzneutralit&#228;t ausgesprochen. Die niederl&#228;ndische Liberale muss allerdings &#8220;nachsitzen&#8221; und noch einmal erscheinen, weil der Industrieausschuss mit ihren Aussagen nicht zufrieden war. Futurezone und Heise berichten ebenfalls von der Anh&#246;rung.
Die bisher als Wettbewerbskommissarin durch ihren harten Kurs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die designierte EU-Kommissarin f&#252;r Informationsgesellschaft und Medien Neelie Kroes hat sich in ihrer Anh&#246;rung vor dem Europa-Parlamentariern klar f&#252;r Netzneutralit&#228;t ausgesprochen. Die niederl&#228;ndische Liberale muss allerdings &#8220;<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1636484/">nachsitzen</a>&#8221; und noch einmal erscheinen, weil der Industrieausschuss mit ihren Aussagen nicht zufrieden war. <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1636413/">Futurezone</a> und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neelie-Kroes-bekennt-sich-zu-Netzneutralitaet-905397.html">Heise</a> berichten ebenfalls von der Anh&#246;rung.</p>
<p>Die bisher als Wettbewerbskommissarin durch ihren harten Kurs u.a. gegen Microsoft bekanntgewordene Kroes stellte ein breit angelegtes Sechs-Punkte-Programm vor. Die Fragen der Abgeordneten zielten allerdings vor allem auf Themenstellungen ab, die aus dem k&#252;rzlich verabschiedeten Telekom-Paket resultieren.</p>
<p>Kroes sprach sich klar f&#252;r Netzneutralit&#228;t aus. &#8220;Wir m&#252;ssen sehr wachsam sein gegen&#252;ber neuartigen Bedrohungen der Netzneutralit&#228;t&#8221;, sagte sie und erteilte damit Unternehmen eine Absage, die bestimmte Dienste wie etwa Skype aus ihrem Portfolio ausschlie&#223;en wollen. &#8220;Marktbeherrschende Unternehmen d&#252;rfen keine Dienste aus kommerziellen Gr&#252;nden diskriminieren. Das ist ein &#8216;No Go&#8217; &#8211; au&#223;er es geht um Spam oder Sicherheitsprobleme.&#8221; Wenn Europa keine Entwicklungsm&#246;glichkeiten verlieren wolle, brauche es ein &#8220;offenes Netz&#8221;.<span id="more-10863"></span></p>
<p>Beim Thema ACTA sicherte Kroes die Einhaltung europ&#228;ischer Grundrechte zu. Die Europ&#228;ische Union werde keine Kompromisse eingehen, es werde keine &#8220;Harmonisierung durch die Hintert&#252;r&#8221; geben. &#8220;Unsere internationalen Partner m&#252;ssen denselben Schutz f&#252;r geistiges Eigentum bieten wie wir. Es gibt keine Harmonisierung durch die Hintert&#252;r. Die anderen m&#252;ssen sich auf unsere Linie einstimmen&#8221;.</p>
<p>Zum Thema Urheberrecht &#228;u&#223;erte sich Kroes dagegen nur vorsichtig. Sie wolle in erster Linie die Streitparteien zusammenbringen, um L&#246;sungen zu finden. Solange es unterschiedliche Regeln zum Urheberrecht in der Gemeinschaft gebe, drehe sich die Auseinandersetzung &#252;ber &#8220;Piraterie&#8221; im Kreis. Einer Sondersteuer auf ISPs erteilte Kroes keine direkte Absage, warnte aber vor den Konsequenzen.</p>
<p>Beim f&#252;nften Punkt ihrer Agenda, &#8220;Interoperabilit&#228;t und offene Standards&#8221;, sieht Kroes die Verwaltung in einer Vorreiterrolle: Sie &#8220;m&#252;ssen praktizieren, was sie f&#246;rdern. Wenn sie es nicht tun, warum sollten es dann die B&#252;rger?&#8221; Dabei will die Kommissarin n&#246;tigenfalls auch gegen das Monopol von Microsoft innerhalb der EU vorgehen. Zum Thema Open Data sagte Kroes, &#246;ffentliche Daten wie Karten, Wetterdaten und Gesundheitsinformationen sollten in interoperablen Datenformaten zur Verf&#252;gung gestellt und genutzt werden.</p>
<p>Die Niederl&#228;nderin setzte sich auch f&#252;r die Buchdigitalisierungsplattform Europeana ein. Den Wettbewerb mit Google sieht sie als Herausforderung. Es sei kein Wunder, dass das Unternehmen der europ&#228;ischen Initiative weit voraus sei. Aber Google Books enthalte nur englische B&#252;cher (was so nicht stimmt), wenn die EU europ&#228;ische Sprachen vertreten sehen wolle, m&#252;sse sie reagieren.</p>
<p>Gro&#223;e Worte auch beim Ausbau der Breitbandnetze. Eine Abdeckung von 100% in der EU bis 2013 versprach die designierte Kommissarin.</p>
<p>Weil Kroes&#8217; Antworten in einigen Bereichen wenig konkret waren, muss sie n&#228;chste Woche noch einmal vor den Parlamentariern erscheinen. &#8220;Die echten Experten auf diesem Gebiet haben gefunden, dass sie sich eindeutig nicht gut genug vorbereitet hat&#8221;, sagte die niederl&#228;ndische Christdemokratin Corien Wortmann (CDA). Kroes&#8217; liberale Parteikollegen sprachen dagegen von einer politischen Entscheidung, weil zuvor auch konservative und sozialdemokratische Kandidaten kritisiert worden waren.</p>
<p>Nachdem Kroes als Wettbewerbskommissarin zuvor zu den profiliertesten Kabinettsmitgliedern geh&#246;rt hatte gibt es zudem Zweifel daran, ob sie auf ihrem neuen Posten mit weniger Exekutivmacht eine gute Besetzung ist. Die Niederl&#228;nderin sagte allerdings, sie wolle mit ihrer &#8220;harten Linie&#8221; fortfahren.</p>
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		<title>Deutschlandradio &#252;ber Deep Packet Inspection</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Deutschlandradio hat in der immer wieder h&#246;renswerten Sendung &#8220;Breitband&#8221; heute einen Beitrag zu Deep Packet Inspection gemacht. Dazu haben sie mich interviewt, aber auch einen sch&#246;nen fiktiven Werbetext f&#252;r einen Internet-Provider der Zukunft mit DPI-Neusprech vorangestellt.
Hier ist die MP3-Datei.


Download audio file (drk_20100109_1410_cc2f40e5.mp3)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Deutschlandradio hat in der immer wieder h&#246;renswerten Sendung <a href="http://www.breitband-online.de/">&#8220;Breitband&#8221;</a> heute einen Beitrag zu <a href="http://www.netzpolitik.org/?s=Deep+Packet+Inspection">Deep Packet Inspection</a> gemacht. Dazu haben sie mich interviewt, aber auch einen sch&#246;nen fiktiven Werbetext f&#252;r einen Internet-Provider der Zukunft mit DPI-Neusprech vorangestellt.</p>
<p>Hier ist die <a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/01/09/drk_20100109_1410_cc2f40e5.mp3">MP3-Datei</a>.</p>


<a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/01/09/drk_20100109_1410_cc2f40e5.mp3">Download audio file (drk_20100109_1410_cc2f40e5.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>Immer noch kein freies WLAN f&#252;r Berlin</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/immer-noch-kein-freies-wlan-fuer-berlin/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 14:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neverending Story rund um ein freies WLAN in Berlin geht mal wieder in die Verl&#228;ngerung. Jetzt hat auch die CDU einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht und in einer parlamentarischen Anfrage die Senatsverwaltung gefragt, was Stand der Dinge ist. Heise hat die Zusammenfassung. Demzufolge eignen sich die meisten Stra&#223;enlampen nicht f&#252;r eine WLAN-Infrastruktur, weil die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neverending Story rund um ein freies WLAN in Berlin geht mal wieder in die Verl&#228;ngerung. Jetzt hat auch die CDU einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht und in einer parlamentarischen Anfrage die Senatsverwaltung gefragt, was Stand der Dinge ist. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Truebe-Aussichten-fuer-freies-WLAN-in-Berlin-876555.html">Heise hat die Zusammenfassung</a>. Demzufolge eignen sich die meisten Stra&#223;enlampen nicht f&#252;r eine WLAN-Infrastruktur, weil die Antennen das Stadtbild verunsch&#246;nen w&#252;rden. In einem Gro&#223;teil der Lampen im Ostteil soll es Probleme geben, die Stromversorgung zu gew&#228;hrleisten. Klingt nat&#252;rlich alles nach Ausreden. Warum sind zahlreiche andere Metropolen weltweit in der Lage, eine solche Infrastruktur aufzubauen?</p>
<p>Etwas entlarvend ist die Antwort der Staatssekret&#228;rin Almuth Nehring-Venus (Linke) von der Senatsverwaltung f&#252;r Stadtentwicklung, die Heise zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Aus wirtschaftspolitsicher Sicht w&#228;re ein privatbetriebenes WLAN unter Nutzung der &#246;ffentlichen Verkehrsanlagen des Landes Berlin zu begr&#252;&#223;en&#8221;, erkl&#228;rte Nehring-Venus. Besonders f&#252;r medienaffine junge Berliner und Touristen sei es w&#252;nschenswert, an jedem Ort der Innenstadt kosteng&#252;nstig ins Internet zu kommen. Doch gerade an den touristisch interessanten Stra&#223;en und Pl&#228;tzen d&#252;rften Betreiber die Lampen nicht nutzen, weil sie entweder stadtbildpr&#228;gend oder gasbetrieben sein. Das Thema WLAN k&#246;nne aber ohnehin bald &#252;berholt sein: Die Mobilfunkunternehmen bieten nach Angaben der Staatssekret&#228;rin mit Pauschaltarifen und Angeboten f&#252;r Internetzugang f&#252;r einen Tag &#8220;attraktive Alternativen f&#252;r den mobilen Internetzugang&#8221;.</p></blockquote>
<p>Freies WLAN wird nicht als kommunale Daseinsvorsorgen angesehen, sondern man m&#246;chte das gerne privatisieren. Was dann wieder kein freies WLAN w&#228;re, sonderm im Extremfall eine monopolisierte Infrastruktur.</p>
<p>Mal schauen, ob es bis zur n&#228;chsten Berliner Landtagswahl in 2011 noch irgendwelche Schritte geben wird. Bis auf die FDP haben jetzt alle Parteien die Position entwickelt, dass Berlin ein freies WLAN braucht. Der Berliner Senat ist aber anscheinend nicht in der Lage, das dann auch umzusetzen. Und das ist schade.</p>
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		<item>
		<title>Vodafone f&#252;hrt &#8220;privilegierten&#8221; Zugang zu seinem 3G-Netz ein</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/vodafone-fuehrt-privilegierten-zugang-zu-seinem-3g-netz-ein/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simoncolumbus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vodafone hat angek&#252;ndigt, in Spanien zuk&#252;nftig diskriminierend in den Datenverkehr in seinem 3G-Netz einzugreifen. Der Traffic von Kunden, die bereit sind, eine zus&#228;tzliche Geb&#252;hr zu zahlen, soll in F&#228;llen von Netzwerk-&#220;berlastung (Congestion) bevorzugt behandelt werden, schreibt La Quadrature du Net:
This means that instead of equally sharing the network capacity between all users, Vodafone will discriminate [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vodafone hat <a href="http://www.businessmobile.fr/actualites/services/0,39044303,39710864,00.htm">angek&#252;ndigt</a>, in Spanien zuk&#252;nftig diskriminierend in den Datenverkehr in seinem 3G-Netz einzugreifen. Der Traffic von Kunden, die bereit sind, eine zus&#228;tzliche Geb&#252;hr zu zahlen, soll in F&#228;llen von Netzwerk-&#220;berlastung (Congestion) bevorzugt behandelt werden, <a href="http://www.laquadrature.net/en/one-more-breach-to-net-neutrality-in-europe-time-to-legislate">schreibt La Quadrature du Net</a>:</p>
<blockquote><p>This means that instead of equally sharing the network capacity between all users, Vodafone will discriminate against the subscribers who do not pay the extra fee, and deliberately slow them down. Such a business model based on organizing a scarcity of resource instead of investing in more infrastructure is in total contradiction with the nature of Internet as we know it.</p></blockquote>
<p>Ohne gesetzliche Festschreibung der Netzneutralit&#228;t werden solche als &#8220;Privileg&#8221; verkauften Diskriminierungen in Zukunft weiter zunehmen, gerade im Mobilfunk-Bereich, wo die Kapazit&#228;t beschr&#228;nkter ist als in den Kabelnetzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Koalitionsvereinbarung: Keine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralit&#228;t, daf&#252;r mehr Open Source und Absage an Internet&#252;berwachung</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/koalitionsvereinbarung-keine-gesetzliche-festschreibung-der-netzneutralitaet-dafuer-mehr-open-source-und-absage-an-internetueberwachung/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 13:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simoncolumbus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Union und FDP haben sich auf eine Reihe von internetpolitischen Positionen geeinigt:
Die Breitbandversorgung soll fl&#228;chen- und leistungsm&#228;&#223;ig weiterhin gesteigert werden. Dabei sollen freiwerdende Fernsehrundfunk-Frequenzen in Form der &#8220;digitalen Dividende&#8221; genutzt werde, um kurzfristig Versorgungsl&#252;cken in der Fl&#228;che zu schlie&#223;en.
Die Netzneutralit&#228;t soll vorerst nicht gesetzlich verankert werden. Hier setzt sich die FDP Position durch: &#8220;Wir vertrauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Union und FDP haben sich auf eine Reihe von <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Union-und-FDP-setzen-auf-offene-Standards-und-Open-Source-834219.html">internetpolitischen Positionen</a> geeinigt:</p>
<p>Die Breitbandversorgung soll fl&#228;chen- und leistungsm&#228;&#223;ig weiterhin gesteigert werden. Dabei sollen freiwerdende Fernsehrundfunk-Frequenzen in Form der &#8220;digitalen Dividende&#8221; genutzt werde, um kurzfristig Versorgungsl&#252;cken in der Fl&#228;che zu schlie&#223;en.</p>
<p>Die Netzneutralit&#228;t soll vorerst nicht gesetzlich verankert werden. Hier setzt sich die FDP Position durch: &#8220;Wir vertrauen darauf, dass der bestehende Wettbewerb die neutrale Daten&#252;bermittlung im Internet und anderen neuen Medien sicherstellt&#8221;. Allerdings werde man die Entwicklung &#8220;sorgf&#228;ltig beobachten und n&#246;tigenfalls mit dem Ziel der Wahrung der Netzneutralit&#228;t gegensteuern&#8221;.<span id="more-9170"></span></p>
<p>Digitale Verwaltung und E-Government sollen weiter gef&#246;rdert werden. Gegebenenfalls wollen die Regierungspartner dazu rechtliche Regelungen anpassen. Die Informationstechnik des Bundes soll sich zuk&#252;nftig &#8220;an offenen Standards orientieren und Open-Source-L&#246;sungen st&#228;rker einsetzen&#8221;. Grunds&#228;tzlich seien bei E-Government-Projekten Datenschutz und Datensparsamkeit wichtig.</p>
<p>Die Koalition&#228;re wollen sich zudem f&#252;r st&#228;rkere IT-Sicherheit einsetzen, entsprechende Kompetenzen sollen beim &#8220;Bundes-CIO&#8221; geb&#252;ndelt werden. Dazu soll das bereits im Fr&#252;hsommer aufger&#252;stete Bundesamt f&#252;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als zentrale Cyber-Sicherheitsbeh&#246;rde weiter ausgebaut werden. Diese soll sich auch um die Abwehr von IT-Angriffen k&#252;mmern. Die Parteien haben sich aber gegen eine &#8220;generelle &#220;berwachung des Internetdatenverkehrs&#8221; ausgesprochen.</p>
<p>Auch der &#8220;freiwillige Identit&#228;tsnachweis&#8221; mittels elektronischem Personalausweis hat seinen Weg in die Koalitionsvereinbarung gefunden, als Mittel zu rechtsverbindlicher elektronischer Kommunikation im Verwaltungsverfahren. Ebenso umgesetzt werden soll die De-Mail.</p>
<p>CDU und FDP wollen zudem &#8220;die Haftung von System- und Diensteanbietern f&#252;r die IT-Sicherheit ihrer Angebote anpassen, um einer unbilligen Abw&#228;lzung von IT-Risiken auf die Endanwender vorzubeugen&#8221;. Gescheitert ist die FDP dagegen mit der von ihr geforderten Modernisierung des Telemediengesetzes inklusive Haftungsregeln f&#252;r Provider.</p>
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		<title>Kampf um Netzneutralit&#228;t in den USA</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/kampf-um-netzneutralitaet-in-den-usa/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 12:11:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den USA haben sich nach Republikanern und einschl&#228;gig bekannten Unternehmen nun auch 72 Abgeordnete der Demokraten an die FCC gewandt, weil sie Vorbehalte gegen die Festschreibung der Netzneutralit&#228;t haben. Die Angeh&#246;rigen des konservativen Fl&#252;gels der Partei bef&#252;rchten, dass der Ausbau des Breitbandnetzes unter der Regulierung leiden k&#246;nnte.
Laut Heise geh&#246;ren zu den Unterzeichnern eine Reihe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA haben sich nach Republikanern und einschl&#228;gig bekannten Unternehmen nun auch 72 Abgeordnete der Demokraten an die FCC gewandt, weil sie Vorbehalte gegen die Festschreibung der Netzneutralit&#228;t haben. Die Angeh&#246;rigen des konservativen Fl&#252;gels der Partei bef&#252;rchten, dass der Ausbau des Breitbandnetzes unter der Regulierung leiden k&#246;nnte.</p>
<p>Laut <a href="http://www.heise.de/netze/meldung/Umkaempfte-Netzneutralitaet-fuer-und-wider-Regeln-fuer-ein-offenes-Internet-832827.html">Heise</a> geh&#246;ren zu den Unterzeichnern eine Reihe von Vertretern ethnischer Minderheiten, die &#8220;bef&#252;rchten, dass unter der Ausrichtung auf die Erhaltung eines &#8220;neutralen&#8221; Netzes der Ausbau der Internetversorgung in Ausl&#228;ndergemeinden leidet&#8221;. Diese Bedenken hatte zuvor auch schon eine Gruppe von B&#252;rgerrechts-Organisationen in einem <a href="http://fjallfoss.fcc.gov/prod/ecfs/retrieve.cgi?native_or_pdf=pdf&amp;id_document=7020141809">offenen Brief</a> an die FCC ge&#228;u&#223;ert.</p>
<p>Bef&#252;rworter der Netzneutralit&#228;ts-Regelung widersprechen diesen Bef&#252;rchtungen u.a. mit dem Argument, dass die bisherige Situation dazu gef&#252;hrt habe, dass ethnische Minderheiten bei der Breitband-Versorgung deutlich benachteiligt seien. Unterst&#252;tzt wird die FCC auch von f&#252;nf Internetpionieren. Vint Cerf, Stephen Crocker, David Reed, Lauren Weinstein und Daniel Lynch haben in einem <a href="http://lauren.vortex.com/archive/000625.html">gemeinsamen Schreiben</a> vergangene Woche dem Chefregulierer Julius Genachowski den R&#252;cken gest&#228;rkt:</p>
<blockquote><p>Your network neutrality proposals will help protect U.S. Internet users&#8217; choices for and freedom to access all available Internet services, worldwide, while still providing for responsible network operation and management practices, including appropriate privacy-preserving protections against denial of service and other attacks.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Facebook: Protest gegen die Tethering-Pl&#228;ne von T-Mobile (Update)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 00:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zugegeben, bis gestern war da noch ein gewisse Schadenfreude. Nat&#252;rlich fand ich es absurd, dass iPhone-Nutzer mit aktuellen T-Mobile-Vertr&#228;gen 20 Euro zus&#228;tzlich im Monat zahlen sollten, um ihr Telefon auch als Modem nutzen zu k&#246;nnen (Nein, bei T-Mobile ist sowas auch f&#252;r Flatratekunden nicht selbstverst&#228;ndlich. Zumindest nicht f&#252;r iPhone-Kunden. Mit denen kann man es ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, bis gestern war da noch ein gewisse Schadenfreude. Nat&#252;rlich fand ich es absurd, dass iPhone-Nutzer mit aktuellen T-Mobile-Vertr&#228;gen 20 Euro zus&#228;tzlich im Monat zahlen sollten, um ihr Telefon auch als Modem nutzen zu k&#246;nnen (Nein, bei T-Mobile ist sowas auch f&#252;r Flatratekunden nicht selbstverst&#228;ndlich. Zumindest nicht f&#252;r iPhone-Kunden. Mit denen kann man es ja machen. Kann man?).</p>
<p>Auf der anderen Seite war ich ja nicht betroffen. Als Kunde mit &#8220;Complete-Vertrag&#8221; der ersten Generation durfte ich schlie&#223;lich hoffen, demn&#228;chst kostenlos in Genuss der &#8220;Tethering&#8221;-Option zu kommen, die Apple mit iPhone OS 3.0 endlich eingef&#252;hrt hatte.* Nur Geduld m&#246;ge ich bitte noch etwas haben, <a href="http://www.fscklog.com/2009/08/details-zu-t-mobiles-tethering--und-voip-option-f%C3%BCr-das-iphone.html">hie&#223; es noch Ende August</a>.</p>
<p>Pustekuchen! Inzwischen plant T-Mobile, dass Kunden mit Vertr&#228;gen der ersten Generation &#252;berhaupt kein Tethering nutzen k&#246;nnen:</p>
<blockquote><p>Die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung von T-Mobile Deutschland &#8220;hat sich entschieden, die Option Modem Nutzung ausschlie&#223;lich f&#252;r Kunden der aktuell vermarkteten Complete-Tarife anzubieten&#8221;. Dies erkl&#228;rte ein Telekom-Sprecher gegen&#252;ber fscklog.com auf Nachfrage.</p></blockquote>
<p>Sch&#246;nen Dank auch! Das <a href="http://www.fscklog.com/2009/09/t-mobile-kein-iphone-tethering-f%C3%BCr-kunden-mit-complete-vertr%C3%A4gen-der-1-generation.html">ganze Trauerspiel</a> hat Leo im fscklog fachgerecht dokumentiert.</p>
<p>War&#8217;s das? Schaun&#8217; mer mal. Im Laufe des Tages d&#252;rfte die Geschichte wohl bei Heise Online und den &#252;blichen Verd&#228;chtigen landen. Bei Facebook formiert sich derweil <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=133351837468">eine Protestgruppe</a> gegen die Pl&#228;ne von T-Mobile. Auch Apple-Nutzer lassen sich nicht endlos melken:</p>
<blockquote><p>Hallo T-Mobile, liebe Telekom: es reicht!!!</p>
<p>T-Mobile ist nie f&#252;r &#252;berm&#228;&#223;ig guten Service oder g&#252;nstige Preise bekannt gewesen. Aber wer ein iPhone ohne gr&#246;&#223;ere technische Probleme und mit voller Funktionalit&#228;t haben will, hat halt keine Wahl. Der muss sich die &#252;berteuerten Angebote der Telekom sch&#246;n reden und lernen damit zu leben. Eine ganze Weile ging das auch irgendwie. Zwar wurden die Vertr&#228;ge nach und nach immer kundenunfreundlicher, aber was soll&#8217;s. Die depperten Apple-Kunden lassen ja alles mit sich machen. Nur irgendwann ist mal gut. [...]</p></blockquote>
<p>*Ja, ich wei&#223;, dass Apple b&#246;se ist und andere Telefone sowas k&#246;nnen. Macht nichts. Ich mag das Ding.</p>
<p><strong>Update, 14:15 Uhr:</strong> Difool verweist in den Kommentaren auf einen <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/09/16/brief-an-t-mobile/">Musterbrief an T-Mobile im Lawblog</a>. Udo Vetter <a href="http://twitter.com/udovetter/statuses/4027795837">berichtet via Twitte</a>r, dass er auf jeden Fall berichten wird, wie sich die Sache mit T-Mobile entwickelt.</p>
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		<title>Freiheit statt Angst: Die gr&#246;&#223;te B&#252;rgerrechts-Demo aller Zeiten steht bevor</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 18:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht vorweg: Wie wir mittlerweile seit drei Jahren wissen, ist Petrus Datensch&#252;tzer. Oder wie Markus auch immer sagt: Irgendein Hacker hat da ein Script gebaut, das bei unseren Demos die Regenwolken vertreibt. Jedenfalls meldet der Deutsche Wetterdienst f&#252;r die Gro&#223;demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; am Samstag in Berlin:
Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg
Vorhersage f&#252;r Region Nordost [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Nachricht vorweg: Wie wir mittlerweile seit drei Jahren wissen, ist Petrus Datensch&#252;tzer. Oder wie Markus auch immer sagt: Irgendein Hacker hat da ein Script gebaut, das bei unseren Demos die Regenwolken vertreibt. Jedenfalls meldet der Deutsche <strong>Wetter</strong>dienst f&#252;r die <a href="http://www.freiheitstattangst.de/">Gro&#223;demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; am Samstag in Berlin</a>:</p>
<blockquote><p>Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg<br />
Vorhersage f&#252;r Region Nordost f&#252;r Samstag, 12.09.2009</p>
<p><strong>Am Sonnabend wird es noch einmal heiter bis wolkig und trocken sein.  Die Temperatur steigt auf 17 bis 21 Grad.</strong> Der Wind weht schwach bis  m&#228;&#223;ig um Nord.</p></blockquote>
<p>Auch ansonsten sieht alles danach aus, dass es wieder mal eine richtig fette Sache wird, wenn wir uns alle <strong>um 15:00 am Potsdamer Platz</strong> treffen.</p>
<p><strong>Unterst&#252;tzer: </strong>Es haben mittlerweile 163 Unterst&#252;tzerorganisationen, -verb&#228;nde, -bands, Firmen und Initiativen den Demo-Aufruf unterzeichnet. <strong>Das ist das breiteste B&#252;ndnis f&#252;r B&#252;rgerrechte und ein freies Internet und gegen &#220;berwachung, das Deutschland je gesehen hat.</strong> Nach vorsichtigen Sch&#228;tzungen repr&#228;sentieren diese Unterst&#252;tzer mehr als drei Millionen Mitglieder (Doppelmitgliedschaften schon statistisch rausgerechnet), das ist mehr als die Summe aller Parteimitglieder der Gro&#223;en Koalition und aller Mittel- und Kleinparteien zusammen.</p>
<p><strong>B&#252;hnenprogramm:</strong> Es gibt mal wieder eine Reihe hochkar&#228;tiger Redner und Rednerinnen, darunter</p>
<ul>
<li><span>Frank Bsirske</span> (Vorsitzender der Gewerkschaft <span>ver.di</span>)</li>
<li><span>Franziska Heine</span> (<span>Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur</span>)</li>
<li><span>Thilo Weichert</span> (Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein)</li>
<li>Patrick Breyer (AK Vorratsdatenspeicherung)</li>
<li>Rolf G&#246;ssner (Internationale Liga f&#252;r Menschenrechte).</li>
</ul>
<p>Musikalisches Rahmenprogramm bieten die Bands <a href="http://www.myspace.com/dieschwesta">&#8220;Die Schwesta&#8221;</a> sowie<a href="http://www.mono-nikitaman.de/"> „mono &amp; nikitaman“</a>. Da die Demo diesmal bis 22:00 Uhr angemeldet ist, gibt es  noch ein paar DJs zum Abschluss, darunter ger&#252;chteweise auch ein sehr bekanntes Urgestein der Techno-Szene.</p>
<p><strong>Demozug:</strong> Die Demo wird nat&#252;rlich wieder sehr bunt werden. Neben den mehr als 12 <strong>Wagen</strong> von Initiativen wie den Hedonisten, diversen B&#252;rgerrechts- und Datenschutzgruppen und nat&#252;rlich wieder der gro&#223;en Datenkraken vom FoeBuD werden auch die mit aufrufenden Parteien vertreten sein. Die Piraten bringen sogar ihren fetten 40-Tonner mit.</p>
<p>Aber wer auf den letzten &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;-Demos war, der wird sich erinnern, dass das Beeindruckendste die ganzen <strong>Transparente</strong> und Schilder waren, die die TeilnehmerInnen (also Ihr!) selber gemalt und mitgebracht hatten. Seit heute Mittag steht in Berlin auch bis Samstag ganzt&#228;gig und-n&#228;chtlich ein eigener Raum zum <strong>Transparente-Malen</strong> zur Verf&#252;gung (<a title="http://www.openstreetmap.org/?mlat=52.525&amp;mlon=13.382&amp;zoom=16" rel="nofollow" href="http://www.openstreetmap.org/?mlat=52.525&amp;mlon=13.382&amp;zoom=16">offene uni berlin</a>). Helfer und Material (Bettlaken oder gro&#223;e Stoffreste, Latten z.B. auch aus losen Lattenrosten, Sperrholz, gro&#223;e stabile Pappen oder Pressholz wie z.B. alte Schrankr&#252;ckw&#228;nde, Farben wie z.b. wei&#223;e Wandfarbe als Hintergrund) werden jederzeit gebraucht und sind willkommen.</p>
<p><strong>Mithelfen:</strong> Auch f&#252;r viele andere Sachen sind wird noch Hilfe ben&#246;tigt. Ihr k&#246;nnt euch f&#252;r den Fahrdienst melden, der das ganze Material wie Generatoren, Zelte und Laptops zum Potsdamer Platz und wieder zur&#252;ck f&#228;hrt.  Ihr k&#246;nnt Demo-Ordner oder -Beobachter werden. Ihr k&#246;nnt beim Presseteam mithelfen. Ihr k&#246;nnt bei der Verpflegung f&#252;r die Helferinnen und Helfer mithelfen. Und und und. Die FDP hat &#252;brigens netterweise f&#252;r Sonntag alle HelferInnen zum Dankesch&#246;n-Brunch eingeladen. Das <a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_am_12._September_2009/Aktionsb%C3%BCro">Aktionsb&#252;ro</a> (das wieder von den Gr&#252;nen zur Verf&#252;gung gestellt wurde, auch daf&#252;r danke) mit Ober-Koordinatorin Nina von der Humanistischen Union und den vielen Freiwilligen vom AK Vorrat und anderswo her nimmt auch sonst alle Hilfsangebote gerne entgegen. Wer sich direkt im Wiki in die <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/intern:Freiheit_statt_Angst_2009/Helfer">Helferlisten</a> eintr&#228;gt, erspart denen allerdings Arbeit und tr&#228;gt zum kollaborativen und verteilten Gelingen der ganzen Sache bei.</p>
<p><strong>Werbung:</strong> Der FoeBuD-Shop ist &#8220;ausverkauft&#8221;. Alle Flyer und Plakate, die noch &#252;brig waren, sind jetzt in Berlin und k&#246;nnen im Aktionsb&#252;ro abgeholt werden. In Berlin l&#228;uft bereits auch wieder ein kleiner Werbefilm in der U-Bahn, der durch zus&#228;tzliche Spendengelder finanziert wurde.</p>
<p><strong>Presse:</strong> Morgen um 11:00 findet eine <strong>Pressekonferenz</strong> des Demo-B&#252;ndnisses im Haus der Demokratie und Menschenrechte statt. Die Pressemappe gibt es <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Pressemappe_Freiheit_statt_Angst_2009.pdf">hier</a>. Auf der Kundgebung selber wird es diesmal eine eigene Aussichts-Plattform f&#252;r Pressefotografen geben, damit die etwas bessere Fotos machen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Anreise:</strong> Wer noch nicht wei&#223;, wie er nach Berlin kommt, kann sich bei den <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_am_12._September_2009/Mitfahrb%C3%B6rse">Mitfahrgemeinschaften</a> (f&#252;r Autos und Bahn) eintragen oder sich einem der <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_am_12._September_2009/Anreise#Bus">Sonderbusse</a> des FoeBuD oder der Piraten anschlie&#223;en. In dem <a href="http://www.hamburg.gruene.de/cms/default/dok/298/298517.freiheit_statt_angst_stoppt_den_ueberwac.htm">erm&#228;&#223;igten Bus der Gr&#252;nen aus Hamburg</a> sind offenbar noch viele Pl&#228;tze auch f&#252;r Nichtmitglieder frei. Auch Piraten sind willkommen zum entern, h&#246;re ich gerade (full disclosure: Mein neuer Chef Jan Philipp Albrecht ist einer der Sponsoren des Busses).</p>
<p><strong>Spenden:</strong> Die ganze Demo ist &#252;ber Spendengelder finanziert. Bisher fehlen noch grob 10.000 Euro, die durch eine Ausfallb&#252;rgschaft des AK Vorrat gedeckt sind. Der muss aber auch nicht jedes Jahr nach der Demo wieder komplett pleite sein, daher sind Spenden weiterhin gern gesehen. Auch kleine Betr&#228;ge helfen. <strong>Spendenkonto:</strong> Humanistische Union,  Kontonummer 30 74 250, Bankleitzahl: 100 205 00,  Bank f&#252;r Sozialwirtschaft, Verwendungszweck: &#8220;Demo Freiheit statt Angst&#8221;.</p>
<p>Soviel erstmal als kleiner &#220;berblick. Mal sehen, was noch so an Updates in den n&#228;chsten zwei Tagen reinkommt. Wir versuchen, hier den &#220;berblick zu behalten, aber das ist bei der Breite an Aktivit&#228;ten schon kaum noch zu schaffen.</p>
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		<title>Netzpolitik-Podcast 081: Netzneutralit&#228;t und Netzwerkmanagement</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-081-netzneutralitaet-und-netzwerkmanagement/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 10:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Netzpolitik-Podcast Folge 081 ist ein Interview mit dem Netzwerk-Spezialisten Michael Horn vom Chaos Computer Club. Der Schwerpunkt dieses knapp 52 Minuten langen Gespr&#228;ches liegt auf den technischen Aspekte von Netzneutralit&#228;t. Da geistern immer  Fachbegriffen wie Netzwerkmanagement, Deep-Packet-Inspection und Quality of Service durch die Debatte. Da in der Regel Technik-fremde Menschen von diesem Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Netzpolitik-Podcast Folge 081 ist ein Interview mit dem Netzwerk-Spezialisten Michael Horn vom <a href="http://www.ccc.de">Chaos Computer Club</a>. Der Schwerpunkt dieses knapp 52 Minuten langen Gespr&#228;ches liegt auf den technischen Aspekte von Netzneutralit&#228;t. Da geistern immer  Fachbegriffen wie Netzwerkmanagement, <a href="http://netzpolitik.org/2008/netzpolitiktv-045-david-reed-ueber-deep-packet-inspection/">Deep-Packet-Inspection</a> und Quality of Service durch die Debatte. Da in der Regel Technik-fremde Menschen von diesem Teil der Debatte abgeschreckt werden und gro&#223;e Telekommunikationsunternehmen diese Wissensl&#252;cken von Politikern in ihrem Lobbying gegen Netzneutralit&#228;s-Regeln ausnutzen, haben wir das mal ausf&#252;hrlich erkl&#228;rt.</p>
<p>Aber es geht nicht nur um Technik in diesem Podcast. Wir unterhalten uns auch &#252;ber die politischen Aspekte der Netzneutralit&#228;t und gehen etwas in die Geschichte der Debatte hinein. Der Netzpolitik-Podcast 081 ist ca. 50 MB gross und <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast_081_netzneutralitaet_und_netzwerkmanagement_redone.mp3">liegt als MP3 auf dem Server</a>. Viel Spass beim h&#246;ren.</p>
<p>Dieser Podcast erg&#228;nzt den <a href="http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-074-netzneutralitaet/">Netzpolitik-Podcast 074</a>, der sich nicht-technisch um Netzneutralit&#228;t drehte.</p>
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		<title>&#8220;Freedom against Censorship&#8221; gegr&#252;ndet</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/freedom-against-censorship-gegruendet/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 16:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Franziska Heine vom AK Zensur berichtet in einem Gastbeitrag bei ZEIT Online vom Hacker-Camp HAR in den Niederlanden:
Jedes Land, das per Gesetz b&#252;rgerliche Freiheiten zugunsten von &#220;berwachung und Kontrolle vernichtet, ist Vorbild und Signal, dem andere Staaten folgen. Dem sind wir nur gewachsen, wenn wir unsere Kr&#228;fte b&#252;ndeln, wenn wir schnell und flexibel reagieren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Franziska Heine vom <a href="http://ak-zensur.de/">AK Zensur</a> <a href="http://www.zeit.de/online/2009/34/har09-freiheit-zensur">berichtet</a> in einem Gastbeitrag bei ZEIT Online vom <a href="http://wiki.har2009.org/">Hacker-Camp HAR</a> in den Niederlanden:</p>
<blockquote><p>Jedes Land, das per Gesetz b&#252;rgerliche Freiheiten zugunsten von &#220;berwachung und Kontrolle vernichtet, ist Vorbild und Signal, dem andere Staaten folgen. Dem sind wir nur gewachsen, wenn wir unsere Kr&#228;fte b&#252;ndeln, wenn wir schnell und flexibel reagieren und einmal Gelerntes verbreiten und anwenden.</p>
<p>Die HAR 09 war daf&#252;r so etwas wie eine Keimzelle. European Digital Rights (Edri) (&#8230;), Bits of Freedom aus den Niederlanden, Wikileaks – das sind nur einige der gro&#223;en Organisationen, die in die N&#228;he von Vierhouten gekommen waren. Und die dabei halfen, am 14. August im Anschluss an die Diskussion beim Wikileaks-Panel die internationale Organisation Freedom against Censorship zu gr&#252;nden.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.bof.nl/">Bits of Freedom</a> , die zu den Gr&#252;ndungsmitgliedern von EDRi geh&#246;ren und 2004-2005 eine zentrale Rolle bei der Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie der EU gespielt haben, sind &#252;brigens nach einer Auszeit seit kurzem wieder voll aktiv. Mit Hilfe von Stiftungsgeldern konnten sie sogar wieder einen hauptamtlichen Aktivisten einstellen. Welcome back!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wir sind das Netz &#8211; Geschichte, Philosophie und Praxis freier Netze</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/wir-sind-das-netz-geschichte-philosophie-und-praxis-freier-netze/</link>
		<comments>http://www.netzpolitik.org/2009/wir-sind-das-netz-geschichte-philosophie-und-praxis-freier-netze/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 10:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir sind das Netz &#8211; Geschichte, Philosophie und Praxis freier Netze&#8221; ist ein 28 Minuten langer Dokumentarfilm aus dem Funkfeuer-Umfeld in &#214;sterreich.
Der Film bietet einen Einblick in die Funkfeuer Initiativen Graz und Bad Ischl und versucht den Unterschied zwischen kommerziellen Internetprovidern und Freien Netzwerken herauszuarbeiten.
Den Film gibts als verschiedene Downloadm&#246;glichkeiten: Bittorrent, HTTP, HTTP Mirror Berlin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a href="http://ischl.funkfeuer.at/content/wir-sind-das-netz-0">Wir sind das Netz &#8211; Geschichte, Philosophie und Praxis freier Netze</a>&#8221; ist ein 28 Minuten langer Dokumentarfilm aus dem Funkfeuer-Umfeld in &#214;sterreich.</p>
<blockquote><p>Der Film bietet einen Einblick in die Funkfeuer Initiativen Graz und Bad Ischl und versucht den Unterschied zwischen kommerziellen Internetprovidern und Freien Netzwerken herauszuarbeiten.</p></blockquote>
<p>Den Film gibts als verschiedene Downloadm&#246;glichkeiten: <a href="http://xaok.org/funkfeuer/Wir_sind_das_Netz.torrent">Bittorrent</a>, <a href="http://xaok.org/funkfeuer/Wir_sind_das_Netz_-_Geschichte,Philosophie_und_Praxis_freier_Netze.mp4">HTTP</a>, <a href="http://download.berlin.freifunk.net/media/videos/Wir_sind_das_Netz_-_Geschichte,Philosophie_und_Praxis_freier_Netze.mp4">HTTP Mirror Berlin</a>, <a href="http://xaok.org/funkfeuer/Wir_sind_das_Netz_-_Geschichte,Philosophie_und_Praxis_freier_Netze.ogv">OGG Theora</a>.</p>
<p>[<a href="http://www.retosphere.de/offenenetze/2009/08/03/film-wir-sind-das-netz-geschichte-philosophie-und-praxis-freier-netze/">via</a>]</p>
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		<title>Demo-Aufruf &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;, Berlin, 12. September</title>
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		<comments>http://www.netzpolitik.org/2009/demo-aufruf-freiheit-statt-angst-berlin-12-september/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 12:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das B&#252;ndnis um den AK Vorratsdatenspeicherung ruft, wie schon angek&#252;ndigt , wieder auf zur Gro&#223;demonstration in Berlin im Herbst. Der Aufruftext ist jetzt fertig:
Aufruf f&#252;r die Demonstration &#34;Freiheit statt Angst 2009&#34;
B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das B&#252;ndnis um den <a href="http://www.Vorratsdatenspeicherung.de">AK Vorratsdatenspeicherung</a> ruft, wie <a href="http://netzpolitik.org/2009/save-the-date/">schon angek&#252;ndigt</a> , <a href="http://netzpolitik.org/2008/groesster-demonstration-fuer-datenschutz-in-deutschland/">wieder</a> auf zur Gro&#223;demonstration in Berlin im Herbst. Der Aufruftext ist jetzt fertig:</p>
<blockquote><p><strong>Aufruf f&#252;r die Demonstration &quot;Freiheit statt Angst 2009&quot;</strong></p>
<p>B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto &quot;Freiheit statt Angst &#8211; Stoppt den &#220;berwachungswahn!&quot; auf die Stra&#223;e gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages &quot;Freedom not Fear &#8211; Freiheit statt Angst&quot;, zu dem l&#228;nder&#252;bergreifend Proteste gegen die &#220;berwachung der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger stattfinden.</p>
<p>Der &#220;berwachungswahn greift weiterhin um sich. Insbesondere die &#220;berwachung am Arbeitsplatz hat zugenommen. Besch&#228;ftigte werden in ihrem Arbeitsumfeld, teilweise auch in ihrem Privatleben &#252;berwacht. Zugleich registrieren, &#252;berwachen und kontrollieren uns staatliche Stellen bei immer mehr Gelegenheiten. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen oder fahren, mit wem wir befreundet sind, wof&#252;r wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir uns engagieren &#8211; der &quot;gro&#223;e Bruder&quot; Staat und die &quot;kleinen Br&#252;der und Schwestern&quot; aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Der daraus resultierende Mangel an Privatsph&#228;re und Vertraulichkeit gef&#228;hrdet unsere Gesellschaft. Menschen, die sich st&#228;ndig beobachtet und &#252;berwacht f&#252;hlen, k&#246;nnen sich nicht unbefangen und mutig f&#252;r ihre Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!</p>
<p>Der vermeintliche Sicherheitsgewinn, mit dem &#220;berwachung und Kontrolle oft begr&#252;ndet werden, ist mehr als zweifelhaft: Die Anh&#228;ufung von Informationen &#252;ber die Bev&#246;lkerung bietet keinen besseren Schutz vor Kriminalit&#228;t, kostet uns j&#228;hrlich aber Milliarden von Euro. Gezielte und nachhaltige Ma&#223;nahmen zur St&#228;rkung der Sicherheit bleiben dabei genauso auf der Strecke wie die L&#246;sung dr&#228;ngender Probleme, etwa der Arbeitslosigkeit und der ungleichen Lebenschancen in unserem Land. Dar&#252;ber hinaus weicht die verst&#228;rkte Kompetenzvermischung und Zusammenarbeit zwischen Polizei, Geheimdiensten und Milit&#228;r die bisherige Balance staatlicher Gewaltenteilung auf. Das f&#252;hrt nicht nur zur Aufhebung rechtsstaatlicher Grenzen der &#220;berwachung im Inland, sondern auch zur zunehmenden Abschottung unserer Gesellschaft nach Au&#223;en.</p>
<p>Die &#220;berwachung des Alltags betrifft nicht nur Minderheiten, sondern uns alle: Sie beeintr&#228;chtigt die Freiheit unseres Glaubensbekenntnisses, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit, die freie Arbeit der Medien, die Koalitionsfreiheit und die Integrit&#228;t von Unternehmen. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Berufsgruppen sehen sich in besonderem Ma&#223;e der &#220;berwachung und Kontrolle ausgesetzt, etwa die<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsdiensten, &#196;rztinnen und &#196;rzte, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Journalistinnen und Journalisten, Rechts-anw&#228;ltinnen und Rechtsanw&#228;lte.</p>
<p>Der Respekt vor unserer Privatsph&#228;re ist ein wichtiger Teil unserer menschlichen W&#252;rde, beruflich wie privat. Eine freie und offene Gesellschaft kann ohne bedingungslos private R&#228;ume und Kommunikation nicht existieren. Deshalb rufen wir alle B&#252;rgerinnen und B&#252;rger auf, sich an der Demonstration am 12. September 2009 in Berlin zu beteiligen. Wir wollen unsere Sorge um den Zustand des Datenschutzes lautstark zum Ausdruck bringen und ein deutliches Zeichen daf&#252;r setzen, dass viele Menschen f&#252;r ihre Freiheitsrechte wieder auf die Stra&#223;e gehen!</p>
<p>Treffpunkt f&#252;r die Demonstration &quot;Freiheit statt Angst 2009&quot; ist am Samstag, den 12. September 2009 um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz. Der Protestmarsch durch die Stadt wird mit einer gro&#223;en Abschlusskundgebung am Roten Rathaus enden. Auf der Webseite http://www.FreiheitStattAngst.de finden sich jeweils die neuesten Informationen zur Demonstration und den M&#246;glichkeiten, bei der Vorbereitung der Demonstration mitzuhelfen</p>
<p>Unsere Forderungen (Entwurf)</p>
<p>1. &#220;berwachung abbauen</p>
<ul>
<li>Abschaffung der fl&#228;chendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)</li>
<li>Abschaffung der fl&#228;chendeckenden Erhebung biometrischer Daten, sowie von RFID-Ausweisdokumenten</li>
<li>Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz</li>
<li>Ber&#252;cksichtigung des Datenschutzes f&#252;r B&#252;rger- und Arbeitnehmer/innen bereits in der Konzeptionsphase aller &#246;ffentlicher eGovernment-Projekte</li>
<li>Keine einheitliche Sch&#252;lernummer (Berliner Sch&#252;lerID)</li>
<li>Keine Weitergabe von Informationen &#252;ber Menschen ohne triftigen Grund; keine europaweite Vereinheitlichung staatlicher Informationssammlungen (Stockholmer Programm)</li>
<li>Keine systematische &#220;berwachung des Zahlungsverkehrs oder sonstige Massendatenanalyse in der EU (Stockholmer Programm)</li>
<li>Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Grundrechtsschutz</li>
<li>Abbau von Video&#252;berwachung und Verbot des Einsatzes von Verhaltenserkennungssystemen</li>
<li>Keine pauschale Registrierung aller Flug- und Schiffsreisenden (PNR-Daten)</li>
<li>Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline</li>
<li>Keine Einf&#252;hrung der Elektronischen Gesundheitskarte in der derzeit geplanten Form</li>
</ul>
<p>2. Evaluierung der bestehenden &#220;berwachungsbefugnisse</p>
<p>Wir fordern eine unabh&#228;ngige &#220;berpr&#252;fung aller bestehenden &#220;berwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Kosten, sch&#228;dliche Nebenwirkungen und Alternativen.</p>
<p>3. Moratorium f&#252;r neue &#220;berwachungsbefugnisse</p>
<p>Nach der inneren Aufr&#252;stung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.</p>
<p>4. Gew&#228;hrleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs &#252;ber das Internet</p>
<ul>
<li>keine Beschr&#228;nkung des Internetzugangs durch staatliche Stellen oder Internetanbieter (Sperrlisten)</li>
<li>keine Sperrungen von Internetanschl&#252;ssen.</li>
<li>Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.</li>
<li>Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabh&#228;ngiger und unparteiischer Richter.</li>
<li>Einf&#252;hrung eines uneingeschr&#228;nkten Zitierrechts f&#252;r Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar f&#252;r die &#246;ffentliche Debatte in Demokratien ist.</li>
<li>Schutz von Plattformen zur freien Meinungs&#228;u&#223;erung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur beg&#252;nstigen (abschreckende Wirkung).</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Weitere <strong>Unterst&#252;tzerInnen</strong> f&#252;r den Aufruf werden gesucht. Wer mit aufrufen will, schreibt dies bitte an &lt;kontakt(at)vorratsdatenspeicherung.de&gt;.</p>
<p>Das <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2009/Berlin_de"><strong>Demo-Wiki</strong> </a> wird jetzt nach und nach gef&#252;llt, in K&#252;rze wird es auch Banner, Flyer, ein angepasstes Pagepeel und mehr geben. Wer Ideen dazu hat: Einfach ins Wiki damit!</p>
<p>Auch <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2009"><strong>AktivistInnen in anderen L&#228;ndern</strong> </a> werden sich hoffentlich wieder in gro&#223;er Zahl beteiligen. Eine englische Fassung des Aufruftextes wird gerade erstellt.</p>
<p>Ab dem 6. Juli wird es wieder ein <strong>Demo-B&#252;ro in Berlin</strong> geben, das auch als Anlaufstelle f&#252;r AktivistInnen und HelferInnen fungiert: Hessische Stra&#223;e 10, 10115 Berlin, Tel: 030/4882 0640 oder 030/4882 0641.</p>
<p>So eine Demo kostet nat&#252;rlich viel Geld. Dazu steht folgendes <strong>Spendenkonto</strong> zur Verf&#252;gung (steuerabzugsf&#228;hig): Kontoinhaberin: Humanistische Union, Kontonummer: 30 74 250, Bankleitzahl: 100 205 00 (Bank f&#252;r Sozialwirtschaft)</p>
<p><strong>Update:</strong> Weil es schon Nachfragen gab und das bei den Suchmaschinenergebnissen auch etwas verwirrend sein kann: Das breite Demob&#252;ndnis, um das es hier geht (bisher sind u.a. bei der Vorbereitung beteiligt: AK Vorrat, CCC, FoeBuD, FIfF, Humanistische Union, NNM, Piratenpartei, Gr&#252;ne, Linke, Junge Liberale, ver.di, Neue Richtervereinigung, German Privacy Foundation) ist nicht zu verwechseln mit dem umstrittenen &quot;Aktionsb&#252;ndnis Freiheit statt Angst&quot;, &#252;ber das wir leider schon mal <a href="http://netzpolitik.org/2009/aktion-fsa-aktionsbuendnis-freiheit-statt-angst/">berichten</a> mussten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Schnelles Feedback: Union verzichtet vorerst auf &#8220;3-Strikes&#8221;</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/schnelles-feedback-union-verzichtet-vorerst-auf-3-strikes/</link>
		<comments>http://www.netzpolitik.org/2009/schnelles-feedback-union-verzichtet-vorerst-auf-3-strikes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 20:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ich gebe ein Politikerzitat vor und ihr ratet, von wem es ist?  Ok, bereit? Los geht&#8217;s:
&#8220;Ich halte es f&#252;r falsch und nicht machbar, im Internet unliebsame Inhalte durch Sperren oder das Kappen von Verbindungen zu unterdr&#252;cken.&#8221;
Und, wer hat&#8217;s gesagt?
[ ] J&#246;rg-Tauss (PP)
[ ] Martina Krogmann (CDU)
[ ] Claudia Roth (Gr&#252;ne)
[ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ich gebe ein Politikerzitat vor und ihr ratet, von wem es ist?  Ok, bereit? Los geht&#8217;s:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich halte es f&#252;r falsch und nicht machbar, im Internet unliebsame Inhalte durch Sperren oder das Kappen von Verbindungen zu unterdr&#252;cken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und, wer hat&#8217;s gesagt?</p>
<p>[ ] J&#246;rg-Tauss (PP)</p>
<p>[ ] Martina Krogmann (CDU)</p>
<p>[ ] Claudia Roth (Gr&#252;ne)</p>
<p>[ ] Guido Westerwelle (FDP)</p>
<p>Aufl&#246;sung gibt es nach nach dem Klick.<br />
<span id="more-7787"></span><br />
Genau, es war die <a href="http://www.bildblog.de/8905/ein-wort-sagt-mehr-als-taussend-worte/">&#8220;Zensursula&#8221;-Unterh&#228;ndlerin</a> und <a href="http://netzpolitik.org/2009/liebe-frau-krogmann-das-mit-kasachstan-habe-ich-geklaert/">Kasachstan-Expertin der Union</a>, Dr. Martina Krogmann, die <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/cdu-mottet-netzguillotine-ein/">gegen&#252;ber der taz</a> die Streichung der umstrittenen 3-Strikes-Regelung aus dem <a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/">&#8220;Regierungsprogramm&#8221; der CDU/CSU</a> f&#252;r die n&#228;chste Spielzeit kommentieren durfte.</p>
<p>Ein Verzicht auf die <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_4967477.html">digitale Todesstrafe</a> bei Urheberrechtsvergehen bedeutet freilich nicht, dass die Union &lt;strike&gt;<a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comment=317455">zur Besinnung</a>&lt;/strike&gt; sich in Zukunft von der Piratenpartei beraten l&#228;sst oder gar innovative Konzepte wie die Kulturflatrate favorisieren w&#252;rde. Im Grunde ist es wohl eher wie bei Raider und Twix:</p>
<blockquote><p>Wie Krogmann der taz sagte, soll die Passage im CDU-Programm stattdessen so lauten: &#8220;Rechtsverletzungen werden wir effektiv unterbinden.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>via <a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comment-317526">Martin</a></em></p>
]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wikileaks: Regierungsprogramm der Union online</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/</link>
		<comments>http://www.netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 20:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Nur damit nachher niemand sagen kann, er h&#228;tte von nichts gewusst: Wikileaks hat den Entwurfs des &#8220;Regierungsprogramms 2009 – 2013 von CDU und CSU&#8221; (PDF, 400KB), Stand 20. Juni, &#252;ber den derzeit so angeregt diskutiert wird.

Der Entwurf f&#252;r das Wahlprogramm der Union ist nicht f&#252;r Menschen geschrieben, die eine Affinit&#228;t zum Internet haben. Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur damit nachher niemand sagen kann, er h&#228;tte von nichts gewusst: Wikileaks hat den Entwurfs des &#8220;<a href="http://wikileaks.org/wiki/CDU_Wahlprogrammsentwurf_beinhaltet_3-Strike-Out_Internetsperren%2C_20_Jun_2009">Regierungsprogramms 2009 – 2013 von CDU und CSU</a>&#8221; (PDF, 400KB), Stand 20. Juni, &#252;ber den derzeit so <a href="http://twitter.com/ghostdog19/statuses/2285080477">angeregt diskutiert</a> wird.</p>
<blockquote>
<p>Der Entwurf f&#252;r das Wahlprogramm der Union ist nicht f&#252;r Menschen geschrieben, die eine Affinit&#228;t zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, best&#228;tigt er viele Vorurteile von Kritikern, die bereits in dem Aufruft gipfelten: <a href="http://netzpolitik.org/2009/keine-wahlempfehlung-cducsu/">&#8220;Nicht CDU/CSU w&#228;hlen!&#8221;</a><br />
  &#8212; <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/wahlprogramm-cdu-internet">Kai Biermann f&#252;r Zeit Online</a> , 22.06.2009</p>
</blockquote>
<p>Verabschiedet werden soll das Werk n&#228;chsten Dienstag in Berlin.</p>
<p>PS: Alle Teilnehmer des Intern^H^H <a href="http://www.tralla-fitti.de/">Hundef&#252;hrerscheins Juni 2009</a> haben bestanden!</p>
]]></content:encoded>
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	<creativeCommons:license>http%3A//creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/</creativeCommons:license>
	</item>
		<item>
		<title>Aufruf zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/aufruf-zur-wiedergewinnung-der-gemeingueter/</link>
		<comments>http://www.netzpolitik.org/2009/aufruf-zur-wiedergewinnung-der-gemeingueter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 09:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Goetzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Netze]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[commons]]></category>
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		<category><![CDATA[Gemeingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensallmende]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang der Woche wurde das im Rahmen des 9. Weltsozialforums in Belém do Para/Brasilien entstandene Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter zur &#246;ffentlichen Unterzeichnung publiziert.
Das Manifest ruft zur Erkenntnis und zum Engagement daf&#252;r auf, dass bestimmte digitale, kulturelle und soziale G&#252;ter aus dem fortschreitenden Prozess der Privatisierung und Vermarktung als Ware herauszunehmen sind. Diese unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang der Woche wurde das im Rahmen des<a href="http://www.forumsocialmundial.org.br/"> 9. Weltsozialforums in Belém do Para/Brasilien</a> entstandene <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=appel">Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter</a> zur &#246;ffentlichen Unterzeichnung publiziert.</p>
<p>Das Manifest ruft zur Erkenntnis und zum Engagement daf&#252;r auf, dass bestimmte digitale, kulturelle und soziale G&#252;ter aus dem fortschreitenden Prozess der Privatisierung und Vermarktung als Ware herauszunehmen sind. Diese unter dem Begriff Gemeing&#252;ter zusammengefassten &#8220;Dinge&#8221; von Biodiversit&#228;t, Luft und Meeren, &#252;ber Wissenschaft, Kommunikation und Freier Software, &#252;ber Musik und Kultur, hin zu Bildung, Gesundheit und Abwasserreinigung sollen zur gemeinschaftlichen Teilhabe verf&#252;gbar sein; sie bilden die Grundlage und das Besondere menschlichen Lebens und sollten der Menschheit nicht in Form von Privateigentum Weniger entrissen werden.</p>
<blockquote><p>Die Privatisierung und warenf&#246;rmige Zurichtung der Dinge, die das Leben der Menschen und den Erhalt des Planeten erm&#246;glichen, ist machtvoller denn je. Nach der Ausbeutung der nat&#252;rlichen Ressourcen und der menschlichen Arbeit, hat sich dieser Prozess auf das Wissen, die Kulturen, Gesundheit, Bildung und Kommunikation, auf das genetische Erbe, das Leben und das, was aus ihm hervor geht ausgeweitet. Das Wohl aller und die Bewahrung der Erde wurden dem kurzfristigen finanziellen Gewinn weniger geopfert.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Unterzeichner dieses auf dem Weltsozialforum 2009 vorgestellten Manifests rufen alle B&#252;rger der Welt und ihre Organisationen dazu auf, sich f&#252;r die R&#252;ckeroberung oder Erlangung der gesellschaftlichen Verf&#252;gung &#252;ber die gegenw&#228;rtigen und k&#252;nftigen Gemeing&#252;ter der Menschheit und der Erde zu engagieren, damit im Umgang mit ihnen all jene Menschen und Gemeinschaften -bis hin zur Weltgemeinschaft- mitwirken und zusammenarbeiten k&#246;nnen, die davon direkt betroffen sind.</p></blockquote>
<p>Das Manifest kann <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=signer">hier unterzeichnet</a> werden. Die <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=voirsig&#038;r=ind">Unterschriften</a> dienen der Unterst&#252;tzung des Konzeptes der Gemeing&#252;ter im weiteren politischen Diskurs. </p>
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		<title>&#8220;Stecker aus der Wand gezogen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 06:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wetter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 25. M&#228;rz hat Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen im Bundestag ausgef&#252;hrt, dass sie unter ihrem Vorsto&#223; selbst im Prinzip das zu verstehen scheint, was unsereins unter dem Slogan &#8220;L&#246;schen statt Filtern&#8221; fordert:
Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. M&#228;rz hat Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen im Bundestag ausgef&#252;hrt, dass sie unter ihrem Vorsto&#223; selbst im Prinzip das zu verstehen scheint, was unsereins unter dem Slogan &#8220;L&#246;schen statt Filtern&#8221; fordert:</p>
<blockquote><p>Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, <strong>als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen ist</strong>: Man kann den H&#246;rer abheben und eine Nummer w&#228;hlen; eine Verbindung wird jedoch nicht aufgebaut. Das ist das Grundprinzip: schon <strong>im Ansatz</strong> zu sperren, um jeglichen Zugang zu diesem Markt unm&#246;glich zu machen. </p></blockquote>
<p><a href="http://dip21.bundestag.de:80/dip21/btp/16/16213.pdf">Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 213. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 25. M&#228;rz 2009, S. 23063 (PDF-Seite 9/64), Abschnitt (C)</a></p>
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		<title>Doch kein WLAN f&#252;r Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 10:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein offenes WLAN f&#252;r Berlin ist ein Dauerbrenner in diesem Blog. Nachdem die lokale Politik das Thema jahrelang verschlafen hatte, sprang der Berliner Senat vor ein bis zwei Jahren auf das Thema drauf und wollte modern sein. Seitdem wird es langsam zum Running-Gag. Mal kommt es, mal kommt es nicht. Erst Anfang des Jahres hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein offenes WLAN f&#252;r Berlin ist ein Dauerbrenner in diesem Blog. Nachdem die lokale Politik das Thema jahrelang verschlafen hatte, sprang der Berliner Senat vor ein bis zwei Jahren auf das Thema drauf und wollte modern sein. Seitdem wird es langsam zum Running-Gag. Mal kommt es, mal kommt es nicht. Erst Anfang des Jahres hatte unser Wirtschaftssenator Wolf bei der &#8220;Vorstellung des Berichts &#252;ber die Kreativwirtschaft in der Stadt die Einrichtung eines solchen Netzes angek&#252;ndigt und als wichtigen Baustein f&#252;r die Attraktivit&#228;t Berlins f&#252;r Kulturschaffende bezeichnet.&#8221;, <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/">so die Berliner Morgenpost im Februar</a>. In dem Artikel wurde von Seiten der Senatsverwaltung auch verk&#252;ndet, dass man seit drei Jahren Kontakte zu einigen interessierten Unternehmen habe. Eine Woche sp&#228;ter wurde es pl&#246;tzlich durch die medial Aufmerksamkeit konkreter: <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-fuer-berlin/">Gleich zwei Pilotprojekte wurden angek&#252;ndigt</a>.</p>
<p>Seitdem ist nichts mehr zu h&#246;ren gewesen. Daf&#252;r funktioniert der Flurfunk und ich habe die Information bekommen, dass alle Gespr&#228;che gescheitert sind. Um offiziell eine Stellungnahme zu bekommen, hab ich einfach mal ein paar Fragen an die Senatsverwaltung f&#252;r Wirtschaft in Berlin geschickt und auch eine Antwort bekommen. Die gute Nachricht ist, dass zwischen der Senatsverwaltung f&#252;r Wirtschaft und der Senatsverwaltung f&#252;r Stadtentwicklung die Bedingungen zur Nutzung von Lichtsignalanlagen und Lampenmasten soweit vorangeschritten seien, &#8220;dass von Seiten des Landes Berlin die Voraussetzungen f&#252;r einen kurzfristig m&#246;glichen Start des Pilotvorhabens geschaffen&#8221; wurden.</p>
<p>Die schlechte ist allerdings, dass man keinen Partner aus der Wirtschaft f&#252;r das Projekt hat. Die sind alle abgesprungen. Streitpunkt war wohl die Sache, dass die interessierten Firmen nach einer erfolgreichen Pliotphase eine Vergabe der &#246;ffentlichen Standorte ohne Ausschreibungsverfahren haben wollten. Das wurde von Seiten der Stadt abgelehnt. &#220;brigens aus gutem Grund, wie ich finde:</p>
<blockquote><p>Sen WTF und Sen Stadt sind gemeinsam der Auffassung, dass die Bereitstellung von &#246;ffentlichen Ressourcen f&#252;r eine erg&#228;nzende Breitbandversorgung unbedingt ausgeschrieben werden muss, um ein offenes, transparentes, diskriminierungsfreies und wettbewerbsorientiertes Vergabeverfahren zu gew&#228;hrleisten. Dies ergibt sich einerseits aus der Anforderung, dass die Nutzung der Berliner Lichtsignalanlagen und Lampenmasten an nur einen Betreiber vergeben werden soll, um eine nicht zu handhabende Betreibervielfalt zu verhindern und andererseits aus dem europ&#228;ischen Wettbewerbsrecht, das bei der Vergabe von sogenannten Dienstleistungskonzessionen zu beachten ist.</p></blockquote>
<p>Jetzt wird erstmal wieder ein Vergabeverfahren gepr&#252;ft. Und dann ist unklar, ob es interssierte Firmen f&#252;r das Pilotprojekt gibt, die bisher nicht im Spiel waren. Mit anderen Worten: Das wird auf absehbare Zeit immer noch nichts mit WLAN in Berlin und einige Politiker haben den Mund zu voll genommen. </p>
<p>Die Strategie ist meiner Meinung nach auch falsch: Aus den USA kann man lernen, dass alle gro&#223; angek&#252;ndigten Public-Private-Partnership WLAN-Vorhaben mehr oder weniger grandios gescheitert sind. In der Regel stellten die privaten Betreiber nach einer Weile fest, dass ihr geplantes Gesch&#228;ftsmodell nicht funktionierte und zogen sich zur&#252;ck. Kommunales WLAN sollte aber von der Verwaltung als Infrastrukturpolitik begriffen werden. Ebenso wie sich Strassen, Fusswege und B&#252;rgersteige im Besitz der Kommunen befinden und f&#252;r die B&#252;rger (mehr oder weniger gepflegt werden), sollte man im 21. Jahrhundert eine Internet-Grundversorgung bereitstellen. Und sich nicht nur auf den Markt verlassen.</p>
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		<title>&#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 00:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Patrick Breyer hat eine umfangreiche &#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze in einem Wiki zusammengefasst,, inklusive ihres kritischen Inhalts und des Stimmverhaltens der Fraktionen im Deutschen Bundestag. Sehr interessant und geht weit zur&#252;ck in die Vergangenheit.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patrick Breyer hat eine <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/">umfangreiche &#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze</a> in einem Wiki zusammengefasst,, inklusive ihres kritischen Inhalts und des Stimmverhaltens der Fraktionen im Deutschen Bundestag. Sehr interessant und geht weit zur&#252;ck in die Vergangenheit.</p>
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		<title>Frei nach Martin Niem&#246;ller</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 01:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gefunden bei ZEIT online in den Kommentaren :
Als sie Kinderpornografieseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe diese Inhalte ja nicht konsumiert.
Als sie Raubkopiererseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe ja nicht raubkopiert.
Als sie Blogs mit gesellschaftskritischen Inhalten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht gesellschaftskritisch eingestellt.
Als sie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefunden bei ZEIT online in den <a href="http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/online/2009/19/internetsperre-datenschutz-gesetz#comment-335604">Kommentaren</a> :</p>
<blockquote><p>Als sie Kinderpornografieseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe diese Inhalte ja nicht konsumiert.<br />
Als sie Raubkopiererseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe ja nicht raubkopiert.<br />
Als sie Blogs mit gesellschaftskritischen Inhalten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht gesellschaftskritisch eingestellt.<br />
Als sie die Seiten von Oppositionsparteien und Gewerkschaften sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht in der Gewerkschaft oder in so einer Partei.<br />
Als sie das Grundgesetz ausser Kraft gesetzt haben, gab es kein Medium mehr &#252;ber das ich h&#228;tte etwas sagen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p>(Autor: &quot;Lord Helmchen&quot;, Original Niem&#246;ller-Zitat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Niem%C3%B6ller#Zitat">hier</a> .)</p>
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		<title>ISPs als generelle Zensoren?</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 18:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem K&#246;lner Forum Medienrecht wurde gestern offenbar scharf geschossen. Wie um meine Thesen vom Kulturkampf um Freiheit vs Kontrolle des Netzes zu best&#228;tigen, forderte der Vertreter der hessischen Landesregierung, Heinrich Sievers, eine Internet-Zensur von ausl&#228;ndischen Gl&#252;cksspiel-Anbietern, und der B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels verlangte Access-Blockaden gegen Angebote, &#34;die das Urheberrecht verletzen&#34;. Wie heise berichtet , [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem K&#246;lner Forum Medienrecht wurde gestern offenbar scharf geschossen. Wie um <a href="http://netzpolitik.org/2009/der-kampf-der-kulturen/">meine Thesen vom Kulturkampf um Freiheit vs Kontrolle des Netzes</a> zu best&#228;tigen, forderte der Vertreter der hessischen Landesregierung, Heinrich Sievers, eine Internet-Zensur von ausl&#228;ndischen Gl&#252;cksspiel-Anbietern, und der <a href="http://www.boersenverein.de/de/portal/index.html">B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels</a> verlangte Access-Blockaden gegen Angebote, &quot;die das Urheberrecht verletzen&quot;. Wie heise <a href="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764">berichtet</a> , mit recht haneb&#252;chenen Argumenten:</p>
<blockquote><p>Dieselben Anbieter, die Kinderpornografie verbreiten und mit Phishing arbeiten w&#252;rden, betrieben auch Server mit urheberrechtswidrigen Inhalten. Diese &quot;Internet-Mafia&quot; finanziere sich unter anderem durch Werbung f&#252;r Flatrate-Angebote der Provider und f&#252;r pornografische Angebote. &quot;Wenn man an solche Angebote herankommen will, die im Ausland sitzen, sehe ich keinen anderen Weg als Access-Sperren&quot;, sagte [der Leiter der Rechtsabteilung des B&#246;rsenvereins, Christian] Sprang. Die Kosten sollten an die Kunden der Provider weitergereicht werden.</p></blockquote>
<p>Die ISPs sehen das nat&#252;rlich nicht so gerne:</p>
<blockquote><p>Stefan Engeln von United Internet wies den Vorwurf der Mitt&#228;terschaft zur&#252;ck. Zwar tauche ab und zu Provider-Werbung bei Download-Angeboten auf, die Provider h&#228;tten aber kein Interesse daran, gezielt Kunden solcher Angebote zu werben: &quot;Solche Kunden sind f&#252;r uns absolut unrentabel.&quot; Dass die Provider k&#252;nftig f&#252;r jeden illegalen Inhalt im Internet in Anspruch genommen werden sollen und das Haftungsprivileg abgeschafft werden soll, gehe mit einer kompletten &#196;nderung des Gesch&#228;ftsmodells einher, meint Engeln. Dann stelle sich ihnen die Frage, ob sie <em>nur noch mit zertifizierten Inhalteanbietern</em> sprechen sollten. [Hervorhebung RB]</p></blockquote>
<p>Soweit sind wir also schon.</p>
<p>Das ist offenbar gerade wie beim Finanzmarkt-Bailout: Man fordert einfach mal das Blaue vom Himmel herunter, und hofft, dass man schon irgendwas bekommen wird. Wer dann die urheberrechtsgesch&#252;tzten Inhalte auf irgendwelchen Listen zusammenstellen soll, blieb nat&#252;rlich v&#246;llig schleierhaft.</p>
<p>Herr Engeln hat heise zufolge dann nur noch mit den Kosten argumentiert und den Buchh&#228;ndlern und Verlegern angedroht, dass sie dann auch zahlen m&#252;ssten. Don Dahlmann hat ebenfalls gestern mal anders herum mit wirtschaftlichen Argumenten gespielt und die ganze Debatte auf den Investitionsstandort Deutschland hin gepr&#252;ft: <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=221">&quot;Der Treppenwitz w&#228;re, dass der Kapitalismus daf&#252;r sorgt, dass Filtersysteme nicht durchsetzbar sind.&quot;</a></p>
<p>Leider hat offenbar in K&#246;ln niemand den Mund aufgemacht und gesagt, warum ein freies Internet auch <em>politisch</em> wichtig ist f&#252;r eine freie Gesellschaft. F&#252;r andere L&#228;nder haben das ja sogar CDU/CSU und SPD schon <a href="http://www.cducsu.de/GetMedium.aspx?mid=1245">eingesehen</a> , nur f&#252;r Deutschland offenbar noch nicht.</p>
<p>Justizministerin Brigitte Zypries ist w&#228;hrenddessen auf typischem SPD-Schlingerkurs: An einem Tag etwas <a href="http://netzpolitik.org/2009/bundesregierung-beschliesst-zensurgesetz/">mitbeschlie&#223;en</a> , am n&#228;chsten Tag <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/23/1132859.html">vor den Folgen warnen</a> :</p>
<blockquote><p>Es sei aber zutreffend, sagte sie, dass man die Provider mittels Gesetz dazu zwinge, eine Technik anzubieten, mit der sich beliebig Seiten sperren lie&#223;en. &quot;Ich gehe davon aus, dass dadurch Begehrlichkeiten geweckt werden, auch Inhalte ausl&#228;ndischer Anbieter zu reglementieren, die keinen Bezug zu Kinderpornografie aufweisen.&quot; Dringend notwendig sei deshalb eine generelle Diskussion &#252;ber die sich &#228;ndernde Bedeutung des Internets: &quot;Wir m&#252;ssen uns in Deutschland zun&#228;chst dar&#252;ber klar werden, wie wir mit dem Internet generell umgehen wollen. Bef&#252;rchtungen, die Liste sperrw&#252;rdiger Inhalte w&#252;rde sehr schnell sehr lang werden, sind in meinen Augen berechtigt.</p></blockquote>
<p>Wie lang die Liste werden kann, l&#228;sst sich in <a href="http://www.heise.de/netze/news/meldung/136656">Australien</a> beobachten. Da geht es schon lange nicht mehr nur um Kindesmissbrauch, sondern auch um Gedankenverbrechen.</p>
<p><strong>Update:</strong> Ein erhellendes Detail kam per Mail von jemandem, der in K&#246;ln dabei war:</p>
<blockquote><p>Am Vormittag hatte Prof. Federrath von der Uni Regensburg die diversen &quot;Sperr&quot;-M&#246;glichkeiten beschrieben, und zum Schluss ironisch gemeint, dass man nat&#252;rlich auch auf die Technik aus China zur&#252;ckgreifen k&#246;nnte. Herr Sievers hat die Ironie wohl nicht ganz verstanden, sondern die Provider in einem Redebeitrag aufgefordert, doch unbedingt mal zu pr&#252;fen, ob man nicht diese chinesische Technik einf&#252;hren k&#246;nne.</p></blockquote>
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		<title>Der Kampf der Kulturen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht in den aktuellen politischen Debatten um das Internet um mehr als nur unverbundene Einzelthemen. Es geht auch nicht nur um &#34;das Internet&#34; als Ganzes. Es geht auch um die Demokratief&#228;higkeit der kommenden Internet-Gesellschaft.
Auf den ersten Blick scheinen es einzelne Konflikte zu sein. Da diskutiert man momentan im Detail und sehr intensiv die Wirksamkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht in den aktuellen politischen Debatten um das Internet um mehr als nur unverbundene Einzelthemen. Es geht auch nicht nur um &quot;das Internet&quot; als Ganzes. Es geht auch um die Demokratief&#228;higkeit der kommenden Internet-Gesellschaft.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheinen es einzelne Konflikte zu sein. Da diskutiert man momentan im Detail und sehr intensiv die Wirksamkeit und Verfassungsgem&#228;&#223;heit von <a href="http://netzpolitik.org/tag/zensur/">Kinderporno-Sperren</a> . Die Unterhaltungsindustrie <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/04/22/dieter-gorny-wunscht-sperren-von-torrent-seiten-ich-bin-dann-mal-in-der-piratenpartei/">fordert Sperren</a> von Peer-to-Peer-Tauschb&#246;rsen oder Suchmaschinen wie Pirate Bay, wo das Urteil gerade <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,620697,00.html">Wellen schl&#228;gt</a> . Second Life hat gerade <a href="http://www.heise.de/ct/news/meldung/136652">angek&#252;ndigt</a> , dass man &quot;Sex, Drogen und Gewalt&quot; in ein gesondertes Rotlichtviertel verbannen will, das nur per Altersnachweis betreten werden kann. Die Bildungsministerin Annette Schavan hat sich nach dem Massenmord von Winnenden f&#252;r die Zensur von &quot;Gewaltseiten&quot; <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503399/">ausgesprochen</a> . Der geneigte Leser und die geneigte Leserin finden sicher noch mehr Vorst&#246;&#223;e daf&#252;r, dass das Internet auf der Ebene der Inhalte kontrolliert und reguliert werden soll.</p>
<p>Wie h&#228;ngen diese Themen und Auseinandersetzungen zusammen? Nur schulterzuckend mit dem beginnenden Wahlkampf zu argumentieren reicht auf jeden Fall nicht aus.</p>
<p><strong>Die Zonierung des offenen Kommunikationsraumes</strong></p>
<p>Worum es hier geht, ist die grundlegende Eigenschaft des Internet als offener Kommunikationsraum. Dieser soll nach den verschiedenen Regulierungs-Vorschl&#228;gen in nationale und regionale Territorien zerst&#252;ckelt werden, daneben sollen Alters-Zonen f&#252;r Erwachsene und Kinder eingerichtet und noch weitere Z&#228;une gebaut und chinesische Mauern errichtet werden. Manche Gegenden d&#252;rfen von manchen Leuten schon <a href="http://www.govtrack.us/congress/bill.xpd?bill=s110-431">gar nicht mehr betreten</a> werden, oder wenn, dann nur nach dem <a href="http://bendrath.blogspot.com/2008/03/pressure-against-online-anonymity-or.html">Vorzeigen</a> eines <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/politik/2009/4/19/news-117474187/detail.html">Ausweises</a> . Auch die zeitliche Zonierung wird vorangetrieben: W&#228;hrend die von den Zuschauern bezahlten Beitr&#228;ge der &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nur maximal <a href="http://lumma.de/2008/06/12/das-uberregulierte-offentlich-rechtliche-internet/">eine Woche lang bereitgestellt</a> werden d&#252;rfen, wird anderswo schon &#252;ber vorgeschriebene <a href="http://netzpolitik.org/2008/uk-sendezeiten-fuers-internet/">&quot;Sendezeiten&quot; im Internet</a> <a href="http://www.heise.de/newsticker/Sendezeitbegrenzung-fuer-Erotikseiten-im-Internet-greift--/meldung/134467">nachgedacht</a> .</p>
<p>Langsam f&#252;gen sich die St&#252;cke zusammen, und die ersten Vorst&#246;&#223;e zu einer allgemeinen Legitimierung der Inhalte- und Zugangskontrollen f&#252;r das Internet tauchen auf. Susanne Gaschke <a href="http://www.zeit.de/2009/18/pirate-bay-urheberrecht">schreibt</a> heute auf der Titelseite der ZEIT, wie aus ihrer Sicht das Pirate-Bay-Urteil, die Kinderporno-Sperren und der <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=7650">Heidelberger Appell</a> zusammenh&#228;ngen: Es geht gegen &quot;die Ideologen des freien Wissens&quot; (<del>Der Text ist konsequenter Weise nicht online verf&#252;gbar</del> Update: Einen Tag sp&#228;ter doch).</p>
<p>Und Jan Krone spricht sich ebenfalls heute bei Carta <a href="http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/">f&#252;r eine umfassende Regulierung des Internet auf EU-Ebene</a> aus:</p>
<blockquote><p>Das Credo „im Internet darf jeder, was er will“ stellt zur regulatorischen Entwicklung anderer Verbreitungskan&#228;le von Informationen wie Fernsehen oder Radio eine vergleichsweise lange Epoche dar; die jetzt ihrem unaufhaltsamen Ende entgegenschreitet.</p></blockquote>
<p>Wie in der EU abschlie&#223;end dar&#252;ber gedacht wird, ist noch umstritten. Bei den Verhandlungen zuim Telekom-Paket scheinen die <a href="http://www.laquadrature.net/en">Netz-Aktivisten</a> bislang erfolgreich daf&#252;r zu sorgen, dass es keine Inhaltekontrollen gibt. Aber der damalige Innenkommissar Franco Frattini hat bereits vor Jahren <a href="http://www.reuters.com/article/internetNews/idUSL1055133420070910">deutlich gemacht</a> , worum es auch gehen kann:</p>
<blockquote><p>I do intend to carry out a clear exploring exercise with the private sector … on how it is possible to use technology to prevent people from using or searching dangerous words like bomb, kill, genocide or terrorism.</p></blockquote>
<p><strong>Die digitale Freiheit und ihre Gegner</strong></p>
<p>Was die Bef&#252;rworter der Forderungen nach einer Kontrolle des Internet nicht verstanden haben, ist die spezielle Eigenschaft digitaler Medieninhalte. Sie k&#246;nnen einfach beliebig und fast ohne Transaktionskosten kopiert, verteilt, verschl&#252;sselt und gespeichert werden. Es w&#228;chst derzeit eine Generation heran, die sich daran gew&#246;hnt hat. Diese Generation wird auch weiterhin von den technischen Eigenschaften Gebrauch machen und sich nicht an k&#252;nstlich eingezogene Grenzen halten wollen. Wenn nach Pirate Bay auch die Torrent-Suche bei <a href="http://www.thepirategoogle.com/">Google</a> verboten werden sollte, dann tauscht man eben wieder auf dem Schulhof per USB-Festplatte oder Handy-Verbindung (das haben wir fr&#252;her mit C-64-Games auch so gemacht). Die harte P&#228;dophilen-Szene hat sich ja offenbar bereits auf diese Offline-Vertriebswege <a href="http://wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene">zur&#252;ckgezogen</a> . Und wenn die Regierung eine Great Firewall aufbaut um missliebige Feindsender auszusperren, dann gr&#228;bt man eben <a href="http://www.linux-magazin.de/online_artikel/openvpn_gegen_zensur">Tunnel</a> .</p>
<p>Die Versuche, den freien Fluss von Meinungen, Informationen, Kommunikationen und Inhalten technisch zu kontrollieren, k&#246;nnen prinzipiell in drei Richtungen ausgehen:</p>
<p>1) Sie werden ins Leere laufen. Damit hat man dann eine Situation, in der immer weiter  verbreitete Kulturtechniken offiziell kriminalisiert sind, aber dies so gut wie keinerlei Auswirkungen auf das Nutzerverhalten hat. Ein solches Auseinanderklaffen von Recht und Rechtswirklichkeit kann und sollte auf Dauer nicht durchgehalten werden, weil damit die Idee des Rechts als legitimem Selbststeuerungsmechanismus der Gesellschaft insgesamt in Gefahr ger&#228;t.</p>
<p>2) Sie werden Umgehungsstrategien und -technologien provozieren, die die Transaktionskosten (wahrscheinlich nur marginal) erh&#246;hen. Damit erzeugt man eine neue digitale Spaltung &#8211; zwischen einer neuen Info-Elite, die weiss, wo sie sich ihre Informationen beschaffen und ungest&#246;rt kommunizieren kann, und denen, die das nicht k&#246;nnen. Ob das f&#252;r eine demokratische Gesellschaft und ihre Ideale von (Chancen-)Gerechtigkeit f&#246;rderlich ist, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>3) Sie verwandeln den ersten vollst&#228;ndig transnationalen offenen Kommunikationsraum in eine kontrollierte Maschine, die nur noch das zul&#228;sst, was vorher technisch erlaubt wurde. Statt Sperrlisten h&#228;tten wir dann vom <a href="http://www.netreaper.net/2009/03/07/das-bmi-ministerium-fuer-wahrheit-ministerium-fuer-liebe/">Ministerium f&#252;r Wahrheit und Liebe</a> herausgegebene Whitelists mit <a href="http://zenzizenzizenzic.de/archives/2009/04/20/jetzt-mit-unbedenklichkeitssiegel-der-geliebten-bundesregierung/">zertifizierten</a> Webseiten, die wir uns zu vorgesehenen Uhrzeiten ansehen d&#252;rfen, und in Chats d&#252;rfte man nur noch <a href="http://bendrath.blogspot.com/2007/11/keysigning-parties-with-barbie-dolls.html">die netten W&#246;rter benutzen</a> , die vorher ins System eingebaut wurden. Dass diese Version eine gesellschaftliche <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/04/19/basic-sunday-das-freie-internet-ist-geschichte/">Dystopie</a> darstellt, die mit einer freiheitlichen Gesellschaft nicht vereinbar ist, liegt auf der Hand.</p>
<p>Nat&#252;rlich rede ich hier nicht dem freien Fluss von Dokumenten des Kindesmissbrauchs das Wort. Auch personenbezogene Daten sollten nicht frei im Netz umherschwirren k&#246;nnen, und gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ige Urheberrechtsverletzung verst&#246;&#223;t im &#252;brigen auch gegen die in diesem Blog verwendete Creative-Commons-Lizenz. Der Punkt ist aber, wie bei der normalen Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung auch: Man  muss an echte Menschen und wirkliche T&#228;ter heran, man muss abw&#228;gen nach &#246;ffentlichem Verfolgungsinteresse und Schwere des Vergehens, man muss sich auf fundamental ver&#228;nderte kulturelle Praktiken auch einstellen k&#246;nnen.</p>
<p>Wer dabei mit technischen L&#246;sungen auf soziale Probleme reagiert, hat den Wandel, den wir gerade durchlaufen, nicht verstanden. Er hat vor allem nicht verstanden, dass der freie Fluss von Inhalten, Wissen, Kulturg&#252;tern und auch von <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?m=20090402">unrasierten und ungewaschenen Meinungen</a> insgesamt ein riesiger Fortschritt ist.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise hat das die ZEIT verstanden, die heute neben Susanne Gaschke auch den Darwin-Biografen J&#252;rgen Neffe &#252;ber das Ende des gedruckten Buches und seine multimediale Zukunft <a href="http://www.zeit.de/2009/18/L-Buch">schreiben l&#228;sst</a> :</p>
<blockquote><p>Wir sehen Venedig im 17. Jahrhundert, lassen uns durch Vatikan oder Pentagon f&#252;hren, verfolgen den Briefroman mit der t&#228;glichen Mail oder erfahren den biografischen Hintergrund einer Schl&#252;sselszene bei Robert Walser. Wir erleben Autoren im Ringen um ihr Lebenswerk, das sie immer weiter verfolgen und ver&#228;ndern. Andere schreiben runde B&#252;cher mit unendlichen Geschichten ohne Anfang und Ende. Zettels Albtraum als Erf&#252;llung der Tr&#228;ume von Walker Percy und David Foster Wallace mit seinen unsterblichen Fu&#223;noten. Und nur ein Augenzwinkern entfernt, s&#228;mtliche Sekund&#228;rliteratur &#8211; goldene Zeiten f&#252;r Kundschafter auf den Spuren des K., die mehr verstehen wollen, als sie allein begreifen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p><strong>Der Kampf der Kulturen und die Zukunft der Demokratie</strong></p>
<p>Dieser Kulturkampf, der sich gerade zuspitzt, verl&#228;uft zwischen den Vertretern der freien Informations- , Kommunikations- oder Wissensgesellschaft auf der einen Seite und denjenigen, die vor der neugewonnenen Freiheit Angst haben und sie begrenzen und umz&#228;unen wollen.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das kein reiner Generationenkonflikt zwischen <a href="http://blogs.law.harvard.edu/digitalnatives/">&quot;Digital Natives&quot;</a> und <a href="http://blog.odem.org/2008/12/antwort-von-info.html">Internet-Ausdruckern und -wiedereinscannern</a> . In jeder Generation (update: und <a href="http://www.heise.de/ct/news/meldung/136683">in jeder Partei</a> ) gibt es Menschen, die sich an der hinzugewonnenen Freiheit erfreuen und solche, die sie f&#252;rchten. Da unterscheidet sich Deutschland nicht prinzipiell von China. Es k&#246;nnte aber sein, dass die mit dem Internet und anderen digitalen Kulturtechniken aufgewachsenen Menschen st&#228;rker darauf dr&#228;ngen werden, diese Freiheiten auch weiterhin leben zu k&#246;nnen. Wir h&#228;tten dann auch auf politischer Ebene einen demografischen Wandel hin zu liberaleren oder libert&#228;reren Positionen zu erwarten.</p>
<p>Falls die klassischen Massenmedien und Unterhaltungskonzerne es nicht schaffen, dieser Entwicklung Ausdruck zu verleihen und sie auch in neue Formen von &#214;ffentlichkeit und neue Gesch&#228;ftsmodelle umzusetzen, dann werden die Kinder der neuen Freiheit ihre eigenen Medien und &#214;ffentlichkeiten schaffen und Musik oder Filme weiterhin als kostenlose Wegwerfware verstehen. Das w&#228;re tragisch, aber kein Untergang. Was noch fehlt, sind dann aber neue &#252;bergreifende politische  &#214;ffentlichkeiten, die die derzeitige Fragementierung der diversen Blogo-, Twitter- und Facebook-Sph&#228;ren in <a href="http://www.slideshare.net/JanSchmidt/persnliche-ffentlichkeiten-hannover-2009-presentation">pers&#246;nliche &#214;ffentlichkeiten</a> und meinungshomogene <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Echo_chamber#As_a_media_metaphor">Echo-Chambers</a> &#252;berwinden k&#246;nnen.</p>
<p>Falls aber die herrschende Politik (damit meine ich alle etablierten Parteien) darauf nicht reagiert und diesen kulturellen Wandel aufgreift, wird dies zu noch mehr Parteienverdrossenheit (nicht <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2101">Politikverdrossenheit</a> ) f&#252;hren, zu mehr au&#223;erparlamentartischen Protesten, oder zum Erstarken von thematisch begrenzten Protestparteien. Diese Entwicklung macht mir mehr Sorgen, denn hier geht es um die Integrationsf&#228;higkeit unserer Demokratie.</p>
<p>Es geht aber auch um die technisch bedingte Nachhaltigkeit unserer Demokratie. Wir m&#252;ssen sehr aufpassen, dass mit all den Kontroll-, Filter- und &#220;berwachungstechnologien nicht mittelfristig eine Infrastruktur entsteht, die unglaubliche Missbrauchsrisiken birgt. Von Karl Popper stammt der Satz</p>
<blockquote><p>&quot;Wie k&#246;nnen wir unsere politischen Einrichtungen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&quot;</p></blockquote>
<p>Dass Institutionen und Technologien &#228;hnliche Strukturen haben, wusste schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Gehlen">Arnold Gehlen</a> . Beide sind mehr oder weniger rational geschaffene Werkzeuge, die Handeln erm&#246;glichen, zu dem man als einzelner nicht in der Lage w&#228;re. Sp&#228;testens heutzutage, in einer Welt, die so durchdrungen ist mit Technologien, muss Popper daher erg&#228;nzt werden durch die Frage:</p>
<blockquote><p>&quot;Wie k&#246;nnen wir unsere technischen Infrastrukturen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber damit keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&quot;</p></blockquote>
<p>Es geht in den konkreten Auseinandersetzungen um die Regulierung und Kontrolle des Internet im Kern um die Frage: Soll man erst einmal alles zulassen und dann sehen, ob einzelne Gesetze &#252;bertreten? Oder soll man von vornherein versuchen, unerw&#252;nschtes Verhalten zu verhindern und potenzielle &#220;belt&#228;ter (also uns alle) pr&#228;ventiv zu &#252;berwachen und zu kontrollieren?</p>
<p>Was ich an anderer Stelle schon mal dazu <a href="http://fiff.hbxt.de/publikationen/fiff-kommunikation/fk-3-2007/fiff-ko-3-2007-bendrath">geschrieben hatte</a> , gilt heute umso mehr:</p>
<blockquote><p>Die utopischen Visionen des Netzes basieren auf einem demokratischen Misstrauen der B&#252;rger gegen&#252;ber dem Staat, die dystopischen auf einem autorit&#228;ren Misstrauen des Staates gegen&#252;ber den B&#252;rgern. Welche Vision sich am Ende durchsetzen wird, ist noch offen. Der Kampf zwischen ihnen wird allerdings auf beiden Seiten teilweise mit neuen Mitteln gef&#252;hrt, die das Internet erst m&#246;glich gemacht hat.</p></blockquote>
<p>Mal sehen, ob die &quot;Generation Internet&quot; den Kampf gewinnt.</p>
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		<title>(Update) Gedanken zur medialen Wahrnehmung &amp; Gesetzentwurf am Mittwoch #Zensursula</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/gesetzentwurf-gedanken-zur-medialen-wahrnehmung/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 00:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wetter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Provider sollen &#8220;das Stoppschild&#8221; nun selber hosten und die Zugriffsdaten dem BKA &#252;bermitteln, berichtet heise online am heutigen Montag Abend. Schon am Mittwoch will die Bundesregierung im Kabinett den ersten Gesetzesentwurf &#252;ber Zensurma&#223;nahme f&#252;r das Internet verabschieden, um das Gesetzgebungsverfahren schnellstm&#246;glich auf den Weg zu bringen.
Felix von Leitner bringt den gr&#246;&#223;ten Missstand an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Provider sollen &#8220;das Stoppschild&#8221; nun selber hosten und die Zugriffsdaten dem BKA &#252;bermitteln, berichtet heise online am heutigen Montag Abend. Schon am Mittwoch will die Bundesregierung im Kabinett den ersten Gesetzesentwurf &#252;ber Zensurma&#223;nahme f&#252;r das Internet verabschieden, um das Gesetzgebungsverfahren schnellstm&#246;glich auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Felix von Leitner <a href="http://blog.fefe.de/index.html?ts=b7120857">bringt</a> den gr&#246;&#223;ten Missstand an der aktuellen Wahrnehmung unserer Kritik wie folgt dar:</p>
<blockquote><p>Leider harken die Medien immer noch auf dem Punkt herum, dass die Sperren nicht funktionieren werden. DAS IST NICHT DER PUNKT. Im GEGENTEIL. Ihr lasst euch da gerade Instrumentalisieren f&#252;r die n&#228;chste Runde. In der ersten Runde etablieren sie Zensur, die nicht funktioniert, aber gerade noch so von den &#252;blichen Mitl&#228;ufern als vertretbar angesehen wird, und in der zweiten Runde werden sie dann richtige Zensur etablieren, und dann ist es zu sp&#228;t, grunds&#228;tzlich dagegen zu sein, weil wir ja schon Zensur haben.</p></blockquote>
<p>Dem kann ich mich nur anschlie&#223;en &#8211; nicht zuletzt weil mir diese genauso um Ohren geflogen ist, was dazu f&#252;hrte, dass sie den &#8220;Kritiksatz&#8221; in den Ticker-Meldungen am Morgen Unterzeichnung dominierte und wurde nicht immer l&#228;nger ausgef&#252;hrt (Angebote an den Quellen vom Netz nehmen.). Grade in meiner Rolle als Leiter der <a href="http://tinyurl.com/zensursula">Demo</a> h&#228;tte ich hier sensibler mit der Presse umgehen m&#252;ssen.</p>
<p>Zu dieser Argumentation Felix von Leitner weiter:</p>
<blockquote><p>Also bitte: erw&#228;hnt nicht mehr, dass die Filter nicht funktionieren. Das ist nicht nur ein schlechtes Argument, es ist aktiv kontraproduktiv. Wer das auch nur in den Mund nimmt, ist Teil des Problems, nicht der L&#246;sung.</p></blockquote>
<p>Bitte &#8211; auch wenn das Argument an sich auch garnicht falsch sein mag und solche Sperren immer f&#252;r irgendwen umgehbar blieben. Denn was das alles in n&#228;chster Konsequenz hei&#223;t, weiss auch <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Provider-sollen-Nutzerzugriffe-loggen-duerfen--/meldung/136450">Stefan Krempl auf Heise weiter zu berichten</a>:</p>
<blockquote><p>Zur Verteidigung gegen diese Kritik schreibt das Kabinett klipp und klar, dass &#8220;die Vorschrift auf eine Handlungspflicht ausgerichtet ist, nicht auf einen Erfolg&#8221;. Es sei schlie&#223;lich nach dem gegenw&#228;rtigen Stand der Technik nicht auszuschlie&#223;en, &#8220;dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten trotz der Sperrma&#223;nahmen der Anbieter nicht vollst&#228;ndig verhindert werden kann&#8221;. Es sei aber &#8220;bereits viel erreicht, wenn solche Angebote nicht ohne Weiteres zug&#228;nglich sind&#8221;.</p></blockquote>
<p>Von Leitners Fazit scheint mir nur plausibel: <em>&#8220;Bemerkenswert offenherzig geben sie zu, dass es in der ersten Runde nicht um Erfolg geht. Im Gegenteil. Das SOLL nicht funktionieren, damit es danach eine zweite Runde geben kann.&#8221;</em></p>
<p>Wikileaks &#038; Verlinkungsketten<br />
Ferner m&#246;chte ich an dieser Stelle noch auf auf den <a href="http://www.gulli.com/news/internetsperren-und-schon-geht-2009-04-20/">Bericht und Kommentar von Annika Kremer auf gulli.com</a> verweisen, der sich insbesondere der nun auch geforderten Strafbarkeit von Verlinkung gesperrter Inhalte widmet:</p>
<blockquote><p>Ebenfalls neu ist, dass man die Idee der &#8220;Verlinkungskette&#8221; weitertreibt: Nach dem neuen Entwurf sollen nicht nur kinderpornographische Websites gesperrt werden k&#246;nnen, sondern auch Angebote, &#8220;deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen&#8221;. Wie heise schreibt, k&#246;nnten damit bei entsprechender Auslegung &#8220;auch Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks.org aufgrund der bereits wiederholt erfolgten Ver&#246;ffentlichung von Sperrvorgaben anderer L&#228;nder von Anfang an auf die schwarze Liste aufgenommen&#8221; werden. Dann, so bef&#252;rchtet man, k&#246;nnten &#8220;auch Nutzer dieser Seiten auf dem Umweg &#252;ber die Provider ins Visier der Strafverfolger geraten.&#8221; </p></blockquote>
<p>Zur der &#252;berst&#252;rzten Anberaumung der ganzen Ma&#223;nahmen und der aktuellen Stimmung meint Kremer weiter:</p>
<blockquote><p>Durch den Termin in bereits wenigen Tagen l&#228;sst man Gegnern der Ma&#223;nahmen zudem kaum Zeit zum reagieren. Auch die sich gerade formierende Protestbewegung wird M&#252;he haben, so etwas wirksames auf die Beine zu stellen. Auch, wenn das Gesetz noch durch den Bundestag muss, was erfahrungsgem&#228;&#223; eine Weile dauert, ist es erschreckend und f&#252;r die Gegner dieser Ma&#223;nahmen problematisch, dass so schnell neue, weitergehende Ideen aufkommen. Das Bild, das einem hierzu einf&#228;llt, ist, wieder einmal, das eines DDoS-Angriffs: Eines DDoS-Angriffs auf die Aufmerkamkeit, die Zeit, die Ressourcen der politischen Gegner. Man kann nur hoffen, dass diese z&#228;her und erfindungsreicher sind, als angenommen, und auch unter diesen Umst&#228;nden noch konstruktiv, konsequent und ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen ihre Meinung vertreten.</p></blockquote>
<p><strong>Update:</strong> In einzelnen Rezeptionen dieses Beitrags entgegnet man Felix von Leitners Auffassung damit, dass zum einen keine Zensur vorl&#228;ge und zum anderen, dass man sich ja mit dem Argument der Unwirksam doch nur gegen Phase wendet. Ich hab mich erstmal zur&#252;ckgehalten dies zu kommentieren. Nun <a href="http://blog.fefe.de/index.html?ts=b71337d3">bezieht Felix Stellung</a> zu diesen Entgegnungen, hier die Kernpunkte:</p>
<blockquote><p><em>Punkt 1: &#8220;es ist nicht Zensur, wenn man illegale Inhalte aus dem Netz entfernt&#8221;.</em><br />
Antwort: Das ist ja gerade der Punkt! Netzfilter sind eben NICHT ein Werkzeug, um illegale Inhalte aus dem Netz zu entfernen. Netzfilter sind ein Werkzeug der Zensur. Wollte man illegale Inhalte aus dem Netz entfernen, w&#252;rde man eine Email an den jeweiligen Hoster schreiben und innerhalb von Stunden ist das dann jeweils aus dem Netz. Wenn wir das hier aber auf eine Internet-Zensurliste packen, ist es eben gerade NICHT aus dem Internet entfernt. Die in Deutschland gehosteten Kinderpornos w&#252;rden dann z.B. aus &#214;sterreich oder von Mallorca aus immer noch abrufbar sein, um mal beliebte Ferienorte zu nehmen. Wenn wir das (im &#220;brigen auch falsche) Argument anwenden, dass wir die Kinderpornographieindustrie austrocknen wollen, indem wir ihnen die zahlenden Kunden entziehen, dann braucht man keinen Mathematiker, um da den Widerspruch zu erkennen.</p>
<p><em>Punkt 2: &#8220;ich trete ja gerade gegen die &#8216;erste Stufe&#8217; ein&#8221;.</em><br />
Das stimmt eben nicht. Wenn jemand gegen Stufe 1 argumentiert, weil die vorgeschlagenen Methoden nicht funktionieren, dann ist das erstens ein schwaches Argument (das ist wie wenn man bei der Pr&#252;gel-Polizei-Debatte fordert, dass die Cops mit scharfer Munition ausgestattet werden sollen, dann g&#228;be es weniger Pr&#252;gelopfer) und zweitens wird es uns bei der jetzt schon absehbaren Debatte um Phase 2 wie ein Bumerang treffen. Und ich kann jetzt schon kommen sehen, dass wir Phase 2 auch verlieren. Phase 1 verlieren wir, weil wir mit schwachen Argumenten wie &#8220;aber so filtert man nicht effektiv&#8221; gekommen sind, und Phase 2 verlieren wir, weil wir in Phase 1 gesagt haben, dass die Methode nicht effektiv genug ist.</p></blockquote>
<p>Ich will an dieser Stelle keine Kritik platt machen, bin aber selbst von dieser Auffassung doch leider sehr &#252;berzeugt. Das ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Es f&#252;hlt sich eher nach Granit an.</p>
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		<title>Interview: Kooperation von OpenStreetMap und Wikipedia</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 08:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die beiden freien Projekte Wikipedia und OpenStreetMap wollen enger zusammen arbeiten und haben vergangene Woche eine Kooperation vorgestellt. Mit Jochen Topf vom OpenStreetMap-Projekt hab ich ein Interview dazu gemacht.
netzpolitik.org: Was ist das OpenStreetMap-Projekt?
Jochen Topf: OpenStreetMap (OSM) ist ein Community-Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat eine freie Weltkarte zu erschaffen. &#196;hnlich wie bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://netzpolitik.org/wp-upload/openstreetmaplogo.gif'><img src="http://netzpolitik.org/wp-upload/openstreetmaplogo.gif" alt="" title="openstreetmaplogo" class="alignnone size-full wp-image-7389" /></a><em>Die beiden freien Projekte <a href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a> und <a href="http://www.openstreetmap.de">OpenStreetMap</a> wollen enger zusammen arbeiten und haben vergangene Woche eine Kooperation vorgestellt. Mit <a href="http://www.remote.org/jochen/index.html.de">Jochen Topf</a> vom OpenStreetMap-Projekt hab ich ein Interview dazu gemacht.</em></p>
<p><strong>netzpolitik.org: Was ist das OpenStreetMap-Projekt?</strong></p>
<p>Jochen Topf: OpenStreetMap (OSM) ist ein Community-Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat eine freie Weltkarte zu erschaffen. &#196;hnlich wie bei der Wikipedia kann jeder mitmachen und das Ergebnis ist unter einer freien Lizenz erh&#228;ltlich. Freiwillige in der ganzen Welt laufen mit GPS-Ger&#228;ten herum und erheben Geodaten. Die werden dann in einer zentralen Datenbank gesammelt. Jeder kann diese Daten nun herunterladen und daraus Karten berechnen. Er kann dabei selbst entscheiden, welche Dinge auf der Karte in welcher Form dargestellt werden sollen. Und nat&#252;rlich stellt auch schon das Projekt einige Beispielkarten zur Verf&#252;gung. Weitere Infos gibts auf <a href="http://www.openstreetmap.de">www.openstreetmap.de</a>.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Was verbindet die beiden Projekte Wikipedia und OpenStreetMap miteinander?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Beide sind aus der Idee entstanden, dass Wissen offen und f&#252;r jedermann nutzbar sein soll. Die Wikipedia sammelt enzyklop&#228;disches Wissen, OpenStreetMap alles, was man f&#252;r eine Karte braucht. Sie erg&#228;nzen sich hervorragend, weil man einerseits f&#252;r eine Enzyklop&#228;die auch Karten braucht und weil man andererseits h&#228;ufig zu Objekten auf einer Karte erg&#228;nzende Informationen haben will. Viele Informationen dieser Welt haben einen Ortsbezug; Wikipedia und OpenStreetMap haben jeweils Teile dieser Informationen. Zusammen gibt es mehr und bessere M&#246;glichkeiten, diese Informationen zu finden und darzustellen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Jetzt wurde eine Kooperation vorgestellt. Wie sieht diese konkret aus?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Die Wikipedia will, wie viele andere auch, die OpenStreetMap-Karten und -Daten nutzen. Der Wikimedia e.V. hat Gelder f&#252;r Rechner-Hardware bereitgestellt um erstmal in einer Experimentalphase zu ermitteln, wie man OpenStreetMap-Daten am besten bei der Wikipedia einbinden kann. Schritt f&#252;r Schritt k&#246;nnen dann die Teile, die sich bew&#228;hrt haben, in den Regelbetrieb &#252;bergehen. Als ersten Schritt werden die OpenStreetMap-Daten in eine Datenbank auf einem Wikipedia-Rechner gespiegelt und damit Karten berechnet, die dann in Wikipedia-Artikel als statische und dynamische Karten eingebunden werden. Ein weiterer Rechner ist als Entwickler-Rechner (Map Tool Server) vorgesehen. Mitglieder der Wikipedia und/oder OSM-Community k&#246;nnen einen Zugang bekommen, wenn Sie eine Idee haben, wie sie OSM und Wikipedia weiter zusammen bringen wollen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Gibt es schon Visionen, die &#252;ber die jetzt vorgestellte Kooperation hinausgehen?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Es gibt eine Menge Ideen, wie OpenStreetMap und Wikipedia noch weitergehend gegenseitig voneinander profitieren k&#246;nnen. Konkrete Planung gibt es aber nicht. Was es in Zukunft geben wird h&#228;ngt vorallem davon ab, was die Mitglieder der beiden Communities f&#252;r Ideen haben und was sie draus machen. Ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht und der Map Tool Server erlaubt es auch Leuten ohne gro&#223;e eigene Rechnerresourcen dabei mitzumachen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Wie kann man bei der Kooperation mitmachen? (Auf Seiten von OpenStreetMap oder auf Seiten der Wikipedia-Community)</strong></p>
<p>Jochen Topf: Wir freuen uns &#252;ber alle, die Ideen haben und bei der Entwicklung mithelfen wollen. Vorallem Leute, die Erfahrung mit Datenbanken, dem Rendering von Karten oder der Mediawiki-Software haben, sind gesucht. Auf <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/OpenStreetMap/de">http://meta.wikimedia.org/wiki/OpenStreetMap/de</a> gibt es weitere Infos und den Link zu einer Mailingliste.</p>
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		<title>Letzte entscheidende Runde zum EU-Telekom-Paket steht bevor</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 21:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 31.3. (Dienstag n&#228;chste Woche) beginnt die zweite Lesung des Telekom-Pakets im Europ&#228;ischen Parlament. Hier geht es um die Zukunft des Internet in Europa . Leider hat das wegen all der nationalen Diskussionen um Internetzensur und den Bundestrojaner  die &#214;ffentlichkeit noch kaum erreicht.
Es sind in den aktuellen Fassungen der Antr&#228;ge und Ausschussberichte leider wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 31.3. (Dienstag n&#228;chste Woche) beginnt die zweite Lesung des <a href="http://netzpolitik.org/?s=telekom-paket">Telekom-Pakets</a> im Europ&#228;ischen Parlament. Hier geht es um die Zukunft des Internet in Europa</strong> . Leider hat das wegen all der nationalen Diskussionen um Internetzensur und den Bundestrojaner  die &#214;ffentlichkeit noch kaum erreicht.</p>
<p>Es sind in den aktuellen Fassungen der Antr&#228;ge und Ausschussberichte leider wieder ein paar gef&#228;hrliche &#196;nderungsantr&#228;ge drin im Vergleich zu dem <a href="http://netzpolitik.org/2008/europaparlament-stimmt-ueber-telekom-paket-ab/">Erfolg von September</a> .</p>
<p>Aber wir halten dagegen: Dank Patrick Breyer vom AK Vorrat gibt es u.a. einen &#196;nderungsantrag, damit nicht &#228;hnlich wie hier im geplanten BSI-Gesetz eine quasi unbegrenzte Speicherung der Daten von Webseiten-Besuchern erlaubt wird. Dazu haben die Freunde von La Quadrature du Net etc. noch andere &#196;nderungsantr&#228;ge erstellt, die die Netzneutralit&#228;t sichern w&#252;rden und &quot;Three Strikes You&#8217;re Out&quot; verbieten w&#252;rden. Dank einiger netzfreundlicher Abgeordneten sind die nun alle offiziell eingereicht und stehen dann zur Abstimmung.</p>
<p><strong>Damit sich hier wirklich was bewegt, m&#252;sst ihr mithelfen.</strong> Ruft bitte in den n&#228;chsten Tagen eure Europa-Abgeordneten an, die in den Aussch&#252;ssen IMCO (Binnenmarkt und Verbraucherschutz) und ITRE (Industrie) sitzen, und sagt denen, wie sie abstimmen sollen, damit wir in Europa weiterhin ein freies und un&#252;berwachtes Netz haben. In der <a href="http://www.laquadrature.net/fr/eu-citizens-save-internet-from-being-turned-into-a-tv">Presseerkl&#228;rung von La Quadratur du Net</a> von heute stehen die wichtigen &#196;nderungsantr&#228;ge drin, die von unserer NGO-Koalition unterst&#252;tzt werden, ebenso die, die wir ablehnen. Zu allem gibt es jeweils eine knappe Begr&#252;ndung. Die Mitglieder der Aussch&#252;sse findet ihr <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/membersCom.do?language=DE&amp;body=IMCO">hier (IMCO)</a> und <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/membersCom.do?language=DE&amp;body=ITRE">hier (ITRE)</a> .</p>
<p>Als Hintergrund hier nochmal Verweis auf den <a href="http://www.co-ment.net/text/711/">offenen Brief</a> , der von einer breiten NGO-Koalition bereits im Februar an die EU-Abngeordneten geschickt wurde.</p>
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		<title>Freifunk Image-Video</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 17:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein sehr sch&#246;nes Video &#252;ber freie Funknetze hat Freifunk-Potsdam online gestellt:

Gibt es hier auch hochaufl&#246;send als MP4 (250 MB).
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vNtxTgzgrwo">sch&#246;nes Video</a> &#252;ber freie Funknetze hat <a href="http://blog.freifunk-potsdam.de/">Freifunk-Potsdam</a> online gestellt:</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vNtxTgzgrwo&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/vNtxTgzgrwo&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Gibt es <a href="http://blog.freifunk-potsdam.de/wp-content/uploads/2009/03/Freifunk_Video_960x540.mp4">hier auch hochaufl&#246;send als MP4</a> (250 MB).</p>
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		<title>Das Spektrum &#246;ffnen statt versteigern!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 15:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die digitale Spaltung findet in Deutschland auch zwischen den Regionen statt, die ans Breitbandnetz angeschlossen sind und denjenigen, die ausgeschlossen sind. Viele D&#246;rfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank freifunk.net oder &#228;hnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Digitale Gesellschaft angeschlossen. Gr&#246;&#223;tes Handycap ist, dass die verwendete WLAN-Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Spaltung findet in Deutschland auch zwischen den Regionen statt, die ans Breitbandnetz angeschlossen sind und denjenigen, die ausgeschlossen sind. Viele D&#246;rfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank <a href="http://freifunk.net">freifunk.net</a> oder &#228;hnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Digitale Gesellschaft angeschlossen. Gr&#246;&#223;tes Handycap ist, dass die verwendete WLAN-Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich nicht oder nur schlecht f&#252;r diesen Zweck geeignet ist. Seit Jahren fordern deshalb Netzaktivisten aus der ganzen Welt, dass noch weitere Funkfrequenzen delizensiert und f&#252;r die &#246;ffentliche Nutzung freigegeben werden sollen: &#214;ffnet das Spektrum! Immerhin geh&#246;rt die Luft uns allen und anstatt den Zugang zu den Spektren zu &#246;ffnen, werden diese gerne privatisiert. Eine der wichtigsten Frequenzen ist dabei das 800 MHz Band, also das ehemalige analoge TV.</p>
<p>Nun soll ausgerechnet diese Frequenz auf dem &#252;blichen Weg von der Bundesnetzagentur versteigert werden, statt f&#252;r die &#246;ffentliche und lizenzfreie Nutzung freigegeben zu werden. Damit wird sie aber den selben Firmen und der selben Logik Preis gegeben, die nachweislich nicht taugt, um das eigentliche Problem zu l&#246;sen. Denn gering besiedelte Gebiete sind &#8220;areas of market failure!&#8221;. Das bedeutet, es lohnt sich nicht, sie kommerziell zu erschliessen. Bereits mit WiMAX (ebenfalls Funk) und UMTS wurde uns versprochen, dass dieses Problem nun gel&#246;st werden soll. Jedoch ist das l&#228;ngst keine Frage mehr der Technologie, sondern eines der Marktgesetze. Man kann diese Problem nicht kommerziell l&#246;sen. <a href="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770">Das sieht jetzt sogar die CSU ein</a>.</p>
<p>Es ist Zeit zu handeln, damit das 800 MHz Band nicht versteigert, sondern delizensiert und wie WLAN f&#252;r die &#246;ffentliche, lizenzfreie Nuzung freigegeben wird.</p>
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		<title>Neues von OpenStreetMap</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 00:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor Kurzem hat die Zahl der registrierten Mitglieder des OpenStreetMap-Projekts die magische Zahl von 100000 &#252;berschritten. Dies bedeutet eine Vervierfachung im Laufe des letzten Jahres. F&#252;r die Zukunft ist ein Wechsel der Benutzerschnittstelle angek&#252;ndigt, zudem wird ein neuer, durch Spenden finanzierter Datenbankserver erworben. Auch die Integration in Wikipedia soll verbessert werden.
Des Weiteren kann das Team [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://netzpolitik.org/wp-upload/osm.png'><img src="http://netzpolitik.org/wp-upload/osm.png" alt="" title="osm" class="alignleft size-medium wp-image-7293" /></a>Vor Kurzem hat die Zahl der registrierten Mitglieder des <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a>-Projekts die magische Zahl von <a href="http://www.openstreetmap.org/stats/data_stats.html">100000</a> &#252;berschritten. Dies bedeutet eine Vervierfachung im Laufe des letzten Jahres. F&#252;r die Zukunft ist ein Wechsel der Benutzerschnittstelle angek&#252;ndigt, zudem wird ein neuer, durch Spenden finanzierter Datenbankserver erworben. Auch die Integration in Wikipedia soll verbessert werden.</p>
<p>Des Weiteren kann das Team zwei Auszeichnungen verbuchen:</p>
<blockquote><p>OpenStreetMap ist eindeutig aus den Kinderschuhen gewachsen. Das wird auch durch gleich zwei &#8220;Linux New Media Awards&#8221; unterstrichen, die OpenStreetMap k&#252;rzlich in den Kategorien &#8220;innovativstes Open-Source-Projekt&#8221; und &#8220;Outstanding contribution to Linux and Open Source&#8221; verliehen wurden. Die Zukunft geographischer Daten ist &#8220;OPEN&#8221;.</p></blockquote>
<p>Vom 10. bis zum 12. Juli findet, zum ersten Mal 3-t&#228;gig, in Amsterdam die OpenStreetMap-Konferenz &#8220;State of the Map&#8221; statt, auf der man sich ein eigenes Bild vom Projekt und dessen Team machen kann.</p>
<p>Auch wenn OpenStreetMap eher ideologische als optische Vorz&#252;ge hat, gibt es eine interessante Neuerung: Das Forschungsprojekt <a href="http://www.gdi-3d.de/">Geodateninfrastruktur-3D</a> entwickelt eine 3D-Oberfl&#228;che, die mit OpenStreetMap-Daten gespeist wird. Das Programm ist nat&#252;rlich keine Konkurrenz zu GoogleEarth, l&#228;uft aber durch die Java-Basis auf allen Betriebssystemen und war auch beim Test am Alt-Rechner ertr&#228;glich schnell. Das <a href="http://www.geographie.uni-bonn.de/karto/osm-3d/Start.de.htm">OSM-3D</a> genannte Projekt stellt H&#246;henunterschiede grafisch da, kann mit Spielereien wie Sonnenstand-Simulator und Vogelflug-Modus aufwarten und ist auf jeden Fall eine interessante Erg&#228;nzung zur eher kargen Web-Oberfl&#228;che von OpenStreetMap.</p>
<p>Falls das OpenStreetMap-Projekt noch nicht f&#252;r jedem ein Begriff ist: Die Daten werden von Nutzern gesammelt und eingereicht, was im Gegensatz zu GoogleMaps deren freie und kostenlose Verwendung, beispielsweise f&#252;r Wanderkarten oder Routenplaner, erm&#246;glicht. Zudem werden auch kleine Wege eingetragen, da sogar der Waldpfad hinterm Haus beim Gassi gehen mit kartografiert werden kann. Mehr Infos gibts im <a href="http://wiki.openstreetmap.org/wiki/FAQ#Why_OpenStreetMap.3F">OSM-Wiki</a>.</p>
<p>Leser, die bei OpenStreetMap aktiv sind, k&#246;nnen ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren verbreiten.</p>
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		<title>USA: Comcast, Bittorrent und Netzneutralit&#228;t</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/usa-comcast-bittorrent-und-netzneutralitaet/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas Einblick in die US-Debatte rund um Netzneutralit&#228;t bietet dieser Berkman-Podcast: Comcast, BitTorrent, and Network Neutrality.
Chris Riley, Policy Counsel at Free Press, gives a brief history of the Comcast proceeding and other net neutrality legal efforts, and then dives into a substantive policy discussion of present and future Congressional and Commission net neutrality proceedings.
Hier ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas Einblick in die US-Debatte rund um Netzneutralit&#228;t bietet dieser Berkman-Podcast: <a href="http://blogs.law.harvard.edu/mediaberkman/2009/02/13/comcast-bittorrent-and-network-neutrality-audio/">Comcast, BitTorrent, and Network Neutrality.</a></p>
<blockquote><p>Chris Riley, Policy Counsel at Free Press, gives a brief history of the Comcast proceeding and other net neutrality legal efforts, and then dives into a substantive policy discussion of present and future Congressional and Commission net neutrality proceedings.</p></blockquote>
<p><a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/Misc/2009-02-12_chrisriley/2009-02-12_chrisriley.mp3">Hier ist die MP3</a>.</p>


<a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/Misc/2009-02-12_chrisriley/2009-02-12_chrisriley.mp3">Download audio file (2009-02-12_chrisriley.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>WLAN f&#252;r Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 15:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht wohl doch voran: Mit zwei Pilotprojekten soll kostenloses WLAN in Berlin getestet werden. Nach Angaben der Morgenpost soll vorerst im Osten Unter den Linden und an der Friedrichstrasse Netz angeboten werden, dazu im Westen an Kurf&#252;rstendamm und Tauentzienstra&#223;e. Sind zwar nicht gerade die Ecken, wo es mir was bringt, aber aus Sicht der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/">wohl doch voran</a>: Mit zwei Pilotprojekten soll kostenloses WLAN in Berlin getestet werden. Nach <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1040893/Berlin_macht_das_Internet_kostenlos.html">Angaben der Morgenpost</a> soll vorerst im Osten Unter den Linden und an der Friedrichstrasse Netz angeboten werden, dazu im Westen an Kurf&#252;rstendamm und Tauentzienstra&#223;e. Sind zwar nicht gerade die Ecken, wo es mir was bringt, aber aus Sicht der Tourismusf&#246;rderung auch nicht die schlechtesten.</p>
<p>Anscheinend hat es solange gedauert, weil man erstmal auf Aufstellung der Antennen pr&#252;fen musste. Stra&#223;enlaternen fielen da laut Morgenpost aus, weil darunter das Stadtbild leiden m&#252;sste. Nun w&#228;hlt man Ampeln und musste erstmal kl&#228;ren, ob man deren Strom nutzen kann und ob man die teilweise privatisierten Systeme &#252;berhaupt nutzen kann. Das scheint jetzt aber gekl&#228;rt zu sein. Hat auch nur rund drei Jahre gedauert.</p>
<p>Der Wirtschaftsminister erkl&#228;rte nun, dass die Pilotprojekte &#8220;bald und erfolgreich beginnen&#8221; sollen. Was immer das in der Politik konkret hei&#223;t. Und dann sind das auch nur Pilotprojekte. Interessant wird auch die Zug&#228;nglichkeit sein. Wird es ein neutraler Netzzugang sein oder filtert man vieles heraus? Gibt es nur bestimmte freie Ports oder wird man auch problemlos Mails &#252;ber SMTP verschicken k&#246;nnen? Bis wir mal ausreichend zug&#228;ngliches WLAN jenseits der Touristenecken haben werden, steht damit noch in den Sternen. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.</p>
<p>Es freut mich zumindest, dass wir mit der Ank&#252;ndigung einen freien Diskussions-Slot auf der <a href="http://www.re-publica.de">re:publica&#8217;09</a> gespart haben. Dort wollten wir eigentlich die Stadtverwaltung und Politik einladen um mal zu fragen, wann denn das versprochene Netz kommt. Den freien Slot k&#246;nnen wir jetzt f&#252;r andere Diskussionen verwenden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>WLAN? Berlin bleibt offline</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 14:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da war ja noch was: Das WLAN f&#252;r Berlin. Wird gerne von der Politik verk&#252;ndet, kommt aber immer noch nicht.  „Wir befinden uns in intensiven Gespr&#228;chen&#8221; zitiert die Morgenpost eine Sprecherin des Wirtschaftssenators: Berlin bleibt offline &#8211; Kein &#246;ffentliches Wlan. Da muss man sich keine neuen Botschaften &#252;berlegen, sondern kann die alten Konserven wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da war ja noch was: Das WLAN f&#252;r Berlin. Wird gerne von der Politik verk&#252;ndet, kommt aber immer noch nicht.  „Wir befinden uns in intensiven Gespr&#228;chen&#8221; zitiert die Morgenpost eine Sprecherin des Wirtschaftssenators: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1035489/Berlin_bleibt_offline_Kein_oeffentliches_Wlan.html">Berlin bleibt offline &#8211; Kein &#246;ffentliches Wlan</a>. Da muss man sich keine neuen Botschaften &#252;berlegen, sondern kann die alten Konserven wieder kommunizieren, wie seit Jahren. Das hab ich auch schon 2006 genau so geh&#246;rt.</p>
<blockquote><p> Dabei hatte Wolf zuletzt bei der Vorstellung des Berichts &#252;ber die Kreativwirtschaft in der Stadt die Einrichtung eines solchen Netzes angek&#252;ndigt und als wichtigen Baustein f&#252;r die Attraktivit&#228;t Berlins f&#252;r Kulturschaffende bezeichnet.[...] Doch so weit ist es offenbar noch lange nicht. Selbst die von Wolf vor einem halben Jahr angek&#252;ndigten Pilotprojekte, die einen Wlan-Zugang an ausgew&#228;hlten Orten der Stadt erm&#246;glichen sollen, sind nicht in Sicht. „Seit drei Jahren bestehen Kontakte zu einigen wenigen interessierten Unternehmen“, hie&#223; es zuletzt im Sommer letzten Jahres in der Antwort des Wirtschaftssenators auf eine kleine Anfrage im Parlament. „Bisher haben sich diese Kontakte nicht zu umsetzungsf&#228;higen Vorhaben konkretisiert.“ </p></blockquote>
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		<title>Bundestag: Von Kinderpornografie zum Urheberrecht in 12 Minuten</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 15:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Matthias Schindler berichtet gerade per Twitter von der Bundestags-Anh&#246;rung zu den Kinderpornografie-Sperren, f&#252;r die Familienministerin Ursula von der Leyen &#8220;an allen Fronten&#8221; k&#228;mpfen will. Wie gef&#228;hrlich es ist, einmal mit so einer Zensur-Infrastruktur anzufangen, weil dann alle m&#246;glichen Begehrlichkeiten entstehen, wurde dabei erstaunlich schnell klar:
&#8220;Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte f&#228;llt das Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mathias-schindler.de/">Matthias Schindler</a> <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202748035">berichtet gerade per Twitter</a> von der <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a22/a22_nm/oeffentliche_Sitzungen/a22_uanm_to24/a22_uanm_to24.pdf">Bundestags-Anh&#246;rung zu den Kinderpornografie-Sperren</a>, f&#252;r die Familienministerin Ursula von der Leyen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/132448">&#8220;an allen Fronten&#8221;</a> k&#228;mpfen will. Wie gef&#228;hrlich es ist, einmal mit so einer <a href="http://www.efa.org.au/Issues/Censor/cens3.html">Zensur-Infrastruktur</a> <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202748035">anzufangen</a>, weil dann alle m&#246;glichen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/122423">Begehrlichkeiten</a> entstehen, wurde dabei <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202781066">erstaunlich schnell klar</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte f&#228;llt das Wort Urheberrecht.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Update:</strong> Fefe hat noch ein <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b76af43d">nettes Detail</a>. Der CCC hat Andreas Bogk hingeschickt, und der</p>
<blockquote><p>&#8220;hat da &#246;ffentlich das Detail angesprochen, dass ein Gro&#223;teil der von den Skandinaviern gefilterten Domains in Deutschland liegen. Da war die von der Leyen pl&#246;tzlich ganz klein mit Hut.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Ein WLAN f&#252;r Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 12:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren setzen wir uns hier im Blog f&#252;r eine Internet-Grundversorgung in Deutschland ein. Die WLAN-Technologie bietet sich daf&#252;r an. Normalerweise h&#246;rt man st&#228;ndig dasselbe von Seiten der Regierung und Wirtschaft, wenn man dies in Gespr&#228;chsrunden und/oder auf Podiumsdiskussionen vertritt: Eine Internet-Grundversorgung sei ein unn&#246;tiger Eingriff in den Markt. Oftmals f&#228;llt dann noch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren setzen wir uns hier im Blog f&#252;r eine Internet-Grundversorgung in Deutschland ein. Die WLAN-Technologie bietet sich daf&#252;r an. Normalerweise h&#246;rt man st&#228;ndig dasselbe von Seiten der Regierung und Wirtschaft, <a href="http://netzpolitik.org/2008/kommentar-zum-it-gipfel/">wenn man dies in Gespr&#228;chsrunden und/oder auf Podiumsdiskussionen vertritt</a>: Eine Internet-Grundversorgung sei ein unn&#246;tiger Eingriff in den Markt. Oftmals f&#228;llt dann noch das Wort &#8220;Sozialismus&#8221;. Und der Markt soll das in Deutschland mal von alleine regeln. Man k&#246;nnte es auch als fehlenden politischen Willen bezeichnen.</p>
<p>Interessant ist daher der Hinweis, dass der scheidende Vorsitzende der US-Regulierungsbeh&#246;rde Federal Communications Commission (FCC) (Etwas vergleichbar mit unserer Bundesnetzagentur) laut Heise in seiner letzten Kommissionssitzung im Dezember noch die Weichen f&#252;r ein landesweites Gratis-WLAN stellen will: <a href="http://www.heise.de/newsticker/US-Regulierer-will-landesweites-Gratis-WLAN-vorantreiben--/meldung/119687">US-Regulierer will landesweites Gratis-WLAN vorantreiben</a>. Der Republikaner Kevin Martin m&#246;chte demnach, dass der Gewinner eines zur Versteigerung anstehenden Frequenzspektrums die WLAN-Grundversorgung leisten soll. Das ist eine politische Entscheidung, die man auch in Deutschland umsetzen kann. Der FCC-Plan ist, dass der k&#252;nftige Lizenzinhaber des Spektrums zwischen 2155 und 2175 MHz ein Viertel davon f&#252;r die WLAN-Grundversorgung reservieren soll. Mit niedriger Bandbreite soll dabei eine Grundversorgung gew&#228;hrleistet werden. Wer schnelleres Internet haben m&#246;chte, kann immer noch auf den Markt zur&#252;ckgreifen. Das wird funktionieren. Problematisch bei den Pl&#228;nen der FCC ist jedoch ein Jugendschutzfilter, der dabei verwendet werden soll. Das geht gar nicht.</p>
<p>Auch in Deutschland haben wir aktuell wieder die Diskussion &#252;ber eine neue Frequenznutzung im Rahmen der digitalen Dividende. Ein Teil des Spektrums wird frei, weil der Rundfunk digitalisiert wird. Zwar wollen die Rundfunkbetreiber weiterhin die Frequenzen nutzen, aber technisch gesehen brauchen sie nur noch ein Drittel der bisher genutzten Frequenzen. Und man sollte immer bedenken, dass <a href="http://carta.info/2274/stadelmaier-digitale-dividende-rundfunk-first/">Rundfunkfrequenzen ein &#246;ffentliches Gut sind</a>. Sie sind ein Kulturgut, geh&#246;ren damit uns allen und nicht den Sendern, die sie die letzten Jahrzehnte genutzt haben. Und daher sollte man diese auch nicht privatisieren, indem sie an Telekommunikationsanbieter versteigert werden. Es sei denn, man setzt konsequent eine Idee wie die der FCC um und verpflichtet die Telekommunikationsanbieter, eine Internet-Grundversorgung zu schaffen.</p>
<p>Damit k&#246;nnte man dann ein &#8220;WLAN f&#252;r Deutschland&#8221; schaffen und allen B&#252;rgern eine Internet-Grundversorgung f&#252;r die aktive Teilhabe an der digitalen Gesellschaft erm&#246;glichen.</p>
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		<title>Junger Mann wegen Schwarzsurfens erwischt</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 11:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im baden-w&#252;rttembergischen Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) ist ein 27. Jahre junger Mann zuletzt festgenommen worden, weil er sich verd&#228;chtig machte: Er wurde Nachts vor einem Haus mit seinem Notebook sitzend von der Polizei angetroffen und klappte verd&#228;chtig sein Notebook zu. Nun hat er wohl eine Anklage wegen &#8220;Schwarzsurfens&#8221; am Hals: Polizei erwischt &#8220;Schwarzsurfer&#8221;.
Es ist aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im baden-w&#252;rttembergischen Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) ist ein 27. Jahre junger Mann zuletzt festgenommen worden, weil er sich verd&#228;chtig machte: Er wurde Nachts vor einem Haus mit seinem Notebook sitzend von der Polizei angetroffen und klappte verd&#228;chtig sein Notebook zu. Nun hat er wohl eine Anklage wegen &#8220;Schwarzsurfens&#8221; am Hals: <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/polizei-erwischt-schwarzsurfer/">Polizei erwischt &#8220;Schwarzsurfer&#8221;.</a></p>
<p>Es ist aber unter Juristen umstritten, ob es tats&#228;chlich einen Tatbestand des &#8220;Schwarzsurfens&#8221; gibt. Das h&#228;lt die Polizei aber nicht ab:</p>
<blockquote><p>„Es kommen verschiedene Tatbest&#228;nde in Betracht“, sagt Edwin Dobler von der zust&#228;ndigen Polizeidirektion Sigmaringen. Er best&#228;tigt, dass es den Ermittlern im vorliegenden Fall um das Einloggen selbst geht und nicht um kriminelle Inhalte. Derzeit pr&#252;fe ein Spezialist f&#252;r Computerkriminalit&#228;t, „wo der Verd&#228;chtige sich eingeloggt hat und welche Daten da geflossen sind.“ Denkbar sei, dass der Mann einen Internetzugang nutzen wollte, ohne daf&#252;r zu bezahlen. Es werde ebenfalls gepr&#252;ft, ob der Mann „Daten ausgesp&#228;ht“ oder mit seiner „Funkanlage“ Nachrichten abgeh&#246;rt habe – so hei&#223;t es im Juristendeutsch in den Paragraphen aus insgesamt drei Gesetzen, die f&#252;r das W-Lan-Surfen in Frage kommen. </p></blockquote>
<p>Die Taz zitiert noch Frank Rosengart vom CCC:</p>
<blockquote><p>„Nach den Berichten der letzten Zeit sollte man allerdings vom Laptop-Gebrauch in der &#214;ffentlichkeit abraten.“ Es bestehe immer die Gefahr, dass „das Notebook mit der fast abgabefertigen Diplomarbeit konfisziert wird“.</p></blockquote>
<p>Eine logische Forderung ist, dass kommunale WLAN-Netze nicht nur die Gefahr des &#8220;Schwarzsurfens&#8221; beheben, sondern auch noch einen sinnvollen Beitrag zum Abbau der digitalen Spaltung in Deutschland bieten. </p>
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		<title>Kein gut Gl&#252;ck mit Alice</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 23:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Pohl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade eben ist es passiert, ich tippe wikipedia in meine Firefox-Adressleiste und ich komme nicht wie erwartet auf Wikipedia, sondern auf eine Seite von meinem Internetprovider. Der sagt mir, dass er dass von mir Gesuchte nicht finden kann. Schade, dabei ist Wikipedia recht bekannt. Aber Alice wei&#223; sich und mir zu helfen.
&#8220;Die eben angezeigte Suchergebnisseite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/alice_entfuehrt1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-6624" src="http://netzpolitik.org/wp-upload/alice_entfuehrt1.png" alt="Alice hijackt die Google Firefox gut Gl&#252;ck Suche" width="400" height="141" /></a>Gerade eben ist es passiert, ich tippe wikipedia in meine Firefox-Adressleiste und ich komme nicht wie erwartet auf Wikipedia, sondern auf eine Seite von meinem Internetprovider. Der sagt mir, dass er dass von mir Gesuchte nicht finden kann. Schade, dabei ist Wikipedia recht bekannt. Aber Alice wei&#223; sich und mir zu helfen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die eben angezeigte Suchergebnisseite bieten wir Ihnen an, um Ihren Aufenthalt im Internet produktiver zu machen.  F&#252;r diesen Service wurde keine Software auf Ihrem Computer installiert. 					&#8220;</p></blockquote>
<p>Na da bin ich aber froh. <a href="https://www.alice-dsl.de/kundencenter/export/de/al/optout/optout.html">Alice schlaumayert und bietet</a> mir dann noch einen Link zum Opt-Out im Kundenzenter. Na das werde ich gleich machen, wenn ich dass Passwort finde. Dass Kundenzenter hatte mich bisher n&#228;mlich nicht interessiert. Ich m&#246;chte es mal so formulieren: Alice! Hau ab aus meiner Leitung! Bisher war es ein Klick, dank Dir sind es jetzt 2 zus&#228;tzlich, wenn ich die tld in der Adressleiste weglasse. Komisch nur, dass heise ohne tld gefunden wird.</p>
<p>Ich fand die Gut-Gl&#252;ck-Suche jedenfalls super. Mir muss da nicht ungefragt geholfen werden. Und schon gar nicht aus Eigennutz. Jetzt muss man ja nicht mehr nur Angst vor Google haben, sondern auch noch vor Suchanfragen-Hijacking von Providern bzw. Medienkonzernen, die sich nicht mal selber finden k&#246;nnen. Das kann nicht war sein: Kein gut Gl&#252;ck f&#252;r &#8220;aol&#8221;!</p>
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		<title>Ziele zum Abbau der digitalen Spaltung in Grossbritanien</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2008/ziele-zum-abbau-der-digitalen-spaltung-in-grossbritanien/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 12:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Grossbritanien ist heute der Tag der starken Worte zur &#220;berwindung der Digitalen Spaltung. Premierminister Brown hat auf dem Labour-Parteitag ein Finanzierungsprogramm f&#252;r sozial schwache B&#252;rger mit Schulkindern angek&#252;ndigt. Diese sollen im Rahmen eines 300 Millionen Pfund Budgets Beihilfen in H&#246;he von bis zu 700 Pfund erhalten, um Computer und Internetzugang zu finanzieren: Britische Geringverdiener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Grossbritanien ist heute der Tag der starken Worte zur &#220;berwindung der Digitalen Spaltung. Premierminister Brown hat auf dem Labour-Parteitag ein Finanzierungsprogramm f&#252;r sozial schwache B&#252;rger mit Schulkindern angek&#252;ndigt. Diese sollen im Rahmen eines 300 Millionen Pfund Budgets Beihilfen in H&#246;he von bis zu 700 Pfund erhalten, um Computer und Internetzugang zu finanzieren: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Britische-Geringverdiener-sollen-Geld-fuer-Internetanschluss-bekommen--/meldung/116351">Britische Geringverdiener sollen Geld f&#252;r Internetanschluss bekommen.</a></p>
<p>Der konservative B&#252;rgermeister von London, Boris Johnson, will hingegen London zu einer &#8220;wi-fi city&#8221; ausbauen und fl&#228;chendeckend WLAN anbieten. Die BBC zitiert ihn: <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/london/7631163.stm">Mayor sees London as &#8216;wi-fi city&#8217;.</a></p>
<blockquote><p>&#8220;[But] what we need is a city where anywhere you go, you can log on, you can get on the web. &#8220;They&#8217;ve done it in other parts of the world; why on earth can&#8217;t we do it? &#8220;I think that&#8217;s the way we should be going, rather than bunging money to people, which sounds a bit like a desperate bribe by the prime minister,&#8221; he added. &#8220;Let&#8217;s look at ways that we can improve the infrastructure in this city so that there&#8217;s wi-fi access everywhere.&#8221; </p></blockquote>
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		<title>Ars Electronica: Eine neue &#214;konomie?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2008 15:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Wolf Lindstrot f&#252;r netzpolitik.org:
Fast 30 Jahre alt und immer noch rebellisch? Zumindest mutet das Motto der diesj&#228;hrigen Ars Electronica, die am Dienstag zu Ende gegangen ist, recht radikal an: „A New Cultural Economy – Wenn Eigentum an seine Grenzen st&#246;&#223;t“. Auf dem Cover des Festival-Programms tobt die Schlacht: Ein Dollar-Pacman-Monster frisst Copyright-Symbole, dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastbeitrag von <strong>Wolf Lindstrot</strong> f&#252;r netzpolitik.org:</p>
<p>Fast 30 Jahre alt und immer noch rebellisch? Zumindest mutet das Motto der diesj&#228;hrigen <a href="http://www.aec.at/de/festival2008/index.asp">Ars Electronica</a>, die am Dienstag zu Ende gegangen ist, recht radikal an: „A New Cultural Economy – Wenn Eigentum an seine Grenzen st&#246;&#223;t“. Auf dem Cover des Festival-Programms tobt die Schlacht: Ein Dollar-Pacman-Monster frisst Copyright-Symbole, dabei hagelt es Bomben an Piraten-Fallschirmen – all dies unter den wachsamen Kamera-Augen eines Urheberrechtsparagrafen. Wenn dann noch mit Joichi Ito der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von „Creative Commons“ das zweit&#228;gigen Themensymposium kuratiert, dann sollte den VertreterInnen der alten Ordnung wohl Angst und Bange werden. Zur Er&#246;ffnung der Konferenz am Freitag jedoch eher beschwichtigende T&#246;ne von Ito &#8211; gegen simple bin&#228;re Frontstellungen zwischen Urheberrechts-InhaberInnen und PiratInnen, f&#252;r genaues Hinsehen: Was passiert zwischen Mainstream-Medien und BloggerInnen? Wie nutzen Leute die bestehenden Gesetze, um ihre Vorstellungen von einer &#214;konomie des Teilens umzusetzen?</p>
<p>Der Widerspruch, der zum Thema aller Vortr&#228;ge des Symposiums wird, formulieren die Macher der Ars Electronica folgenderma&#223;en: Die „junge Generation“ will nicht mehr nur passiv konsumieren, sondern partizipieren, sich selbst ausdr&#252;cken, Vorgefundenes remixen und die Ergebnisse mit anderen teilen. Und die kritische Masse ist erreicht: Produktion und Vertrieb von kulturellen und wissenschaftlichen Erzeugnissen sind durch die Entwicklung der Technik und der Vernetzung so einfach geworden, dass die alte Spaltung in wenige professionelle Medien- und Kultur- ArbeiterInnen einerseits und die gro&#223;e, konsumierende Masse andererseits aufgehoben ist. Wir leben in einer Wissensgesellschaft, die eine &#214;konomie des Teilens braucht, um des kulturellen, wissenschaftlichen und &#246;konomischen Fortschritts willens. Deshalb m&#252;ssen, nachdem die Praxis im Internet Fakten geschaffen hat, endlich Wirtschaft, Politik und Gesetzgebung angepasst werden. Die Diskussion dar&#252;ber will die Ars Electronica jedoch nicht den JuristInnen, ManagerInnen und PolitikerInnen &#252;berlassen. Gefragt sind andere ExpertInnen, n&#228;mlich „wir“: die Internet-NutzerInnen, BloggerInnen, K&#252;nstlerInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen f&#252;r freie Software und freie Kultur.</p>
<p>So weit so gut, nahm man von der Ars Electronica 2008 jedoch auch Antworten auf die aufgeworfenen Fragen mit nach Hause? Harvard-Professor <a href="http://www.benkler.org/">Yochai Benkler</a> definiert den neuen Produktionsmodus als „Commons-Based Peer Production“. F&#252;r ihn leben wir in einer „Netzwerk-Informationsgesellschaft“, in der gemeinsames Handeln und freier Austausch vom Rand ins Zentrum der Wertsch&#246;pfung verlagert wurden. Benklers Ziel ist eine partizipatorischere Kultur, die zwar nicht unbedingt zur absoluten demokratischen Utopie f&#252;hren muss, aber die Gesellschaft zumindest demokratischer machen k&#246;nnte. Die klassischen Unternehmen werden nicht verschwinden, m&#252;ssen sich aber ver&#228;ndern, von geschlossenen zu durchl&#228;ssigeren Systemen. Das schlie&#223;t eine st&#228;rkere Einbeziehung der KundInnen ein, betrifft aber auch die internen Strukturen, die hin zu flacheren Hierarchien, mehr kollektivem Arbeiten im Team und mehr Freiheiten und Autonomie f&#252;r die Angestellten ver&#228;ndert werden m&#252;ssen.</p>
<p><a href="http://www.irs-net.de/anzeigen.php?choice1=kurzviten&#038;choice2=wissen">Markus Wissen</a> vom Leibniz-Institut f&#252;r Regionalentwicklung und Strukturplanung wendete ein, dass von einer neuen, kollektiven Produktionsweise nicht die Rede sein kann, da Kooperation schon immer dem Kapitalismus inh&#228;rent war. Neu ist hingegen, dass im Internet auch der Prozess der Aneignung der produzierten G&#252;ter kollektiv geworden ist, ob nun auf legalem Wege durch Nutzung freie Lizenzen oder illegal durch Software-, Musik- und andere Piraterie. Das Augenmerk ist also nicht auf die Produktionsformen im Internet, sondern auf die neuen Aneignungsformen zu legen. Zur&#252;ck zur Wirtschaft: Auch f&#252;r <a href="http://www.mediafuturist.com/">Gerd Leonhard</a> ist die Zeit vorbei, in der mit der vollst&#228;ndigen Kontrolle &#252;ber mediale Produkte und insbesondere dem exklusiven Recht, Kopien zu erstellen, Geld verdient werden konnte. Da „frei“ aber nicht bedeuten soll, dass die ErschafferInnen von Musik oder Filmen leer ausgehen, schl&#228;gt er Lizenzen vor, die einen offenen Zugang zu Kultur erm&#246;glichen. Die Neuerung soll darin bestehen, die Lizenzen nicht mehr an einzelne KundInnen sondern an die Netzwerke zu vergeben. Wer also die Infrastruktur bereitstellt, &#252;ber die die NutzerInnen an die Medieninhalte gelangen, soll an die ProduzentInnen der Inhalte zahlen. Leonhard sieht hier  verschiedene m&#246;gliche Varianten: Die Infrastruktur-BetreiberInnen schlagen die Lizenzkosten auf die Nutzungspreise drauf, die Lizenzkosten werden durch Steuern abgedeckt, oder das Ganze wird durch Werbung finanziert. Problematisch wird bei diesem Modell das Messen der tats&#228;chlichen Popularit&#228;t von Inhalten – deren Kenntnis ist Voraussetzung, um die ErstellerInnen proportional zur Nutzung ihrer Erzeugnisse entlohnen zu k&#246;nnen. Leonhard gibt zu, dass hier Datenschutz-Fragen relevant werden k&#246;nnten.</p>
<p>In mehreren Beitr&#228;gen zum Symposium wurde hervorgehoben, dass die Wirtschaft, insbesondere in Form der gro&#223;en Unternehmen, die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt habe und beispielsweise durch das Beharren auf ein veraltetes Urheberrecht dabei sei, Chancen zu verpassen. Nicht ganz klar wurde, ob man wirklich der Meinung ist, dass die Wirtschaft zu vernagelt ist, um Profitchancen zu erkennen, und deshalb Beratung von Seiten der Ars Electronica ben&#246;tigt. Oder wird hier nur das angestrebte Ziel der „Sharing Economy“ samt freier Software und freier Kultur in eine Sprache gepackt, die es den Entscheidungstr&#228;gerInnen in Wirtschaft und Politik schmackhaft machen soll? Bei der <a href="http://missionfuture.trendpool.com/">„Mission Future“-Konferenz</a>, die ebenfalls im Rahmen der Ars Electronica stattfand, wurde diese Frage schon im Titel beantwortet: „Initiative to create tomorrow’s economy“. Hier  ging es tats&#228;chlich um eine Selbstverst&#228;ndigung der Wirtschaft dar&#252;ber, wie mit den neuen Gegebenheiten im Internet umzugehen ist. Anwesend waren Vertreter gro&#223;er Unternehmen (Vodafone, Redhat), noch kleiner Startups (SellaBand) und gro&#223; gewordener Startups (Xing). Der Tenor ging hier zumeist in die gleiche Richtung: Geld ist zuk&#252;nftig in erster Linie mit der Infrastruktur zu verdienen, nicht mit den Inhalten selbst. Eine Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Eigentums hat jedoch auch ein Unternehmen wie <a href="http://www.sellaband.com">Sellaband</a> nicht, das versucht, die Bereitstellung einer Online-Infrastruktur neuen Typs mit der klassischen Rolle einer Plattenfirma zu verbinden.</p>
<p>Symposiums-Redner <a href="http://people.redhat.com/tiemann/">Michael Tiemann</a>, der bereits 1989 mit Cygnus Solutions das erste Unternehmen gr&#252;ndete, das Geld mit freier Software verdiente, will der Krise der Musikindustrie anderes begegnen: Inspiriert durch die <a href="http://www.slowfood.de/wirueberuns/">Slow Food-Bewegung</a> m&#246;chte er die Produktion von „guter, sauberer und fairer“ Musik unterst&#252;tzen. Seine Mittel dazu: die Verwendung von Creative Commons-Lizenzen und der Bau eines neuen <a href="http://www.manifoldrecording.com/">Aufnahmestudios</a>. Auf dem „A New Cultural Economy“-Symposium gestattete man sich aber auch Philosophischeres: <a href="http://www.culture.hu-berlin.de/tm/">Thomas Macho</a> und <a href="http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/">Volker Grassmuck</a> hoben in ihren Betrachtungen der Begriffsgeschichten von „Eigentum“ und „Diebstahl“ darauf ab, dass Diebstahl, Piraterie und Plagiarismus essenziell sowohl f&#252;r jeden kreativen Prozess als auch f&#252;r den &#246;konomischen Fortschritt sind. Von Roland Barthes stammt im literarischen Kontext beispielsweise die Aussage, dass das Begehren des Autors zu schreiben seinen Ausgangspunkt immer im Lesen hat, dass jedes Schreiben also mit einer Nachahmung, einem Plagiat beginnt. Auch verwiesen wurde auf die verdr&#228;ngte Geschichte der massiven und systematischen Verletzung von ausl&#228;ndischen Urheberrechten durch die Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert, die die Basis f&#252;r den sp&#228;teren Aufstieg zur &#246;konomischen Weltmacht legte. Ein weiteres interessantes Beispiel sind die Urspr&#252;nge der florierenden nigerianischen Filmindustrie („<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nollywood">Nollywood</a>“, weltweit drittst&#228;rkste hinter Hollywood und Bollywood) in dem nigerianischen Handel der 70er und 80er Jahre mit Raubkopien ausl&#228;ndischer Produktionen auf VHS-Kassetten.</p>
<p>Markus Wissen hegte bez&#252;glich des Mottos der Ars Electronica begr&#252;ndete Zweifel: Global betrachtet kann keine Rede davon sein, dass geistiges Eigentum an seine Grenzen st&#246;&#223;t. Im Bereich der Biotechnologie kommt es seit einiger Zeit vielmehr zu einer massiven Ausweitung von geistigen Eigentumsrechten, wenn n&#228;mlich Firmen Patente auf Lebensformen, beispielsweise in Form von Saatgut, erlangen. Kollektive Praktiken der Wissensproduktion, z.B. der Saatgut-Tausch, erleben nicht wie im Medien- und IT-Bereich einen Aufschwung, sondern werden eingeschr&#228;nkt oder ganz verhindert. Wenn in diesem Bereich &#252;berhaupt die Rede davon sein kann, dass Eigentum an eine Grenze st&#246;&#223;t, dann sind das Grenzen, die durch den aktiven Widerstand der Leidtragenden dieser Entwicklung gesetzt werden. Solcher Widerstand spielt sich auf juristischer, politischer oder auch alltagspraktischer Ebene ab. Nebenbei sei bemerkt, dass im biotechnologischen Bereich die Rollen vertauscht sind: Hier bewaffnen sich die „Piraten“ mit Patenten, anstatt diese zu brechen &#8211; mit dem Begriff „Biopiraterie“ wird die Nutzung des Rechts auf „geistiges Eigentum“ (z.B. durch Patente) zur Privatisierung und Aneignung von Lebensformen sowie des Wissens um ihre Nutzung kritisiert. </p>
<p>Mehrere AutorInnen des Buches „<a href="http://www.freienetze.at">Freie Netze, freies Wissen</a>“ stellten ihr Projekt „Wissensraum Linz“ vor, das f&#252;r die Umsetzung von Themen wie Freie Software, <a href="http://ocw.mit.edu/OcwWeb/web/about/about/index.htm">Open Courseware</a> und Freie Funknetze auf lokaler Ebene eintritt. Ein offenes WLAN und frei verf&#252;gbarer Webspace f&#252;r alle werden dabei als B&#252;rgerInnenrecht und Teil der von der &#246;ffentlichen Hand bereitzustellenden Grundversorgung eingefordert. Generell w&#252;nschen sich die AktivistInnen eine ver&#228;nderte Rolle des Staates, die weniger kontrollierenden und sanktionierenden als vielmehr unterst&#252;tzenden und aktivierenden Charakter haben soll. Yochai Benkler wies in der Diskussion darauf hin, dass die Grenzen zwischen dem verschwimmen, was politisch klassischerweise „rechts“ und „links“ war, wenn sich der libert&#228;re, staatskritische Hacker-Ethos und Creative Commons-Ansatz, in Benklers US-amerikanischem Koordinatensystem eher rechts verortet, mit linken Forderungen an den Staat nach Bereitstellung von Infrastruktur f&#252;r die Netzgesellschaft mischt. Auch wenn man dies im europ&#228;ischen Kontext vermutlich anders formulieren w&#252;rde, so ist die Frage berechtigt, ob sich das Selbstbewusstsein, mit dem die Internetgemeinde auf erfolgreiche Gra&#223;wurzel-Projekte wie Wikipedia, Freie Software und Peer2Peer-Tauschb&#246;rsen blicken kann, mit den diskutierten Forderungen an Staat und Wirtschaft vertr&#228;gt.</p>
<p>In der Diskussion wies die im Publikum anwesende &#246;sterreichische Gr&#252;nen-Abgeordnete im Europaparlament <a href="http://www.gruene.at/personen/eva_lichtenberger/">Eva Lichtenberger</a> jedenfalls darauf hin, dass das politische System weit zur&#252;ck gefallen ist hinter die Realit&#228;ten im Internet und die Wunsch-Vorstellungen der AktivistInnen: Im Europaparlament stellen die Bef&#252;rworterInnen der Sharing Economy eine kleine Minderheit dar. Und die konkreten legislativen Entwicklungen in den Mitgliedsstaaten der EU gehen eher in die <a href="http://netzpolitik.org/2008/franzoesisches-kabinett-beschliesst-internetsperrungen/">entgegengesetzte Richtung</a>. Lichtenberger f&#252;hrt dies auf ein Generationenproblem zur&#252;ck: Die Entscheidungstr&#228;gerInnen seien zu alt, um die technologische und gesellschaftliche Entwicklung erfassen zu k&#246;nnen. Sie formulierte ihren Einwurf als einen „Hilferuf“ an die Anwesenden, die sie aufforderte, sich bei ihren EuropaparlamentarierInnen f&#252;r eine andere Politik einzusetzen.</p>
<p>Blogger und Unternehmer <a href="http://www.isaacmao.com/meta/">Isaac Mao</a> beleuchtete den „Sharism“ aus chinesischer Perspektive. Er sieht drei fundamentale Voraussetzungen f&#252;r den &#220;bergang zu einer &#214;konomie des freien Austauschs in Kultur und Medien, die immer wieder Gefahr geraten und gesch&#252;tzt werden m&#252;ssen: technologisch den freien Zugang zu den Netzwerken, politisch das Recht auf freie Rede und kulturell die Bef&#228;higung zu freiem Denken. F&#252;r die Zukunft Chinas ist er jedoch optimistisch: Die „<a href="http://netzpolitik.org/2008/china-internetzensur-waehrend-der-olympiade/">Great Chinese Firewall</a>“ sei an vielen Stellen l&#246;chrig und werde irgendwann &#252;berwunden werden &#8211; „Wenn alle &#8217;sharen&#8217;, wird Zensur sinnlos!“. Ein konkretes Projekt zur F&#246;rderung von freier Rede und freiem Denken stellte Georgia Popplewell von <a href="http://de.globalvoicesonline.org/">Global Voices</a> vor: Unz&#228;hlige ehrenamtliche RedakteurInnen und &#220;bersetzerInnen versuchen, die lesenswerten und glaubw&#252;rdigen Beitr&#228;ge aus der globalen Blogosph&#228;re zu fischen und &#252;ber Sprachbarrieren hinweg zu verbreiten. Audio-Aufnahmen der Beitr&#228;ge des Ars Electronica-Symposiums und andere Podcasts stehen &#252;brigens auf der <a href="http://www.aec.at/en/festival2008/stream/podcasts.asp">Webseite</a> des Festivals als mp3s zum Download bereit.</p>
<p>Drumherum tobte wieder mal die Kunst durch Linz: <a href="http://www.yannmarussich.ch/">Yann Marussich</a> schwitzte <a href="http://www.aec.at/en/festival2008/program/project.asp?parent=14382&#038;iProjectID=14502">blau</a>, &#214;1 <a href="http://www.aec.at/en/festival2008/program/project.asp?parent=14446&#038;iProjectID=14454">verschenkte</a> 1GB-Sticks mit frei lizenzierten Daten aus dem Internet, Studierende der Universit&#228;t Tokio sowie slowenische K&#252;nstlerInnen best&#252;ckten Ausstellungen mit ihren Werken, und bei der „Linzer Klangwolke“ wurden die Donau, ihre Ufer und nahe liegende Geb&#228;ude zur B&#252;hne f&#252;r eine mal nachdenkliche mal bombastische Erz&#228;hlung eines Lebenslaufs in der b&#252;rgerlichen Gesellschaft.</p>
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		<title>Christof Fjellner (MdEP) on Telecoms Package</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 01:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wetter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Today in Bruxelles we spoke with Christofer Fjellner, Member of the European Parliament for the Swedish Conservative Party, about the telecom-packet; it itends, it actual state and the issues of filtering and netneutrality.
 
Besides that he tells us how it feels to discuss &#8211; as the second youngest member of parliament &#8211; such topics with [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Today in Bruxelles we spoke with <a href="http://www.joinfjellner.nu/">Christofer Fjellner</a>, Member of the European Parliament for the Swedish Conservative Party, about the telecom-packet; it itends, it actual state and the issues of filtering and netneutrality.</p>
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<p>Besides that he tells us how it feels to discuss &#8211; as the second youngest member of parliament &#8211; such topics with his older collegues. Thanks for the Interview, Christof!</p>
<p>(CC-NC-ND licensed. Feel free to embed! Hosted at <a href="http://video.google.de/videoplay?docid=-1121163010550933643">Google Video</a>.)</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/nptv048_fjellner.mp4">Here is the MP4</a>.</p>
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		<title>Offenes WLAN und St&#246;rerhaftung: Neue Konfusion</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 11:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Landgericht Hamburg hat nun auch das Landgericht D&#252;sseldorf entscheiden, dass man f&#252;r den Betrieb eines offenen WLAN-Hotspots als &#8220;St&#246;rer&#8221; haftet, wenn jemand dar&#252;ber Urheberrechtsverletzungen begeht. In diesem Fall gab es einstweilige Verf&#252;gungen gegen drei Personen, die von &#8220;Gangsta-Rapper&#8221; Bushido wegen Filesharing verklagt worden waren.
Ein Rentner hatte erkl&#228;rt, er wisse gar nicht, wer oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a href="http://www.law-blog.de/323/wlan-ungesichert-stoererhaftung/">Landgericht Hamburg</a> hat nun auch das Landgericht D&#252;sseldorf entscheiden, dass man f&#252;r den Betrieb eines offenen WLAN-Hotspots als &#8220;St&#246;rer&#8221; haftet, wenn jemand dar&#252;ber Urheberrechtsverletzungen begeht. In diesem Fall gab es <a href="http://www.justiz.nrw.de/Presse/dpa_ticker/DPA_16073/index.php">einstweilige Verf&#252;gungen</a> gegen drei Personen, die von &#8220;Gangsta-Rapper&#8221; Bushido wegen Filesharing verklagt worden waren.</p>
<blockquote><p>Ein Rentner hatte erkl&#228;rt, er wisse gar nicht, wer oder was Bushido sei und habe auch kein Programm, um Musik aus dem Internet herunterzuladen. Ein Ehepaar hatte angegeben, zur fraglichen Zeit sei nachweisbar niemand an ihrem Computer gewesen. Das Gericht befand, dass es darauf nicht ankommt und wendete den Grundsatz der &#8220;St&#246;rerhaftung&#8221; an.</p></blockquote>
<p>Nachdem gerade vor neun Tagen das <a href="http://netzpolitik.org/2008/olg-frankfurt-keine-stoererhaftung-bei-offenem-wlan/">Oberlandesgericht Frankfurt eine St&#246;rerhaftung f&#252;r offenes WLAN ausgeschlossen</a> hatte, bringt die Entscheidung aus D&#252;sseldorf wieder neue Unsicherheit. Es wird offenbar dringend mal Zeit, dass der BGH sich damit befasst. Falls dieser Unsinn mit der St&#246;rerhaftung sich durchsetzen sollte, k&#246;nnen wir demn&#228;chst auch alle offenen Hotspots in Cafes, Hotels oder anderswo vergessen. In der gleichen Logik stellt sich mir dazu die Frage: Wenn ich von meinem eigenen DSL-Anschluss aus Filesharing betreibe, haftet dann eigentlich auch mein Internet-Anbieter als Mitst&#246;rer?</p>
<p>F&#252;r offene WLAN-Hotspots gibt es nat&#252;rlich <a href="http://www.schneier.com/blog/archives/2008/01/my_open_wireles_1.html">diverse</a> <a href="http://netzpolitik.org/2008/netzpolitik-podcast-laura-forlano-ueber-free-networks/">gute</a> <a href="http://blog.freifunk.net/2006/offene-netzwerke-auch-f-r-deutschland">Gr&#252;nde</a>.</p>
<p>via: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bushido-siegt-in-Rechtsstreit-um-Urheberrechtsverletzungen-ueber-offenes-WLAN--/meldung/112925">heise</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/716/186129/">SZ</a></p>
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		<title>Freies WLAN und der Berlin Senat</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 12:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Berliner Freifunk-Community ist eine der aktivsten Free Networks &#8211; Communties weltweit. Bisher haben die vielen fleissigen Helfer mehr als 500 Hotspots in Berlin geschaffen, die zusammen den BerlinBackBone bilden. Dabei wird die ganze Arbeit durch zivilgesellschaftliches Engagement getragen. Unterst&#252;tzung durch die Stadt gibt es keine, obwohl die vielen Initiativen die digitale Spaltung vor Ort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner <a href="http://www.freifunk.net">Freifunk-Communit</a>y ist eine der aktivsten Free Networks &#8211; Communties weltweit. Bisher haben die vielen fleissigen Helfer mehr als 500 Hotspots in Berlin geschaffen, die zusammen den <a href="http://wiki.c-base.org/coredump/BerlinBackBone">BerlinBackBone</a> bilden. Dabei wird die ganze Arbeit durch zivilgesellschaftliches Engagement getragen. Unterst&#252;tzung durch die Stadt gibt es keine, obwohl die vielen Initiativen die digitale Spaltung vor Ort verringern helfen. </p>
<p>Seit Jahren machen wir uns Gedanken, wie eine m&#246;gliche F&#246;rderung des Engagements aussehen kann. Alle ben&#246;tigten Bauteile werden durch Spenden finanziert und durch Menschen aufgebaut, die das in ihrer Freizeit tun. Oftmals sind es aber kleine Probleme, die dieses Engagement massiv bremsen: Auf welche Geb&#228;ude darf eine Antenne gesetzt werden? Wer finanziert den Strom f&#252;r die Access-Points? Viel Zeit geht bei drauf, dass z.B. mit Pfarrgemeinder&#228;ten diskutiert wird, ob man auf einen Kirchturm drauf darf oder sonstige Geb&#228;udebesitzer aufgekl&#228;rt werden m&#252;ssen. </p>
<p>F&#252;r die Stadt gibt es diverse F&#246;rderungsm&#246;glichkeiten, diese Communities zu unterst&#252;tzen, die eine Grundversorgung mit WLAN schaffen, wozu die Stadt nicht in der Lage ist. Da w&#228;ren erstmal monet&#228;re F&#246;rderungen, wie den Kauf von Infrastruktur und um Jobs zu schaffen, die die Infrastruktur weiter aufbauen und/oder pflegen. Aber wie alle wissen: Berlin ist pleite.</p>
<p>Kommen wir zu den nicht-monet&#228;ren F&#246;rderm&#246;glichkeiten. Die Stadt Berlin besitzt viele Verwaltungsgeb&#228;ude &#252;ber die ganze Stadt verteilt. Diese eignen sich oftmals prima zum aufstellen von Access-Point und/oder Antennen. Wenn die Geb&#228;ude Schulen oder andere &#246;ffentlich-zug&#228;ngliche Geb&#228;ude sind, h&#228;tte man noch den positiven Nebeneffekt, dass es dort &#252;ber Freifunk WLAN g&#228;be. Es w&#252;rde die Stadt nichts kosten, wenn Freifunk-Aktivisten diese bespielen k&#246;nnten. Die Kosten f&#252;r die Anschaffung von Hardware k&#246;nnte weiterhin &#252;ber Spenden erfolgen und das aufbauen dieser durch das ehrenamtliche Engagement erfolgen.</p>
<p>Auf der letzten FreifunkSummerConvention in Berlin haben wir uns mit dem gr&#252;nen Abgeordneten <a href="http://www.stefan-ziller.de/">Stefan Ziller</a> zusammen gesetzt, um offizielle Anfragen an den Senat zu formulieren. Die <a href="http://www.stefan-ziller.de/2008/freies-wlan-in-berlin-senat-will-berliner-wlan-netz-lieber-privatisieren/">Antworten des Senats sind jetzt da</a>. Und lesen sich ziemlich ern&#252;chternd.</p>
<blockquote><p>1. Auf welchen Standorten von Geb&#228;uden in Verantwortung der Senatsverwaltungen, der BIM, der Bezirke und landeseigener Wohnungsbaugesellschaften befinden sich Access Points o.&#228;. die dem Berliner Freifunknetz dienen (bitte um konkrete Auflistung)?</p>
<p>Zu 1.: Auf Geb&#228;uden in der Verantwortung der Senatsverwaltungen und der BIM GmbH befinden sich keine Access Points o.&#228;. Das Ergebnis einer Bezirksumfrage ist der Anlage zu entnehmen.</p></blockquote>
<p>Ausser einem Standort in Berlin-Mitte gibt es nur in Berlin-Spandau verschiedene Orte, die von der Freifunk-Community genutzt werden d&#252;rfen.</p>
<blockquote><p>2. Welche Probleme sind dabei aufgetreten, und wie wurden diese gel&#246;st ?</p>
<p>Zu 2.: Siehe Anlage zu Frage 1.</p></blockquote>
<p>Probleme sind dabei keine aufgetreten.</p>
<blockquote><p>3. Wie bewertet der Senat die Freifunk-Initiativen in Berlin hinsichtlich einer Kommunikationsnetz-Grundversorgung in Berlin ?</p>
<p>Zu 3.: Freifunknetze werden als erg&#228;nzende Versorgungsinfrastruktur vom Senat begr&#252;&#223;t.</p></blockquote>
<p>Dann ist ja alles gut.</p>
<blockquote><p>4. Was plant der Senat um dieses ehrenamtliche b&#252;rgerInnenschaftliche Engagement in Zukunft zu unterst&#252;tzen ?</p>
<p>Zu 4.: Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen besteht zurzeit kein Anlass f&#252;r den Senat, im Bereich der<br />
Berliner Freifunknetze einzugreifen.</p></blockquote>
<p>Und genau diese Antwort ist ern&#252;chternd. Niemand spricht von einer Regulierung, aber es w&#228;re eine sinnvolle und kosten-neutrale M&#246;glichkeit der Stadt, durch die Erlaubnis der Nutzung &#246;ffentlicher Geb&#228;ude diese &#8220;erg&#228;nzende Versorgungsinfrastruktur&#8221; zu verbessern und positivere  Rahmenbedingungen zu schaffen.</p>
<blockquote><p>5. Wie bewertet der Senat die Chance einer fl&#228;chendeckenden Wlan-Versorgung hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere f&#252;r Kreative in Berlin ?</p>
<p>Zu 5 : Der Senat ist davon &#252;berzeugt, dass ein solches Angebot Berlinern, Touristen aber auch Unternehmen sowie freiberuflich und kreativ T&#228;tigen eine wichtige zus&#228;tzliche flexibel und portabel nutzbare Kommunikationsinfrastruktur bieten kann. Der Senat strebt ein prim&#228;r privat finanziertes und betriebenes WLAN &#8211; Angebot f&#252;r Berlin an.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wird zurzeit gepr&#252;ft, ob auch &#246;ffentliche Standorte, wie z.B. Lichtmasten und &#246;ffentliche Geb&#228;ude zur Verf&#252;gung gestellt werden k&#246;nnen, um ein solches Netzwerk aufzubauen.
</p></blockquote>
<p>Genau diese Antwort auf die Frage habe ich nicht anders erwartet. Die Ank&#252;ndigung eines <a href="http://netzpolitik.org/2007/spd-will-freies-wlan-fuer-berlin/">WLAN-Netzes f&#252;r Berlin kursiert ja schon lange</a>. Und ich bef&#252;rchte, dass daraus nichts nachhaltiges entsteht. Die Stadt wird das WLAN-Netz an einen Anbieter ausschrieben, der dann das Monopol bekommt. Es ist auch zu erwarten, dass die kalkulierten Gesch&#228;ftsmodelle mittelfristig keinen Erfolg haben werden. Viele privatwirtschaftliche Initiativen aus den USA zeigen dies. </p>
<p>Berlin w&#252;rde bei einer solchen Strategie besser damit fahren, parallel Infrastrukturen zu f&#246;rdern, wie die Freifunk-Community sie schafft. Aber dazu muss der Wille da sein. Und der ist momentan leider nicht erkennbar. Auch haben wir dem Senat angeboten, ihn ehrenamtlich bei dieser Frage zu unterst&#252;tzen. Der Senat k&#246;nnte sich externe technische Expertise aus der Freifunk-Community holen, um sich bei allen Fragen rund um ein st&#228;dtisches WLAn fachkundig unterst&#252;tzen zu lassen. Vermutlich gibt es daf&#252;r niemanden aus der Verwaltung, der sich damit gut auskennt. Reaktion bisher: Keine.</p>
<p>Mehr Hintergrund zu diesem Thema bietet der Netzpolitik-Podcast mit Laura Forlano aus New York: <a href="http://netzpolitik.org/2008/netzpolitik-podcast-laura-forlano-ueber-free-networks/">Netzpolitik-Podcast 056: Laura Forlano &#252;ber Free Networks.</a></p>
<blockquote><p>Sie beschreibt, wie freie Community-basierte Netzwerke funktionieren, welche Unterschiede es in den globalen Initiativen (wie Freifunk.net oder Funkfeuer.at) gibt und was die techno-soziale Bewegung dahinter ausmacht. Gleichzeitig geht es um Betreibermodelle von kommunalen WLAN-Netzen, den Gr&#252;nden, warum verschiedene Initiativen und damit verbundene Gesch&#228;ftsmodelle in den USA nicht funktionieren und was die Politik machen kann, um freie Funknetze zu f&#246;rdern.</p></blockquote>
<p>Freies WLAN f&#252;r Berlin? Das wird nichts mit diesem Senat. Schade.</p>
<p>Positiver Effekt der Anfrage: Einige Stadtbezirke wurden auf Freifunk aufmerksam und fragen mittlerweile vermehrt an.</p>
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		<title>OLG Frankfurt: Keine St&#246;rerhaftung bei offenem WLAN</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 16:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr sch&#246;n: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in einem Berufungsverfahren entschieden, dass bei einem offenen WLAN keine automatische &#8220;St&#246;rerhaftung&#8221; eintritt: Gericht: Keine Haftung f&#252;r offenes WLAN.
Gegen das Urteil legte der Beklagte Berufung ein. Und mit Entscheidung vom 1. Juni hob daraufhin nun das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt das vorausgegangene Urteil auf. Die Richter verneinten dabei die sogenannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr sch&#246;n: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in einem Berufungsverfahren entschieden, dass bei einem offenen WLAN keine automatische &#8220;St&#246;rerhaftung&#8221; eintritt:<a href="http://www.heise.de/newsticker/Gericht-Keine-Haftung-fuer-offenes-WLAN--/meldung/110632/from/rss09"> Gericht: Keine Haftung f&#252;r offenes WLAN.</a></p>
<blockquote><p>Gegen das Urteil legte der Beklagte Berufung ein. Und mit Entscheidung vom 1. Juni hob daraufhin nun das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt das vorausgegangene Urteil auf. Die Richter verneinten dabei die sogenannte St&#246;rerhaftung des Beklagten. Selbst wenn ein Teil der Rechtsprechung eine anlassunabh&#228;ngige &#220;berwachungspflicht des Anschlussinhabers etwa f&#252;r Familienangeh&#246;rige annehme, gehe eine uneingeschr&#228;nkte Haftung des WLAN-Anschlussinhabers zu weit. Denn letztlich m&#252;sse der Betroffene damit f&#252;r das vors&#228;tzliche Verhalten beliebiger Dritter einstehen, die mit ihm in keinerlei Verbindung st&#252;nden. Die St&#246;rerhaftung erfordere die vorausgegangene Verletzung von Pr&#252;fungspflichten. Solche Pr&#252;fungspflichten best&#252;nden f&#252;r den Anschlussinhaber aber &#252;berhaupt erst dann, wenn ihm konkrete Anhaltspunkte f&#252;r rechtswidrige Handlungen Dritter bekannt seien, argumentieren die Richter des OLG Frankfurt.</p></blockquote>
<p>(OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 1.7.2008, Aktenzeichen 11 U 52/07)</p>
<p>Es ging nat&#252;rlich wieder mal um Urheberrechtsabmahnungen, wie so oft von der Firma Logistep.</p>
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		<title>Netzpolitik-Podcast 056: Laura Forlano &#252;ber Free Networks</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 18:31:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ In New York habe ich die Wissenschaftlerin und Free Networks-Aktivistin Laura Forlano &#252;ber freie Funknetzwerke und kommunale WLAN-Initiativen in den USA f&#252;r den Netzpolitik-Podcast interviewt. In dem knapp 40 Minuten langen Interview erz&#228;hlt sie, was ihre Initiative nycwireless vor Ort macht und wie sie entstanden ist. Sie beschreibt, wie freie Community-basierte Netzwerke funktionieren, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://netzpolitik.org/wp-upload/img_1595.jpg'><img src="http://netzpolitik.org/wp-upload/img_1595.jpg" alt="" title="img_1595" width="219" height="320" class="alignnone size-full wp-image-6098" style="float:left;margin-right:1em;margin-bottom:1em;" /></a> In New York habe ich die Wissenschaftlerin und Free Networks-Aktivistin <a href="http://isp.law.yale.edu/members/laura4lano.aspx">Laura Forlano</a> &#252;ber freie Funknetzwerke und kommunale WLAN-Initiativen in den USA f&#252;r den <a href="http://netzpolitik.org/category/netzpolitik-podcast/">Netzpolitik-Podcast</a> interviewt. In dem knapp 40 Minuten langen Interview erz&#228;hlt sie, was ihre Initiative <a href="http://www.nycwireless.net">nycwireless</a> vor Ort macht und wie sie entstanden ist. Sie beschreibt, wie freie Community-basierte Netzwerke funktionieren, welche Unterschiede es in den globalen Initiativen (wie <a href="http://Freifunk.net">Freifunk.net</a> oder <a href="http://Funkfeuer.at">Funkfeuer.at</a>) gibt und was die techno-soziale Bewegung dahinter ausmacht. Gleichzeitig geht es um Betreibermodelle von kommunalen WLAN-Netzen, den Gr&#252;nden, warum verschiedene Initiativen und damit verbundene Gesch&#228;ftsmodelle in den USA nicht funktionieren und was die Politik machen kann, um freie Funknetze zu f&#246;rdern.</p>
<p>Das Interview gibt es als <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast-laura_forlano_nycwireless.mp3">MP3</a> (27MB) und <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast-laura_forlano_nycwireless.ogg">OGG</a> (40 MB)</p>
<p>Insgesamt ist das Gespr&#228;ch eine grundlegende Einf&#252;hrung in die Thematik rund um freie Funknetze und kommunales WLAN geworden, die nicht nur f&#252;r den Einstieg in die Debatte interessant ist. Sie d&#252;rfte auch alle interessieren, die sich schon l&#228;nger mit den Themen auseinandersetzen und viel Netzpolitik ist auch dabei. Viel Spass beim h&#246;ren.</p>


<a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast-laura_forlano_nycwireless.mp3">Download audio file (netzpolitik-podcast-laura_forlano_nycwireless.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>J&#252;rgen Neumann und Marek Lindner &#252;ber Open Source und Open Hardware</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 01:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mario Behling hat auf der Freifunk Summer Convention 2008 ein Interview mit J&#252;rgen Neumann und Marek Lindner &#252;ber Open Source und Open Hardware gemacht:
Open Hardware: J&#252;rgen Neumann and Marek Lindner about Open Source and Hardware from Mario Behling on Vimeo.
J&#252;rgen Neumann, one of the initiators of freifunk.net, and Marek Lindner, openmoko developer and B.A.T.M.A.N. programmer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mario Behling hat auf der Freifunk Summer Convention 2008 ein<a href="http://www.perspektive89.com/2008/open_hardware_jurgen_neumann_freifunknet_and_marek_lindner_openmoko_project_about_open_source_and_hardware"> Interview mit J&#252;rgen Neumann und Marek Lindner &#252;ber Open Source und Open Hardware</a> gemacht:</p>
<p><object width="500" height="283"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1073499&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1073499&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="283"></embed></object><br /><a href="http://www.vimeo.com/1073499?pg=embed&#038;sec=1073499">Open Hardware: J&#252;rgen Neumann and Marek Lindner about Open Source and Hardware</a> from <a href="http://www.vimeo.com/user501787?pg=embed&#038;sec=1073499">Mario Behling</a> on <a href="http://vimeo.com?pg=embed&#038;sec=1073499">Vimeo</a>.</p>
<blockquote><p>J&#252;rgen Neumann, one of the initiators of freifunk.net, and Marek Lindner, openmoko developer and B.A.T.M.A.N. programmer, speak about the Open Hardware Initiative event Open Tech Summit in Taiwan.</p></blockquote>
<p>Kann man <a href="http://www.vimeo.com/download/video:71253394?e=1211940195&#038;h=65423cd324a0b43b05c5b9d3b84b1bd2">hier auch als MP4</a> herunterladen.</p>
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		<title>Freifunk im Deutschlandfunk</title>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 19:39:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Deutschlandfunk-Sendung &#8220;Computer &#038; Kommunikation&#8221; hat heute einen Bericht &#252;ber Freifunk gesendet, der auf dem vergangen Wireless Community Weekend in Berlin produziert wurde: &#8220;Anschluss nebenan &#8211; Freifunk bietet kostenloses Internet per Nachbarschaftshilfe&#8220;.
Wo das moderne Glasfasernetz die Entwicklung einer DSL-Infrastruktur verhinderte und die vorhandenen Telefon- und Modemanschl&#252;sse rar waren war Vielen der Internetzugang versperrt. Ersatz bringen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutschlandfunk-Sendung &#8220;Computer &#038; Kommunikation&#8221; hat heute einen Bericht &#252;ber <a href="http://www.freifunk.net">Freifunk</a> gesendet, der auf dem vergangen Wireless Community Weekend in Berlin produziert wurde: &#8220;<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/786517/">Anschluss nebenan &#8211; Freifunk bietet kostenloses Internet per Nachbarschaftshilfe</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p>Wo das moderne Glasfasernetz die Entwicklung einer DSL-Infrastruktur verhinderte und die vorhandenen Telefon- und Modemanschl&#252;sse rar waren war Vielen der Internetzugang versperrt. Ersatz bringen engagierte Anwender, die eigene WLAN-Netze erschaffen.</p></blockquote>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/05/17/dlf_20080517_1646_e9ccfc9e.mp3">Hier ist die MP3</a>.</p>


<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/05/17/dlf_20080517_1646_e9ccfc9e.mp3">Download audio file (dlf_20080517_1646_e9ccfc9e.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>Open Tech Summit</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 11:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Taipeh fand vor kurzem der &#8220;Open Tech Summit&#8221; statt. Die taiwanesische Firma Asus hatte freie Projekte aus aller Welt eingeladen, um &#252;ber die Zukunft der Informationstechnologie zu reden. und die Zukunft heisst in Taiwan mittlerweile auch Open Source. Lisa Rank ist mit einer Gruppe aus Berlin r&#252;bergeflogen und berichtet bei Spiegel-Online davon: Freie Hardware [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Taipeh fand vor kurzem der &#8220;Open Tech Summit&#8221; statt. Die taiwanesische Firma Asus hatte freie Projekte aus aller Welt eingeladen, um &#252;ber die Zukunft der Informationstechnologie zu reden. und die Zukunft heisst in Taiwan mittlerweile auch Open Source. Lisa Rank ist mit einer Gruppe aus Berlin r&#252;bergeflogen und berichtet bei Spiegel-Online davon: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,551818,00.html">Freie Hardware &#8211; Die Zukunftsbastler.</a></p>
<blockquote><p>Versucht man, die Kriterien von freier Software wie Reproduzierbarkeit und Offenheit auch auf Hardware zu &#252;bertragen, wird es schon etwas schwieriger. Hier kommen gro&#223;e Firmen und Investitionen ins Spiel, aber auch die Chance, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen, der vielen Menschen Zugang zu Wissen und einen Zapfhahn zum Informationsfluss dieser Welt geben k&#246;nnte.</p></blockquote>
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		<title>Forderungen f&#252;r eine zeitgem&#228;sse Netzpolitik 2.0</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 15:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ein Medium meine Forderungen f&#252;r eine zeitgem&#228;sse Netzpolitik gerne in einem sch&#246;nen Layout ausdrucken w&#252;rde, hab ich den Text etwas &#252;berarbeitet und etwas mehr in eine Manifest-Version gebracht. Man kann das jetzt schon Beta nennen, wenngleich sicherlich immer noch genug wichtige Punkte fehlen und erg&#228;nzt werden k&#246;nnten. Aber der Druckschluss ist bald und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ein Medium meine <a href="http://netzpolitik.org/2008/forderungen-fuer-eine-zeitgemaesse-netzpolitik/">Forderungen f&#252;r eine zeitgem&#228;sse Netzpolitik</a> gerne in einem sch&#246;nen Layout ausdrucken w&#252;rde, hab ich den Text etwas &#252;berarbeitet und etwas mehr in eine Manifest-Version gebracht. Man kann das jetzt schon Beta nennen, wenngleich sicherlich immer noch genug wichtige Punkte fehlen und erg&#228;nzt werden k&#246;nnten. Aber der Druckschluss ist bald und ich stelle sie hier noch vor dem Verschicken online. Falls jemand noch Verbesserungs- und/oder Erg&#228;nzungsvorschl&#228;ge hat, freue ich mich &#252;ber Kommentare. Die letzte &#220;berschrift ist auch noch nicht so rund, da hab ich noch eine eher spassige Variante erhalten, aber das k&#246;nnte eigenltich noch besser werden.</p>
<p><strong>Forderungen f&#252;r eine zeitgem&#228;sse Netzpolitik</strong></p>
<p>1. Staatswissen ist B&#252;rgerwissen!</p>
<p>&#214;ffentlich gef&#246;rderte Informationen m&#252;ssen den B&#252;rgern unter offenen Lizenzen bereitgestellt werden.</p>
<p>2. Fernsehen und Radio sind tot!</p>
<p>Die Inhalte des &#214;ffentlich-Rechtlichen Systems m&#252;ssen im Netz frei zug&#228;nglich sein. Es muss den B&#252;rgern &#252;berlassen sein, wann und wo sie diese konsumieren wollen. Die Archive m&#252;ssen ge&#246;ffnet und die Inhalte unter offenen Standards publiziert werden. Die B&#252;rger haben ein Recht auf Remix!</p>
<p>3. &#214;ffentlich-Rechtlich ins Digitale Zeitalter &#252;berf&#252;hren!</p>
<p>Digitale Strukturen und Communities, die Informationen des &#246;ffentlichen Interesses produzieren, m&#252;ssen gef&#246;rdert werden. Was fr&#252;her nur freie Radios und Offene Kan&#228;le waren, sind heute Wikipedia, freie Funknetze und Stadtwikis!</p>
<p>4. Open Source f&#246;rdern!</p>
<p>Freie Software und Freies Wissen sind nicht nur ein f&#246;rderungsw&#252;rdiger Wirtschaftsfaktor. Open Source Communities sind essenziell f&#252;r die Kulturproduktion des 21. Jahrhunderts und schaffen unbestreitbare gesellschaftliche Mehrwerte.</p>
<p>5. Freie und anonyme Kommunikationswege erhalten</p>
<p>Wie beim privaten Gespr&#228;ch zuhause im Schlafzimmer, im Park oder im Cafe ben&#246;tigen wir auch in der digitalen Gesellschaft freie und anonyme Kommunikationswege. Es muss weiter Kernbereiche geben, in denen der Staat nichts verloren hat.</p>
<p>6. Demokratie &#246;ffnen hei&#223;t Transparenz wagen!</p>
<p>Staatliche Informationen geh&#246;ren unter offene Lizenzen. Informationsfreiheit muss praktiziert werden, geredet wurde schon genug. Partizipationsm&#246;glichkeiten m&#252;ssen auf allen Ebenen erweitert werden – eDemocracy ersch&#246;pft sich nicht in Aktionspl&#228;nen zur Verwaltungsmodernisierung! Offene Schnittstellen sind notwendig f&#252;r die demokratische Teilhabe.</p>
<p>7. Staatliche Infrastrukturen befreien!</p>
<p>Die digitalen Infrastrukturen des Staates m&#252;ssen frei, offen und demokratisch kontrollierbar sein. Nur offene Standards und die Verwendung freier Software garantieren einen diskriminierungsfreien und nachhaltigen Zugriff auf Vorg&#228;nge und Abl&#228;ufe in Politik und Verwaltung.</p>
<p>8. Internet ist Grundversorgung</p>
<p>Kommunen m&#252;ssen jedem B&#252;rger einen Basiszugang zum Internet erm&#246;glichen. Nicht am Internet partizipieren zu k&#246;nnen bedeutet heute den Ausschluss aus weiten Teilen der gesellschaftlichen Partizipation, das Abschneiden von Bildungs- und Informationsm&#246;glichkeiten.</p>
<p>9. Urheberrecht reformieren!</p>
<p>Das Urheberrecht muss den gesellschaftlichen Realit&#228;ten angepasst werden &#8211; nicht die gesellschaftlichen Realit&#228;ten dem Urheberrecht. Es m&#252;ssen Wege gefunden werden neue Technologien nicht zu verdammen sondern sie zu umarmen und die Leistung der Kreativen dabei angemessen zu honorieren.</p>
<p>10. Gleiche Chancen f&#252;r Alle!</p>
<p>Die Netzneutralit&#228;t muss festgeschrieben werden: es darf keine Klassengesellschaft im Netz entstehen. Um Innovation zu erm&#246;glichen braucht es die diskriminierungsfreie Gleichbehandlung aller Daten im Internet.</p>
<p>11. Medienkompetenz f&#252;r Politiker / Internetpolitiker nachhaltig ausdrucken</p>
<p>Wir brauchen Politiker, f&#252;r die das Internet kein Fremdk&#246;rper ist. Wir brauchen medienkompetente Politiker, die es sich nicht erst ausdrucken lassen m&#252;ssen. Wir brauchen Politiker, die sich selbst im Netz bewegen und darin kommunizieren. Nur so wird es eine Gesetze geben, die eine freie, offene und nachhaltige Digitale Gesellschaft erm&#246;glichen. </p>
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		<title>Wireless Community Weekend 2008</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 14:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende gibt es wieder ein &#8220;Wireless Community Weekend 2008&#8221; in der c-base in Berlin.
Topics of this years gettogether are routing protocols, hardware, firmware and layer 8. We are especially looking forward to have presentations of data and papers describing what is really going on in the freifunk wireless mesh networks. Further on we will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende gibt es wieder ein &#8220;<a href="http://wiki.freifunk.net/Wireless_Community_Weekend_2008#Saturday_3_May_Program">Wireless Community Weekend 2008</a>&#8221; in der c-base in Berlin.</p>
<blockquote><p>Topics of this years gettogether are routing protocols, hardware, firmware and layer 8. We are especially looking forward to have presentations of data and papers describing what is really going on in the freifunk wireless mesh networks. Further on we will talk about opportunities for the future of wireless community networks and how to make it easier for content creators to actually publish content on their wireless routers and in the network. Proposed presentations include topics like p2p clients for wireless networks or wireless mesh for local mikro fm distribution. Another area becoming more and more relevant is the legal environment for community networks and new legeslative measures in the EU. We invite experts, lawmakers and enterprises to work with us on a guide to best practices for freifunk node and Internet gateway operators. As in previous years, we will provide open spaces for the community in the c-base to discuss and work on projects. As well we will have a number of special guests in the evening presenting the latest creative commons hits and of course the legendary freifunk BBQ. </p></blockquote>
<p>Das Programm und weitere Infos gibt es im <a href="http://wiki.freifunk.net/Wireless_Community_Weekend_2008#Saturday_3_May_Program">Freifunk-Wiki</a>. Ich werde Samstag Abend um 19 Uhr ene Session anbieten, wo es konkret darum gehen soll, wie die Politik Freie Funknetze f&#246;rdern kann und was man gesetzlich alles verbessern m&#252;sste.</p>
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		<title>Rechtsfragen offener Netze</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 16:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reto Mantz hat seine Dissertation &#252;ber das Thema &#8220;Rechtsfragen offener Netze&#8221; als Buch ver&#246;ffentlicht. Dies kann man wahlweise unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-NC-ND) herunterladen (hier, 14MB) oder gleich als Buch kaufen (ISBN: 978-3-86644-222-1, Euro 39,90). Der Stand soll sehr aktuell sein, weil Rechtsprechung
und Literatur bis einschlie&#223;lich Februar 2008 eingearbeitet sind. 
Aus der Ank&#252;ndigung des Buches:
Offene Netze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reto Mantz hat seine Dissertation &#252;ber das Thema &#8220;<a href="http://www.retosphere.de/offenenetze/">Rechtsfragen offener Netze</a>&#8221; als Buch ver&#246;ffentlicht. Dies kann man wahlweise unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-NC-ND) herunterladen (<a href="http://www.retosphere.de/php/download.php?fileId=25">hier, 14MB</a>) oder gleich als <a href="http://uvka.ubka.uni-karlsruhe.de/shop/isbn/978-3-86644-222-1">Buch kaufen</a> (ISBN: 978-3-86644-222-1, Euro 39,90). Der Stand soll sehr aktuell sein, weil Rechtsprechung<br />
und Literatur bis einschlie&#223;lich Februar 2008 eingearbeitet sind. </p>
<p>Aus der Ank&#252;ndigung des Buches:</p>
<blockquote><p>Offene Netze (oder freie Netze) sind Funknetzwerke, die nicht von kommerziellen Anbietern, sondern haupts&#228;chlich von Privatpersonen, teilweise auch von gemeinn&#252;tzigen Vereinen betrieben werden. Offene Netze bieten jedem Interessierten die M&#246;glichkeit, zum einen das offene Netz zu nutzen und zum anderen Teil des Netzes zu werden und aktiv an dessen Weiterentwicklung und dem Angebot mitzuwirken. Offene Netze werden dabei auch als Etablierung einer &#8220;Netzwerk-Allmende&#8221; begriffen, die als Parallele zu Open Source oder Open Content freien Zugriff auf Netzwerke und das Internet umfasst. Die Idee des offenen und freien Netzes ist damit Ausdruck einer fremdn&#252;tzigen, altruistischen Motivation der Betreiber, die zumindest ein wesentliches Element der unterschiedlichen Motivationswege der Beteiligten darstellt. Offene Netze sind dar&#252;ber hinaus durch die Aufl&#246;sung einer Rollenverteilung gepr&#228;gt, die f&#252;r Netzwerke und das Internet bisher vorherrschend war: Statt eines Diensteanbieter-Nutzer-Verh&#228;ltnisses ist jeder Teilnehmer eines offenen Netzes gleichzeitig Nutzer und Diensteanbieter.</p>
<p>Die vorliegende Arbeit betrachtet und bewertet die rechtlichen Fragestellungen und Gestaltungen, die offene Netze aufweisen k&#246;nnen. Dabei wird untersucht, welchen Pflichten Nutzer eines offenen Netzes unterliegen, ob Rechtsverh&#228;ltnisse entstehen sowie welche Rechtsfolgen diese haben k&#246;nnen. Wesentliches Augenmerk wird dar&#252;ber hinaus auf die Haftung der Beteiligten, die als Access Provider einzuordnen sind, gelegt.</p></blockquote>
<p>Da wir gerade beim Thema sind: Ich h&#228;tte ein Interesse an besseren Gesetzesformulierungen rund um dieses Thema, um in der Lobbyarbeit Politiker f&#252;r &#196;nderungen gewinnen zu k&#246;nnen. Eine M&#246;glichkeit sind die Kommentare hier.</p>
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		<title>DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network</title>
		<link>http://www.netzpolitik.org/2007/diy-mesh-guide-building-a-rural-wireless-mesh-network/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 20:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Netze]]></category>
		<category><![CDATA[Informationstechnologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Reader &#252;ber &#8220;DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network&#8221; gibt es bei WirelessAfrica zum herunterladen. Dort wird ausf&#252;hrlich beschrieben, wie man eine eigene Freifunk-basierte Mesh-Infrastruktur plant und aufbaut. Steht unter einer CC-BY-SA-Lizenz.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Reader &#252;ber &#8220;<a href="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide#Download">DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network</a>&#8221; gibt es bei WirelessAfrica zum <a href="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/images/f/fe/Building_a_Rural_Wireless_Mesh_Network_-_A_DIY_Guide_v0.7_65.pdf">herunterladen</a>. Dort wird ausf&#252;hrlich beschrieben, wie man eine eigene Freifunk-basierte Mesh-Infrastruktur plant und aufbaut. Steht unter einer CC-BY-SA-Lizenz.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gr&#252;ne Berlin gegen freies WLAN?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 14:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freie Netze]]></category>
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		<category><![CDATA[Die-Grünen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#214;zcan Mutlu sitzt als bildungspolitischer Sprecher der Gr&#252;nen im Berliner-Abgeordnetenhaus. Soweit so gut. Etwas verwundert war ich aber, als ich eine Pressemitteilung von ihm zugeschickt bekam: W-Lan f&#252;r ganz Berlin, aber kein Geld f&#252;r ein Schulanf&#228;nger-Starterpaket. 
Es ist peinlich, was sich die Berliner SPD derzeit leistet: Sie will ein W-Lan (Wireless Local Area Network) f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#214;zcan Mutlu sitzt als bildungspolitischer Sprecher der Gr&#252;nen im Berliner-Abgeordnetenhaus. Soweit so gut. Etwas verwundert war ich aber, als ich eine Pressemitteilung von ihm zugeschickt bekam: <a href="http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/default/dok/206/206598.wlan_fuer_ganz_berlin_aber_kein_geld_fue.htm">W-Lan f&#252;r ganz Berlin, aber kein Geld f&#252;r ein Schulanf&#228;nger-Starterpaket</a>. </p>
<blockquote><p>Es ist peinlich, was sich die Berliner SPD derzeit leistet: Sie will ein W-Lan (Wireless Local Area Network) f&#252;r ganz Berlin einrichten, aber keine Schulanf&#228;nger-Starterpakete finanzieren! Ein drahtloses Netzwerk f&#252;r Berlin ist sch&#246;n und gut, aber gleichzeitig nicht einmal die Minimalausstattung unserer Schulanf&#228;nger finanzieren zu wollen, ist keine Antwort auf die wachsende Kinderarmut.</p>
<p>Doch die SPD agiert wieder mal entgegen ihrer angeblichen sozialen Ausrichtung und zieht ein stadtweites W-Lan den Interessen der bed&#252;rftigen Familien und Kinder vor, die dringend eine finanzielle Entlastung br&#228;uchten. Es kann nicht sein, dass Berlins Glanz nach au&#223;en wichtiger ist als die soziale Bed&#252;rftigkeit der Berliner Kinder.</p></blockquote>
<p>Ich weiss ja nicht, wie die SPD diese Pl&#228;ne verkauft hat. Vielleicht hat sie tats&#228;chlich gesagt, es gibt freies WLAN, daf&#252;r sparen wir bei &#8220;Schulanf&#228;nger-Starterpaketen&#8221;. Kann ich mir aber nicht vorstellen. Vermutlich ist es eher so, dass &#214;zcan Mutlu keine Ahnung hat, was man mit einem freien WLAN anfangen kann, worum es in der Debatte geht und auf die Debatte drauf springt, um seine Themen irgendwie in einer Pressemitteilung unterzubringen. Ich wundere mich ja eh, dass ich &#246;fter mal den Versuch gestartet habe, den Berliner Gr&#252;nen die Forderung eines freien WLANs vorzuschlagen und dachte, dass sie am ehesten den Sinn dieser Forderung verstehen k&#246;nnten. Dies ist nun die erste Reaktion aus gr&#252;nen Kreisen darauf. Aber irgendwann <a href="http://netzpolitik.org/2007/spd-will-freies-wlan-fuer-berlin/">bog die SPD um die Ecke und hat das Thema besetzt</a>. Eine angemessene Reaktion der Gr&#252;nen ist diese Pressemitteilung aber nicht. Eher spricht sie von Unkenntnis und evtl k&#246;nnte man auch von Fortschrittsverweigerung sprechen. Und das ist schade. Von mir aus k&#246;nnten sich ruhig alle Berliner Parteien der Forderung eines freien WLANs anschliessen. </p>
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