Dieser Artikel ist mehr als 20 Jahre alt.

Manager-Magazin warnt vor Offenen Quellcodes

Das Manager-Magazin warnt vor Freier Software: Vorsicht vor der großen Freiheit Der größte Vorteil von Open-Source-Software ist, dass die Anwendungen von jedem Programmierer weiterentwickelt werden können. Doch genau das erweist sich auch als schwerer Nachteil: Der offene Quellcode ermöglicht Hackern das Einschleusen schädlicher Dateien. Weiter beziehen sie sich auf einen Artikel der PC Professionell. Dieser…

  • Markus Beckedahl

Das Manager-Magazin warnt vor Freier Software:

Vorsicht vor der großen Freiheit

Der größte Vorteil von Open-Source-Software ist, dass die Anwendungen von jedem Programmierer weiterentwickelt werden können. Doch genau das erweist sich auch als schwerer Nachteil: Der offene Quellcode ermöglicht Hackern das Einschleusen schädlicher Dateien.

Weiter beziehen sie sich auf einen Artikel der PC Professionell. Dieser warnt wohl davor, dass in Freier Software Hintertüren eingebaut sein können, wenn man sie nicht von „vertrauenswürdigen“ Seiten herunterlädt. Auch hier findet sich mal wieder ein Beispiel für mangelnde Medienkompetenz und unnötige Verbraucherverunsicherung. Natürlich ist es richtig, Verbraucher darüber aufzuklären, dass man aufpassen soll, wo man Software herunterlädt. Allerdings ist dies ein Problem von Software generell und hat nichts mit dem offenen Code zu tun. Man schaue sich nur mal die ganzen Sicherheitslücken von Windows an, die junge Schüler ohne Probleme und ohne Zugriff auf den Sourcecode (!) manipulieren können (Stichwort Viren). Also liebes Manager-Magazin, bitte vorher informieren und nicht so einen vorurteilsbehafteten Müll in die Welt setzen, wo zum Schluss hängen bleibt, dass der offene Quellcode schädlich ist.

Man kauft ja viele Produkte in der analogen Welt lieber in einem Laden als bei zwielichtigen Händlern in einer dunklen Ecke am Strassenrand. Genauso läuft das auch bei Software, egal ob der Code offen oder geschlossen ist.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


Veröffentlicht

Kategorie

Schlagwörter