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Donnerstag, 9. März 2006

CeBIT: Protest und Anhörung zu RFID

Auf der CeBIT protestierte heute der FoeBuD, Initiator der Kampagne “StopRFID”, gegen den datenschutzverachtenden Einsatz von Funketiketten (RFIDs) am Stand der Supermarktgruppe Metro. Heise berichtet mit einem Foto von der Aktion.

Just am heutigen Tage hat die EU-Kommissarin Viviane Reding eine Anhörung zu RFID gestartet. Denn: “Wenn wir das Vertrauensproblem in die RFID-Technik nicht lösen, wird sie nicht durchstarten können”. Hoffentlich geht dieser Anhörungs-Prozess nicht als formale Schein-Konsultation von Bürgerrechtsinteressen in die Geschichte ein, sondern nimmt diese tatsächlich wahr und setzt sie entsprechend in Richtlinien um.

2 Kommentare

  1. pascal am 13.03.2006 um 16:42 (Antworten)

    also, was ich mich zu rfid immer frage: was wollt ihr eigentlich?! "stop rfid"… als würden metro-kunden die dinger heimlich während des einkaufes an die schuhsohlen getackert bekommen…
    kommt mir ähnlich sinnvoll vor wie kampagnen gegen zigaretten - jedem raucher ist die schädlichkeit bekannt, danke sehr.
    wenn jemand keine privatsphäre braucht, dann soll er sich halt eine payback-karte besorgen, dann soll er halt fußballtickets kaufen, oder eben im "future store".
    und soweit, dass den kunden rfid-chips "untergejubelt" werden sind wir noch nicht. dann könnte man vielleicht nach einer kennzeichnungspflicht oder so verlangen.

  2. wetter am 13.03.2006 um 17:28 (Antworten)

    Natürlich ist es Sache der Betroffenen, wie freizügig sie mit ihren Daten umgehen. Nur ist ihnen nicht immer bewusst, welche Auswirkungen ihr Umgang mit Paybackkarten o.ä. hat. Dass diese einen RFID beinhalten, war die ersten Jahre nach der Einführung der Karten nicht bekannt. Auch sei ihnen unterstellt, dass sie eher die Vorzüge sehen ohne über evtl. Risiken nachzudenken. Davor wollen "wir" zum Einen warnen und zum Anderen Rahmenbedingungen aufstellen, unter denen diese Technologie eingeführt wird - ohne, dass bisherige gesellschaftliche Konventionen in Sachen Datenschutz verletzt werden.

    Wenn die Industrie groben Unfug begeht, ist es einfach zu sagen "aber der Kunde hat doch mitgespielt". Wenn ich das aber nicht will, will ich nicht dazu gezwungen werden. Das ist eine solche Rahmenbedingung, die geschaffen werden muss: Der Anbieterzwang zur datenschutzfreundlicheren Alternative.

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