Creative Commons dem Bundestag erklärt
von markus um 12:55 am Dienstag, 17. November 2009 | 16 Kommentare
Der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages erklärt im “Aktuellen Begriff” “Creative Commons Lizenzen” auf zwei Seiten.
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16 Kommentare zu “Creative Commons dem Bundestag erklärt”
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Nov 17th, 2009 @ 13:04
Erklären ist toll. Verstehen wäre sinnvoll. Und bevor man mit Politikern über Lizenzen usw. redet, oder über “freie” Dinge sollte man denen beibringen was das Internet wirklich ist, was ein Brauser/Browser ist und das es nicht nur Kinderschänderraubmordkopierterroristen gibt. ;)
Ernsthaft:
Welche 2 Seiten waren eigentlich gemeint? Politiker und Medienindustrie?
Ich denke das wird wieder so eine übliche Hetze sein, wir sind toll, alles was frei ist ist böse und darf so nicht sein. Immerhin bekommen Sie ja dafür Geld…
Nov 17th, 2009 @ 13:29
kann pdf nicht öffnen :/
Nov 17th, 2009 @ 13:33
Mal “speichern unter” ausprobiert?
Nov 17th, 2009 @ 14:11
[...] netzpolitik) Lesezeichen gefällig? Bedien' [...]
Nov 17th, 2009 @ 14:39
@1: Die “… auf zwei Seiten” meint die Dokumentenlänge. Die PDF hat zwei (2) Seiten bzw. hat eine Länge von zwei (2) Seiten.
Schöne Zusammenfassung der Sitation.
Nachfrage: Inwiefern ist CC mit den Verwertungsgesellschaften in Deutschland nicht kompatibel? Gibt es etwa noch immer die Zwangsbindung für Künstler an die Verwertungsgesellschaften?
Nov 17th, 2009 @ 14:40
@ Simon. Mit den zwei Seiten waren zwei Seiten Text im .pdf gemeint. Wo wir gerade bei verstehen waren… ;-)
Nov 17th, 2009 @ 14:44
@Herms. Ja, die gibt es noch immer, genau wie die Monopolstellung der GEMA in diesem Bereich (bzw. der GVL bei den Leistungsschutzrechten. Im Grunde ist das aber eine Organisation, da sie sehr eng kooperieren).
Vergleiche auch §1 des Berechtigungsvertrages:
http://www.gema.de/fileadmin/inhaltsdateien/urheber/formulare/gema_berechtigungsvertrag.pdf
die wollen alle aktuellen und zukünftigen Werke haben.
Nov 17th, 2009 @ 14:47
@Herms: Keine Zwangsbindung, nur die Entscheidung: Entweder GEMA-Mitglied oder CC-Nutzer. Beides zusammen geht dank der GEMA nicht.
Nov 17th, 2009 @ 15:51
Naja, ist wirklich eine ganz nette Zusammenfassung. Aber mir geht es etwas wenig auf die Möglichkeiten ein, wie man damit Geld verdienen kann (eben über die individuellen weitergehenden Rechte, die aber nur in einem Satz erwähnt werden).
Als Parlamentarier würde mir dieser Punkt dann ja genau fehlen, um GEMA etc. etwas entgegenhalten zu können…
Nov 17th, 2009 @ 15:56
Ähm, mal rein verständnishalber nochmal:
Die GEMA sichert sich laut dem Vertrag so ziemlich alle Rechte an allen aktuellen und späteren Werken der “Künstler” zu. Und die GEMA will dafür Geld haben.
Was die GEMA dafür aber für die Künstler tut konnte ich dem Vertrag nicht entnehmen. Kann mir da bitte jemand ein paar Informationen geben?
Der “Vertrag” erklärt jedenfalls den GEMA-Zwang, denn freiwillig würde da sicher niemand unterschreiben.
Nov 17th, 2009 @ 16:55
wieder einmal der wissenschaftliche Dienst mit einer sehr treffenden, verständlichen Zusammenfassung, schön.
Nur: Wann hat sich zuletzt ein MdB die Erkenntnisse vom Referat W zu Herzen genommen?
Nov 17th, 2009 @ 17:05
Blöde GEMA. Kunst in Kapitalismus zu verwandeln ist zum größten Teil Schwachsinn und Kontraproduktiv!
Nov 17th, 2009 @ 19:57
[...] Empfehlungen Creative Commons dem Bundestag erklärtVergleich der Bootzeiten zwischen Windows und UbuntuLawrence Lessig über Bildung, Wissenschaft und [...]
Nov 18th, 2009 @ 14:37
@Simon. Ja, das hast Du richtig verstanden. Die wollen alles und dafür auch Geld. Die Gegenleistung der GEMA ist der Zugang zu deren “Verwertungsnetzwerk” (nennen wir es einfach mal so). Der Künstler wird nach Abschluß des Vertrages seinen Anteil an den Tantiemen bekommen, die die GEMA bei Rundfunk, Fernsehen, Konzertveranstaltern und Kneipen etc. eintreibt. Das errechnet sich irgendwie aus der Häufigkeit, wie oft ein Stück öffentlich aufgeführt wird. (Dazu muß jeder, der geschützte Werke aufführt eine Liste führen, was er wann wo in welchem Kontext aufgeführt hat. Weiß gar nicht, ob DJ´s das überhaupt noch tun.).
Im Übrigen verlangen die nicht nur für die Mitgliedschaft Geld. Jede Veröffentlichung kostet noch mal extra. Viele kleine Labels verzichten deshalb darauf, Mitglied zu werden. Das rechnet sich einfach nicht.
@Flo. In der Tat nicht leicht nachzuvollziehen, wie man mit kostenlosen Inhalten Geld verdienen könnte. In aller Regel wird davon gesprochen, das nur die private Nutzung kostenfrei sein soll. Sobald jemand anfängt eine Aufführung im Fernsehen, Rundfunk oder Clubs etc. vorzunehmen oder ein Mediengestalter irgendwo eine Firmenpräsentation mit CC-Musik hinterlegt, soll es Geld kosten. Dafür haben sich schon einige Unternehmen gegründet, die den Erwerb entsprechender Lizenzen einfach ermöglichen. Ich nenne einfach mal ein paar Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
http://www.jamendo.de
http://www.rumblefish.com
http://www.soundtaxi.de
(Ich hoffe, jetzt steigt mir niemand auf´s Dach, weil hier Werbung gemacht wird. Das sind jedenfalls einige der Firmen, die ich kenne. Gibt sicher noch mehr.)
Vor CC-Zeiten gabe es solche Labels allerdings auch schon. Damals lief das ganze unter dem Schlagwort “Archiv-Musik”. Wer googelt sollte auch hier fündig werden. Allerdings haben diese Labels in der Regel deren Publikationen auch bei der GEMA gemeldet.
Nov 18th, 2009 @ 22:00
[...] Commons! Mittlerweile ist der Begriff in den Debatten so wichtig geworden, dass er nun offiziell dem Bundestag erklärt wurde. Schön auf Papier und so (für die Internetausdrucker). Ihr wollts auch lesen? Kein [...]
Dez 22nd, 2009 @ 15:42
[...] Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages erklärt im “Aktuellen Begriff” “Creative Commons Lizenzen” auf zwei [...]