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Wikileaks.de gesperrt?

von markus um 19:36 am Freitag, 10. April 2009 | 64 Kommentare

Update: Die Aufklärung findet sich hier.

Am 24. März 2009 gab es eine Hausdurchsuchung in der Wohnung von Theodor ‘morphium’ Reppe. Ihm wird als Besitzer der Domain Wikileaks.de die Verbreitung pornographischer Schriften vorgeworfen. Wir hatten nach dem Vorfall ein kurzes Interview mit ihm per Mail geführt. Heute stellt sich heraus, dass anscheinend die Domain wikileaks.de gesperrt wurde:

Die genauen Hintergründe sind noch nicht bekannt. Wikileaks.org hat eine Pressemitteilung dazu verfasst: Deutsche Wikileaks Domain ohne Vorwarnung gesperrt.

Diesmal sind es die deutschen Behoerden, die versuchen eine ganze Presseorganisation wegen einem von hunderttausenden Dokumenten zu schliessen, ohne den Herausgeber ueberhaupt zu kontaktieren. Kontaktinformationen zu Wikileaks sind auf jeder Seite des Portals zu finden. Wikileaks publiziert weiter ueber die nicht-deutschen Domains. Wenn die deutsche Initiative zur Zensur des Internets erfolgreich ist, ist zu erwarten, dass diese alternativen Domains zensiert werden. China – und nun Deutschland – sind die einzigen Laender dieser Welt, die versuchen eine ganze Wikileaks Domain zu zensieren.

Mehr Hintergrund: Netzpolitik-Podcast 071 ist ein englischsprachiges Interview mit Julien Assange von Wikileaks.

Update: Ich hab den Domaininhaber angemailt und warte auf eine Reaktion dazu. (Siehe Kommentare). Gerade bekam ich eine Reaktion: Er weiß leider gar nicht, was da los ist und meldet sich wieder, sobald er was in Erfahrung gebracht hat. Gut möglich, dass der Provider kalte Füsse bekommen hat. Mal schauen, wie es weitergeht.

Kommentare

64 Kommentare zu “Wikileaks.de gesperrt?”

  1. Glasdemokratie » Archive » Freiwillige Internetzensur in Deutschland
    Apr 10th, 2009 @ 21:14

    [...] Und die ersten Auswirkungen sind schon sichtbar. Die deutsche Domain Wikileaks.de ist schon gesperrt. Na mal sehen wann die erste deutsche Sperrliste im Internet auftaucht. Und wieder wird die [...]

  2. Pseudo-Anonymous
    Apr 10th, 2009 @ 21:49

    Wenn ich das richtig deute, bedeutet diese Informationsseite der DENIC nur, dass sich der Domainverwalter zurückgezogen hat. Das impliziert noch keine “Sperrung”, die Domain bleibt ja sogar registriert und der Inhaber wurde kontaktiert um einen neuen Domainverwalter einzusetzen. Ich weiß leider nicht mehr auswendig, welche Firma Domainverwalter war. http://www.denic.de/de/faqs/transit_faqs/index.html#section_52

  3. Machines's Soup
    Apr 10th, 2009 @ 22:12

    Wikileaks.de gesperrt…

    Zensur!!!!…

  4. Das Kraftfuttermischwerk » Irgendwas ist hier komisch
    Apr 10th, 2009 @ 22:19

    [...] de von der DENIC gesperrt. Das stinkt doch zum [...]

  5. Wikileaks.de gesperrt bei Metronaut.de - Big Berlin Bullshit Blog
    Apr 10th, 2009 @ 22:40

    [...] Damit ist Deutschland neben China das einzige Land der Welt, das Wikileaks komplett sperrt. Mehr bei Netzpolitik und bei [...]

  6. markus
    Apr 10th, 2009 @ 22:59

    @Pseudo_anonymous: Danke für den Hinweis. Ich hab den Domaininhaber angemailt und warte auf eine Bestätigung.

  7. Frank
    Apr 10th, 2009 @ 23:01

    Ach was wäre das schön wenn es mal Tatsachen gäbe und nicht nur verdächtigungen. Die Domain wurde nicht gesperrt, sie wurde vom bisherigen Provider ins Transit Verfahren gegeben.
    Es wurde niemand kontaktiert obwohl überall auf den Seiten Kontaktadressen stehen? Tja kontaktiert wird der Domaininhaber und der kann sich ja auch ans DENIC wenden. Wurde das gemacht?
    Ach ne, ist ja besser laut “Zensur” zu brüllen…..

  8. Arki's Blog
    Apr 11th, 2009 @ 0:33

    wikileaks.de nicht mehr erreichbar…

    Sehr undurchsichtig. 2 Wochen nach der Hausdurchsuchung des Domaininhabers von wikileaks.de ist diese Domain nun nicht mehr erreichbar, und es erscheint nur eine Transit-Meldung von DENIC.
    Laut der Pressemitteilung auf wikilealks.org seien die deutsche…

  9. blog.0x53a.de - Sysadmin Blog
    Apr 11th, 2009 @ 0:47

    wikileaks.de verweißt auf DENIC-Sperrseite…

    Nach Angaben von wikileaks.org verweißt die Domain wikileaks.de bereits seit dem 9. April auf die DENIC-Sperrseite. Auffällig ist, dass die Sperrung in kurzem Abstand zu der Hausdurchsuchung bei dem Domain-Inhaber stattfand, es liegt jedoch außer vo…

  10. wikileaks.de at NetReaper - Adrenalinrausch
    Apr 11th, 2009 @ 1:14

    [...] die Nachricht des vergangenen Tages: wikileaks.de wurde von der denic gekappt. Zensiert, in meinen Augen. Die Weiterleitung auf wikileaks.org existiert nicht mehr. Statt dessen [...]

  11. Dyrathror
    Apr 11th, 2009 @ 1:51

    Entweder hat der bisherige Provider kalte Füsse bekommen und ist ausgestiegen oder hier greift bereits die freiwillige Internetzensur der Provider.

  12. Whistleblower-Netzwerk » Blog Archiv » Wikileaks.de gesperrt
    Apr 11th, 2009 @ 9:53
  13. Ulysses' Streitzuege
    Apr 11th, 2009 @ 10:34

    Jetzt reicht’s: wikileaks.de wird zensiert…

    Wer heute früh versucht, wikileaks.de zu erreichen, bekommt folgendes zu sehen:

    Die ausführliche Geschichte dazu gibt’s hier (noch):WIKILEAKS PRESSEMITTEILUNG

    Am 9. April 2009 wurde die Wikileaks.de Domain ohne Vorwarnung durch die deutsch…

  14. wobble
    Apr 11th, 2009 @ 11:17

    An alle die meinen, dass zu früh “Zensur” geschrien wird, nur weil keine DNS Sperre benutzt wird:
    Wär ja schön blöd von unserern Zensurverfechtern eine noch nicht überall installierte Zensurtechnik (die DNS-Sperre) zu benutzen, als einfach mal das simpelste zu machen, nämlich beim DENIC anrufen und die dazu veranlassen die DOMAIN zu kappen. Zum einen klappt diese Sperre sogar international und zum anderen ist es das, was die “DNS-Sperren-Gegner” im falle von Kinderpornographie indirekt gefordert haben.
    Dies ist nämlich quasi das “Hoster-Abschalter” auf Domainebene.
    Somit ist das natürlich immer noch Zensur.(solange es da nicht doch nen anderen Grund gibt, wie z.B. eine unbezahlte Rechnung für die Domain oder so )

  15. Der schwule Sturm des Bösen hört einfach nicht auf. Schwules Herumstürmen. Schwules Internet. Und böses, böses Wikileaks. : Malte Welding
    Apr 11th, 2009 @ 11:25

    [...] Und wo wir gerade bei erfolgloser Internetzensur sind: Wikileaks.de wurde gesperrt. [...]

  16. Svens Blog » Blog Archiv » Wikileaks.de offenbar gesperrt
    Apr 11th, 2009 @ 11:26

    [...] Offenbar wurde die deutsche Wikileaks Domain gesperrt. Informationen dazu gibts bei Netzpolitik.org. [...]

  17. Ralf Bendrath
    Apr 11th, 2009 @ 11:33

    Weitere Merkwürdigkeiten: 0tr.de, eine andere Domain von morphium, ist ebenfalls “im Transit”. und pherrex.com, seine Firmen-Domain(?), ist gerade im Umbau.

  18. Torsten
    Apr 11th, 2009 @ 12:23

    Aus der beim Inhaber der Domain wikileaks.de:

    “Herr Reppe ist der Spender der Wikileaks.de Domain und betreibt einen Mirror der US Congressional Research Service Dokumentensammlung, ist allerdings ansonsten nicht operativ in Wikileaks involviert.”

    Irgendwann sollten sie sich schon entscheiden: Hat Wikileaks.de etwas mit dem Wikileaks-Projekt zu tun oder nicht? Die Denic-Richtlinien lassen das “Spenden” von Domains nicht zu – der Domaininhaber ist verantwortlicher Ansprechpartner. Und die Publizierung von Kinderporno-Links – nicht etwa nur einer Text-Liste – ist nach deutschem Gesetz eindeutig illegal.

    Wenn sie auf deutsches Recht pfeifen wollen, haben sie ihre .org-Domain.

  19. Torsten
    Apr 11th, 2009 @ 12:25

    Sollte heißen:

    Aus der Wikileaks-Pressemitteilung zur Hausdurchsuchung beim Inhaber der Domain wikileaks.de

  20. Ralf Bendrath
    Apr 11th, 2009 @ 12:30

    Update: Die Domain pherrex.de, die ebenfalls morphium gehört, ist auch im DENIC Transit.

  21. Wikileaks.de gesperrt? « Zivilschein
    Apr 11th, 2009 @ 13:23

    [...] kurzem ist scheinbar die Domain wikileaks.de gesperrt. Die deutsche Registrierungsstelle DENIC hat offenbar die Weiterleitung von wikileaks.de auf wikileaks.org ohne Vorwarnung oder Ankündigung [...]

  22. Tom
    Apr 11th, 2009 @ 13:29

    Bleibt doch erstmal ruhig, bis wirklich klar ist, was los ist und/oder sich der Domaininhaber gemeldet hat. Am Ende hat er einfach seine HD und den zwangsläufig damit zusammenhängenden Trubel zum Anlaß genommen, sich kurzfristig einen anderen Provider zu suchen. Siehe “versuchschemie.de” diese Tage: als die Seite nicht erreichbar war, schlugen die Wellen (auch bei TP) hoch – und dabei hatte nur der Admin eher als geplant (und ohne Ankündigung) den Provider gewechselt, wobei wohl was schiefgegangen war…

    Worauf ich hinaus will: Vorsicht ist wichtig, aber hinter /allem/ sofort finstere Mächte zu vermuten kann auch kontraproduktiv sein. Da gibt’s so ‘ne Story von einem Hirtenjungen und Wölfen… ;-)

  23. Kai König
    Apr 11th, 2009 @ 13:57

    Das sieht ganz so aus, als ob die Vertragsbeziehung zwischen Hoster und morphium – aus welchen Gründen auch immer – abgebrochen wurden. Hier wäre mal interessant zu erfahren, welcher Hoster das war und ob morphium oder der Hoster für die Kappung verantwortlich ist.

    Die Denic hat mit diesem Vorgang mit Sicherheit nichts zu tun. Dort wird man (wohl) erst tätig, wenn ein richterlicher Einziehungsbeschluss für die Domain denen vorgelegt wird. Wobei solch ein Beschluss nicht ohne Weiteres ergehen kann.

  24. Kai König
    Apr 11th, 2009 @ 13:59

    update:
    offenbar ist morphium nicht für die “Beendigung” der Domain-/Vertragsbeziehung verantwortlich. Insofern bleibt abzuwarten, was morphium mitteilen wird, wenn er die Sache mit seinem Hoster geklärt hat.
    Schätze mal, dass er da gerade recht viel um die Ohren hat….

  25. Ereignisarm « Malte Hübner
    Apr 11th, 2009 @ 14:39

    [...] wenn in der deutschen Blogosphäre Einigkeit herrscht, dass die wikileaks.de-Domain gesperrt wurde und nicht etwa wegen eines vom Eigentümer angeregten [...]

  26. Kleiner Ausblick in Sachen Zensur « Fjord
    Apr 11th, 2009 @ 16:09

    [...] Material veröffenlticht wurde. Genauer verfolgen lässt sich die Situation sicher auf netzpolitik.org und weitere Hintergründe gibt es in der Pressemitteilung auf [...]

  27. trueten.de - Willkommen in unserem Blog!
    Apr 11th, 2009 @ 17:40

    Was mir heute wichtig erscheint #110…

    Zensur: Deutschland ist neben China das einzige Land, das Internetseiten zensiert. Als Begründung müssen muss natürlich Terroristen, Raubkopierer, Kinderpornografie herhalten. Nehme nochmal einer das Wort “Stasi” in den Mund…Gewaltgeil: Wir hatt…

  28. Wait, What?
    Apr 11th, 2009 @ 17:47

    Wikileaks und generelle Dummheit?…

    Eigentlich wurde zu dem Thema ja schon von allen Seiten was gesagt, aber ich wills trotzdem nochmal machen.
    Zur Vorgeschichte: Wikileaks veröffentlicht australische und dänische Internet-Sperrlisten. Den deutschen (!) Behörden gefällt das nicht und…

  29. Internetzensur in Deutschland, ab dem 17.4.09 | davidak WEBLOG
    Apr 11th, 2009 @ 18:05

    [...] Da mangelt es ganz eindeutig an Medienkompetenz, nicht nur bei dem Großteil der Bevölkerung. Via: netzpolitik.org Presseerklärung von Wikileaks Am 17. wird in Berlin eine Mahnwache stattfinden, unterstützt vom [...]

  30. Wikileaks.de plötzlich verschwunden « 11k2
    Apr 11th, 2009 @ 19:48

    [...] (wikileaks, denic, netzpolitik) [...]

  31. Interessantes woanders (2009.04.11) › Immersion I/O
    Apr 11th, 2009 @ 23:28

    [...] Wikileaks.de gesperrt? [...]

  32. Christoph
    Apr 12th, 2009 @ 7:35

    Was soll dieses blödsinnige Zensur Gefassel? Das sich die Seite in Transit befindet ist wohl weniger die Schuld der Denic oder der Staatsmacht, sondern allein durch den Provider zu verantworten. Und der darf die Domain jederzeit in Transit geben. Auch ohne Angabe von Gründen. Ist zwar ziemlich unschön, aber kein Verbrechen. Der Domaininhaber ist offenbar immer noch der selbe und der kann sich per Sofort einen neuen Provider suchen.

  33. NetReaper
    Apr 12th, 2009 @ 10:02

    @Christoph

    Es gibt auch (moralische) Verbrechen, die nicht im Strafgesetzbuch vorkommen. Einem Kunden seine Domain zu sperren, weil er nicht genehme politische Inhalte verbreitet kommt einer Zensur gleich. So oder so.
    Es geht hier also nicht um die Frage ob Zensur vorliegt, die liegt vor. Es geht um die Frage wer die treibende Kraft und wer die durchführende Kraft dieses Falles von Zensur ist.

  34. mein gott und meine welt » Blog Archive » “Wie lange möchte uns das Denken noch erlaubt bleiben?“
    Apr 12th, 2009 @ 10:04

    [...] Quelle: netzpolitik.org [...]

  35. wikileaks.de gesperrt | Spreeblick
    Apr 12th, 2009 @ 10:06

    [...] 12.04.: Markus schreibt bei Netzpolitik, dass sich der Provider bei ihm gemeldet und für Dienstag nach Ostern eine Stellungnahme [...]

  36. Wikileaks.de übernommen, möglicherweise zensiert | Kinderporno-Sperre.de
    Apr 12th, 2009 @ 10:24

    [...] 12.04.09 11:19 Uhr: Der Provider des Betreibers von wikileaks.de hat Netzpolitik gegenüber mitgeteilt, dass die Sperrung der Domain nicht zum Zwecke der Internetzensur stattfand [...]

  37. Alex Schestag
    Apr 12th, 2009 @ 10:49

    @Netreaper nein, einem Kunden aus welchen Gründen auch immer zu kündigen – gesperrt wurde die Domain vom Hoster ja nicht, das geht gar nicht – ist keine Zensur, weil der Kunde sich sofort einen anderen Provider suchen kann. Vielmehr ist es das gute Recht eines jeden Unternehmers, sich seine Kunden auszusuchen. Umgekehrt ist es auch gutes Recht eines jeden Kunden, Dienstleistungen eines Unternehmen, das Dinge tut, die einem nicht gefallen, nicht in Anspruch zu nehmen.

    Für mich ist angesichts der Faktenlage – Domain im Transit – eindeutig klar: Es liegt hier KEINE Zensur vor, und die Domain wurde auch NICHT gesperrt, erst recht nicht von der DENIC, wie auch hier vorschnell behauptet wurde!

  38. Erste Gegenreaktionen auf Zensur von wikileaks.de Update* | Netzhappen
    Apr 12th, 2009 @ 10:49

    [...] 3: Laut netzpolitik.org wird der Provider der Domain am Dienstag eine Stellungnahme abgeben. Laut seiner Aussage hatte er [...]

  39. Malte S.
    Apr 12th, 2009 @ 11:01

    @Christoph: Der Provider darf zunächst mal absolut NISCHT mit der Domain machen, wozu er nicht kraft des Vertrages mit dem Domaininhaber berechtigt worden ist. Dazu gehört sicherlich nicht die Aufgabe in den Transit.
    Im Weiteren ist hier selbstverständlich keine Zensur im klassischen Sinne vorhanden. Die gab und gibt es aber eh kaum. Wenn jedoch bestimmte Meinungsverbreiter (Multiplikatoren) bereits aufgrund hoheitlicher Ermittlungen mundtot gemacht werden, dann hat das einen ähnlich intensiven Effekt. Es handelt sich dabei um eine sog. faktische Strafe, die bereits weit vor einer Verurteilung eintritt.

  40. Pandur2000
    Apr 12th, 2009 @ 11:40

    Die Domain hat einen neuen Inhaber und ist nicht mehr im TRANSIT.. Ich bin verwirrt.

  41. netzhappen
    Apr 12th, 2009 @ 12:14

    wikileaks: “DENIC states Wikileaks.de was cancelled by domain registrar”

  42. sven scholz - sagichdoch? » Zensur in D, zweiter Anlauf
    Apr 12th, 2009 @ 12:46

    [...] das Internet in Deutschland zu zensieren und zu kontrollieren, was der toitsche Surfer sich so anschauen darf, erstmal grandios scheiterte, hat man es nun eilig, scheinbar diesmal ohne lästige Experten (das [...]

  43. Alex Schestag
    Apr 12th, 2009 @ 13:20

    @Malte S. Deine Aussage ist zwar richtig, der Provider darf mit der Domain nichts machen, wozu er laut Vertrag nicht berechtigt ist. Nahezu jeder Hoster aber hat Klauseln in den AGBs, die festlegen, wann der Hoster dem Kunden einseitig kündigen darf. Und dann bleibt gar nichts anderes übrig als die Domain in den Transit zu geben. Und du willst uns hoffentlich nicht erzählen, daß ein Hoster sein Geschäft nicht aufgeben darf, weil er ja mit der Domain nix machen darf. Auch dann landet die Domain nämlich im Transit.

  44. Dirk
    Apr 12th, 2009 @ 13:32

    Ich habe jetzt eine Antwort der DENIC Pressestelle erhalten zu meiner Anfrage, die ich gestern gestellt habe. Die Pressestelle arbeitet also auch Ostersamstag und Ostersonntag!

    Ok, inzwischen enthält die Antwort zwar nix neues, weil der Provider sich hier schon kurz gemeldet hat, aber ich gebs trotzdem mal wieder:


    Im Fall der Domain wikileaks.de wurde uns am 9. April durch den Provider mitgeteilt, dass die Domain nicht mehr durch ihn verwaltet wird (Sie ist in den Transit gegeben). Es liegt der DENIC aktuell kein Providerwechselauftrag oder eine andere Information des Domaininhabers
    vor, wie die Domain zukünftig verwaltet werden soll. Insoweit kann DENIC im Moment nicht (sinnvoll) tätig werden.

    Der Provider will sich ja Dienstag äußern, mal sehen, was er dazu sagt. Ein bißchen komisch finde ich das ja schon!

    Warum allerdings Theodor Reppe noch keinen Providerwechsel-Antrag gestellt hat, das verstehe ich dann auch nicht, denn das könnte er locker tun, und dann wäre die Domain wohl wieder online.

  45. cornelius
    Apr 12th, 2009 @ 13:59

    welcher provider ists denn?

  46. knarfs Weblog
    Apr 12th, 2009 @ 14:39

    wikileaks.de offline…

    Schon vor ein paar Stunden fiel mir auf, dass wikileaks.de abgeklemmt wurde. Welche Geschichte wuerde sich wohl dahinter nun wieder verbergen?
    Deutsche Wikileaks Domain ohne Vorwarnung gesperrt ist offenbar die erste Aufklaerung zum Thema.
    "S…

  47. dermikeblogt » Wikileaks: Deutsche Domain gesperrt
    Apr 12th, 2009 @ 16:00
  48. Malte S.
    Apr 12th, 2009 @ 16:20

    @ Alex: Natürlich darf der Provider sein Geschäft aufgeben. Und natürlich darf er auch kündigen, wenn dies im Vertrag wirksam vereinbart wurde. Christoph hatte folgendes behauptet: “Und der [Provider; Anm.von mir] darf die Domain jederzeit in Transit geben. Auch ohne Angabe von Gründen.”
    Und das ist schlicht und ergreifend falsch. Er muss zunächst kündigen und dann darf er nicht nur, sondern muss die Domain sogar freigeben. Nach den bisherigen Informationen ist aber keine Kündigung zugegangen. Auf Grundlage dieser Annahme hat der Provider sich vertragswidrig verhalten.
    Mehr habe ich auch nicht sagen wollen.

  49. In welchem Land wollen Wir leben? « MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren
    Apr 12th, 2009 @ 17:37

    [...] umgeleitet. (scusi berichtet) (Update: Der Provider hat wohl kalte Füße bekommen und die Verwaltung der Domain aufgeben, wodurch sie bei DENIC in den Transit [...]

  50. Weirdo Wisp
    Apr 12th, 2009 @ 18:12

    Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen, die am Dienstag vielleicht schon aufgeklärt werden. (Wundert mich sowieso, wie viel in der “Blogosphäre” über den Transit missverstanden und spekuliert wird, obwohl man keine Informationen hat. Aber das ist eben das Internet und die Stimmung ist derzeit ja eh schon aufgeladen, dank der Aktionen unserer Politiker seit einer Weile.)

    Aber was ich vorschlagen möchte, *falls* hier ein Zensurversuch einer Staatsmacht oder allein des Domain Registrars versucht wurde – oder auch für die auf uns zukommende Zukunft mit Zensur und Druck von oben:

    Wie wäre es, wenn jeder Netizen ein paar Euro investiert und eine Domain nach dem Muster wikileaks12345.de anmeldet und auf die originale Wikileaks-Seite weiterleitet, wie es wikileaks.de getan hat? (Oder ähnliche Aktionen.) Da wünsche ich unserer Staatsmacht viel Spaß bei zehntausenden Hausdurchsuchungen… (Vorher natürlich sämtliche Daten/Festplatten verschlüsseln und Sicherungskopien bei Freunden unterbringen.)

  51. Marco
    Apr 12th, 2009 @ 19:12

    Wie sich das Ganze auflösen wird, darauf bin ich auch sehr gespannt. Spekulationen bringen uns allerdings wirklich nicht weiter.

  52. Chris
    Apr 12th, 2009 @ 20:35

    @44 Dirk:
    Bedingt durch den Transit kann er nur noch mit Hilfe der Autorisation im Interface der Verwaltung für Domains im Transit bei der DeNIC die Domain zum Umzug freigeben.
    Diese kann er jedoch nur benutzen, wenn er das entsprechende Kennwort von der DeNIC bekommen hat.. Und dieses geht Erfahrungsgemäß innerhalb von 7-10 Werktagen nach Einleitung des Transits zu.
    Man könnte sich jetzt ans DeNIC Ops wenden.. Aber die Kollegen sind meist nicht so hilfsbereit, wenn man vorher den Umzug machen will.. Bei ner Fristverlängerung dafür schon ;)

  53. Wochenrückblick 05.04. - 12.04.2009 « Sikks Weblog
    Apr 12th, 2009 @ 21:07

    [...] Den aktuellen Stand wird man sicherlich bald bei Markus nachlesen können: http://netzpolitik.org/2009/wikileaksde-gesperrt/ [...]

  54. Wikileaks.de gesperrt? : netzpolitik.org « Martin Schaaf’s Blog
    Apr 12th, 2009 @ 21:41

    [...] Wikileaks.de gesperrt? : netzpolitik.org Wikileaks.de gesperrt? : netzpolitik.org [...]

  55. asdfghj
    Apr 13th, 2009 @ 0:55

    Wenn der Registrar sich hier deutlich daneben benommen hat sollte man ich überlegen ob nicht doch über die DENIC was zu machen ist – wenn hier jeder nach Gutdünken wegen irgendwelchen Inhalten Domains zurückgeben würde ohne Einverständnis des Endkunden (und damit eigentlichen Besitzers) wäre jede Verlässlichkeit der Infrastruktur dahin.

  56. China
    Apr 13th, 2009 @ 9:42

    Hallo, chinesische Verhältnisse haben wir hier schon seit langem. Schön nur, daß es jetzt so offensichtlich wird. Macht das leugnen später schwerer…

    Mit den Worten von Herrn Vetter:

    Willkommen in China – http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/04/11/wikileaksde-einfach-so-vom-netz/

  57. Zur aktuellen Wikileaks Problematik « YAFIB
    Apr 13th, 2009 @ 10:51
  58. Dyrathror
    Apr 13th, 2009 @ 10:56

    @China:
    Nein, chinesische Verhältnisse herrschen in Deutschland nach wie vor nicht denn ansonsten würde Hr. Reppe jetzt im Gefängnis verschwunden sein und wir würden hier nicht so frei über die “Domain-Sperrung” reden.

    LG aus China,
    D.

  59. Die Aufklärung: Was war mit Wikileaks.de los? : netzpolitik.org
    Apr 13th, 2009 @ 13:50

    [...] Associated, der (ehemalige) Provider von Wikileaks.de hat heute eine Stellungnahme (PDF) zum Zensur-Vorwurf veröffentlicht und klärt die Lage auf: Auf Grund von nicht vertragsgemäßen [...]

  60. Froschs Blog » Blog Archive » Was geschah mit wikileaks.de? (Teil 2 und Antwort)
    Apr 13th, 2009 @ 15:11

    [...] alle sind sie drauf reingefallen: Fefe, netzpolitik (Wikileaks.de gesperrt?, mehrfach aktualisiert), Heise (Deutsche Wikileaks-Domain gesperrt), sowie Udo Vetter (Wikileaks.de [...]

  61. Pascal Rosenberg
    Apr 14th, 2009 @ 7:19

    Und was lernen wir jetzt aus alle dem? Wieder einmal hat jemand es geschafft, die ganze Internetgemeinde populistisch für sich einzuspannen.

    Anstatt mal fünf Minuten den Ball flach zu halten, mussten einige Zeitgenossen, wie netzpolitik.org, Fefe und andere groß trommeln, dass in Deutschland Internetzensur herrscht, der Provider kalte Füße bekommen hat oder was auch immer.

    Und jetzt? Der Provider hat schon letztes Jahr den Vertrag gekündigt. Na sowas. Und von alle dem weiß der Domaineigner laut eigenen Angaben natürlich nichts. Selbstverständlich. Wer seine Post nicht öffnet, weiß das nicht.

    Auch den Brief und die eMail der DeNIC eG, die in solchen Fällen an den Domaineigner gehen, hat er sicher nicht erhalten. Selbstverständlich nicht. Alles eine große Verschwörung.

    Wäre ich der Provider, ich würde den Herrn Reppe jetzt mit einer schönen Schadenersatzforderung überziehen. Und so einige Netzposauner, die auf seinen Zug aufgesprungen sind gleich mit. Für alle, die nicht wissen, was ich meine. StGB – Rufschädigung. Bei einigen der Artikel, die da so geschrieben wurden, ist da für einen guten Anwalt sicher was machbar.

  62. datenritter blog
    Apr 14th, 2009 @ 18:53

    Wikileaks, Morphium – und die Schattenmänner?…

    Man könnte meinen, der Hamburger Provider Beasts Associated, über den Theodor “morphium” Reppe die Domain wikileaks.de registriert hatte, hat keine Lust mehr auf zahlende Kundschaft.

    Morphium ist meines Wissens kein Radikaler und kein Querulant,…

  63. Pascal Rosenberg
    Apr 15th, 2009 @ 7:32

    Der Provider hat einfach keine Lust auf Kundschaft, die ihn belügt. Reppe selbst hat zugegeben, versucht zu haben, die Domain BND.DE zu registrieren. Dazu muss er angeben, entweder der Eigner zu sein oder von diesem Bevollmächtigt zu sein. Das muss jeder Provider vorab prüfen (DENIC-Richtlinien).

    Er muss also mal nen Haken gesetzt haben bei “Ich bin der Eigner oder Bevollmächtigte”, oder so ähnlich.

    Beats Associated hat dann geprüft und gemerkt, dass da was nicht ganz hinkommt. Und hat den KK nicht gestartet. Was mit falschen KK-Anträgen passieren kann, dürften wir alle noch von Google und ebay in Erinnerung haben, oder? Denn einem KK muss widersprochen werden von der Gegenseite. Und wenn die das verpennt, dann gehört die Domain auf einmal jemand anderem. Dass der Provider einen solchen Versuch der feindlichen Domainübernahme als Vertragsbruch sieht und kündigt, ist also verwerflich?

    Na ich weiß nicht.

  64. RAF
    Jan 20th, 2010 @ 22:35

    NATO RAF Fals flag terrorism!
    Also Deutsche Politiker Wettern auf Chinas Zensur ,dabei scheinen sie in ihnen ihre Lehrmeister Gefunden zu haben.
    Es sieht zumindest so aus ,denn Wikileaks ist nun Wirklich keine Kinderpornografie deren Zensur sich so schön rechtfertigen lässt obwohl ich beim Thema Kinderpornografie noch nichteinmahl von Zensur ,im sinne von dem auspiepsen von z.B. einzelnen sogenannten Schimpfwörtern ,Sprechen würde.
    Insofern halte ich das verhalten der Behörden für Gesetzeswiedrig.
    Außerdehm ist es doch nicht wirklich Sinvoll eine Domain zu Sperren.
    Das kähme ja dem Veruch gleich einem Geiselnehmer die Telefonleitung zu Kappen damit er keine Geldforderung mehr Stellen kann und sich dann nicht weiter um die Geisel zu bemühen.

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