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Kopieren erwünscht: Musikpiraten veröffentlichen gemeinfreie Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder

Der Musikpiraten e.V., der sich der Förderung freier Musik verschrieben hat und z.B. den „Free Music Contest“ organisiert sowie aktuell einen Creative-Commons-Adventskalender anbietet, startete zu Beginn der Adventszeit ein Projekt zum Neusetzen gemeinfreier Weihnachtslieder, damit diese frei und kostenlos kopiert, verbreitet und natürlich gesungen werden können ohne dass dies der GEMA gemeldet werden und dafür bezahlt werden muss.

  • Florian Altherr

Der Musikpiraten e.V., der sich der Förderung freier Musik verschrieben hat und z.B. den „Free Music Contest“ organisiert sowie aktuell einen Creative-Commons-Adventskalender anbietet, startete zu Beginn der Adventszeit ein Projekt zum Neusetzen gemeinfreier Weihnachtslieder, damit diese frei und kostenlos kopiert, verbreitet und natürlich gesungen werden können ohne dass dies der GEMA gemeldet werden und dafür bezahlt werden muss.

Schon nach wenigen Tagen war aufgrund der großen Resonanz und der tatkräftigen Mitarbeit vieler fleißiger Helfer ein ganzes Liedbuch mit gemeinfreien Notenblättern für Advents- und Weihnachtslieder entstanden, das die Noten zahlreicher traditioneller Stücke enthält. Ein Teil davon stammt dabei aus dem Projekt „Kinder wollen singen“, bei dem freie Notenblätter für Kinderlieder für alle Jahreszeiten erarbeitet werden. Da Kopieren ausdrücklich erwünscht ist, steht das Liedbuch auch in verschiedenen Formaten zum Download bereit, was nicht nur Kindergärten und Schulen freuen dürfte. Auch die Notationen für das freie Notensatzprogramm LilyPond stehen zur Verfügung und via scribd.com ist das Liedbuch einbindbar und kann so weiter Verbreitung finden:

Hier klicken, um den Inhalt von d1.scribdassets.com anzuzeigen.

Übrigens: In der Wikipedia ist war der Artikel zum Musikpiraten-Verein leider wie so viele andere interessante und durchaus relevante Informationen aktuell Gegenstand einer Löschdiskussion

Update: Seit heute sind Artikel bzw. Verein offenbar ausreichend relevant und nun unter Musikpiraten (ohne „e.V.“) zu finden.

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26 Kommentare zu „Kopieren erwünscht: Musikpiraten veröffentlichen gemeinfreie Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder“


  1. Da fehlt noch der Hinweis auf
    http://www.kinder-wollen-singen.de/
    „Die Idee hinter kinder-wollen-singen.de ist es, eine einfach zu bedienende Webseite zu erschaffen auf der Anwender mit wenigen Klicks einzelne Lieder oder eben ganze Liedgruppen exportieren können.“


  2. Ich finde man hätte sich vermutlich auf Adventslieder konzentrieren können und die Weihnachtslieder (ja da gibt es einen Unterschied) noch mal woanders sammeln, oder wenigstens innerhalb der Veröffentlichung sortieren.
    Was ist eigentlich bei den ganzen „Kirchenliedern“ das Problem, die sind doch fast alle älter als 100 Jahre? Ist das die Digitalisierung?


    1. Ein Großteil der Advents- und Weihnachtslieder sind ja Kirchenlieder, die können frei verwendet werden. Was die Sortierung der Lieder selber angeht: Du kannst sie ja so umsortieren, wie du es gerne hättest. :)


  3. […] Weihnachten: Musikpiraten veröffentlichen gemeinfreie Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder…Netzpolitik […]


  4. steuerpirat

    ,

    Gute Idee und guter Bericht. Am Ende dann noch ein interessanter Hinweis über eine Spezialität der deutschen Wikipedia, die Relevanzdebatte. Es lohnt, dem Link zu folgen, um sich einmal mehr zu Fragen, ob man plant die deutsche Wikipedia eines fernen Tages auszudrucken – warum sonst sollte Relevanz relevant sein?


  5. Deus Figendi

    ,

    @Pirad:
    Das „Problem“* ist, dass der Abdruck geschützt ist, nicht unbedingt der Inhalt. Daher ist das abzeichnen ja auch okay. Abpausen könnte ich mir wieder vorstellen dass es problematisch ist… aber ich bin auch kein Jurist :) (Der YT-Link geht im Moment nicht bei mir, aber ich vermute mal dass das der Bericht ist).

    Ansonsten: Klasse Aktion! Helfen kann man nicht mehr oder?

    *Das eigentliche Problem ist natürlich dass es verfolgt wird, aber das oben ist eben der Grund oder die Ursache oder wie auch immer man es nennen will.


  6. pacificus

    ,

    Sehr gute Alternative gegen Abzocke d. GEZ (Geldpiraterie + weiter Verarmung der Bürger), Förderung der Kreativität von Jung und Alt, Ausgrenzung der armen Vereine…ect. hat ein Ende. Man kann stolz sein am eigenen Mitwirken der Werke die man vorträgt.


  7. Ein Mensch

    ,

    Der Hinweis auf die Löschdiskussion ist nicht relevant, da bei der deutschen Wikipedia inzwischen jeder zweite Artikel eine eigene Löschdiskussion hat. löschen


  8. Ich stimme dem Mensch zu, dieser irrelevante Hinweis auf die wikipedia ist nicht relevant. Die armen Admins haben schließlich genug mit ihren relevanten Energiekörpern[1] und Chakren[2] zu tun.

    [1] https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Energiek%C3%B6rper
    [2] https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Chakra


  9. @3: die ur-formen der meisten lieder sind frei. die noten, die man heute kaufen kann (zB lichterbaum) sind aber meistens bearbeitungen oder spezielle arrangements. dabei entstehen beim bearbeiter/arrangeur neue rechte und die neufassungen sind somit geschützt. aber nur die bearbeitungen, nicht das ursprüngliche lied, das bleibt frei.
    aus diesem grund findet man in der GEMA-datenbank auch unter einem eintrag tausende bearbeitungen.

    @8: du meinstest GEMA, aber ist ja egal, schreibt sich mit auch großbuchstaben und ist genauso böse und gemein, also hauptsache stammtischmäßig raufhauen, auch wenn mans nicht versteht.


  10. Eine geniale Idee! Nebenbei gesagt: die Relevanzdiskussionen bei Wikipedia nerven dermaßen – teils ist es einfach überheblich, wie sich einzelne Admins dort aufführen.


  11. So gut wie alles, was mit freier Musik zu tun hat, ist auf Wikipedia nicht relevant.

    Was auch nicht wirklich verwundert, denn die Relevanzkriterien lassen ein Konstrukt wie freie Musik nicht zu. Freie Musik schafft keine „relevanten“ Chartsplatzierungen und wird auch in „relevanten“ Magazinen und Webseiten nicht besprochen, egal wie gut sie ist. Musikmagazine besprechen, was von den Agenturen bezahlt wird, und Radios spielen, wofür sie Payola kriegen.

    Ich hab mich hier
    http://trippintherift.com/en/archives/510
    im Interview schon ausführlich dazu geäussert; den Hieb auf Wikipedia hab ich mir da allerdings gespart, es nutzt ja eh nix.

    Es ist aber sehr schön, dass die Musikpiraten aufgrund der Weihnachtslieder jetzt wenigstens mal ein bisschen Presse bekommen. Wenn die Leute jetzt nur auch noch die restlichen Aspekte freier Musik entdecken würden… ach ja, man kann ja träumen…


  12. Diese überflüssigen Relevanz- und Löschdebatten sind mit ein Grund weshalb ich immer häufiger auf die englische Wikipedia zugreife.


  13. Der Link zur Löschdebate ist falsch gesetzt. Es geht um eine nicht relevante Weiterleitung.

    Der Artikel Muskpiraten bleibt (http://de.wikipedia.org/wiki/Musikpiraten). Die verlinkte Weiterleitung wurde gelöscht!

    Nils


    1. Lauscher

      ,

      Nein, die Diskussion wurde schon über den eigentlichen Artikel geführt. Das, was du ansprichst, ist die Entscheidung, bei der aber gleichzeitig das lemma nach „Musikpiraten“ geändert wurde. Siehe oberste anmerkung in der Löschdiskussion.


  14. Davon ab, dass es sehr wohl eine Löschdiskussion über Musikpiraten gab:
    Warum sollte die Weiterleitung nicht relevant sein? Man sieht doch schon bereits an der Verwirrung hier, dass ein Fehlen dieser Weiterleitung relevante Wirkungen hat.

    Die Bibliothek von Alexandria ist damals noch abgebrannt, aber die deutsche Wikipedia wird wahrscheinlich irgend wann wegen Unbenutzbarkeit in Vergessenheit geraten.


  15. Was soll die Häme über die Wikipedia-Löschung? Da gibts eben genau solche Diskussionen wie zu jedem Thema – siehe Ja/Nein DDOS von neulich hier. Das kann doch gut mal intern ausdiskutiert werden bevors nach draussen geht – Wikipedia ist schließlich ein Lexikon und kein Nachrichtenticker. Besser so als die Müllhalde der englischen WP.
    So und nun fleddert diese Meinung …


    1. Danke, fackus.
      Ich hatte eigentlich von netzpolitik.org-Autoren erwartet, dass sie zumindest soviel Sachkenntnis mitbringen, um zu wissen, dass jeder ohne Vorbedingungen WP-Löschanträge stellen darf. Die Existenz einer Löschdiskussion sagt also erst einmal nichts aus.
      Und anscheinend aus Frust, dass diesmal seine „Wikipedia löscht eh alles“-Meinung nicht zutreffend war, schiebt der Autor dann noch so ein sarkastisches „Seit heute ist es offenbar relevant“ hinterher.

      Da bin ich aber Besseres gewohnt von euch.

      Wikipedia-Bashing kann jeder. Inhaltlich fundierte Auseinandersetzung mit den Realitäten beim Schreiben einer Mitmach-Enzyklopädie erfordert schon etwas mehr Nachdenken.


  16. zum youtube-video: Die GEMA verlangt aber nur Gebühren, wenn die Künstler explizit der GEMA beitreten. Dies geschieht freiwillig, weil die Künstler Geld wollen. Warum beschweren sich die Künstler dann, wenn die GEMA das Geld welches die Künstler haben wollen, und was auch der Grund war der GEMA beizutreten, auch einsammelt???


  17. @Jan
    Hast Du eine ungefähre Vorstellung, wie oft diese unsägliche Debatte schon geführt wurde? Irgendwann mag man einfach nicht mehr. ABer vielleicht magst Du das ja mal lesen: http://aggregat7.ath.cx/2009/10/19/99-aller-deutschen-sind-irrelevant


  18. Hallo, ich finde das einen kreativen Ansatz, mit dem deutschen Copyright umzugehen.

    Gruß, amtrak


  19. […] Wie ich darauf komme? Anläßlich der jüngsten Eskapaden der GEMA hat sich der Musikpiraten e.V. entschlossen, ein gemeinfreies Advents- und Weihnachtslieder­buch für Kinder herauszugeben. Und dieses Liederbuch wurde mit LilyPond gesetzt und die Noten sehen sehr gut aus. Eigentlich wollte ich gestern nachmittag ganz etwas anderes erledigen, aber dann mußte ich doch mit LilyPond spielen. Und ich bin ziemlich begeistert. [netzpolitik.org] […]


  20. […] Qulle: netzpolitik.org, 12.12.2010 Originalartikel unter: Kopieren erwünscht: Musikpiraten veröffentlichen gemeinfreie Notenblätter für Ad… […]


  21. […] Damit euch Kinderinnen und Kinder daheim vor dem Computermonitor sowas nicht passiert, hat Netzpolitik einen tollen Link ausgegraben: Reichtum für alle, äh Kirchenlieder und Kultur für […]

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