Beim Netzpolitischen Kongress der Grünen hielt Reto Hilty vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht einen anregenden Vortrag zu Geschichte, Status Quo und Perspektive des Urheberrechts. Jörg Tauss’ Feststellung, dass Hilty einer der wenigen vernünftigen Menschen sei, die er zu dem Thema gehört habe, erschien mir spontan plausibel.
Hilty führte die Zuhörer von der ursprünglichen Maxime des Urheberrechts, die Kulturschaffung zu fördern zu Beispielen dafür, wie das heutige Urheberrecht genau das Gegenteil bewirkt. Das primäre Ziel einer Reform müsse der Erhalt bzw. die Herstellung des Wettbewerbs insbesondere bei der Bereitstellung sein, um zu besseren Bedingungen für Urheber und Konsumenten zu führen.
Während des Vortrages bin ich mit dem Notieren der wichtigsten Aspekte kaum hinterhergekommen, deshalb bin ich froh, dass es eine Kurzversion von Hilty selbst online erhältlich ist. Lesenswert in jeder Hinsicht. 3 Seiten, hier geht es lang. Ich werde mich bemühen, auch das vollständige Redemanuskript oder eine Aufzeichnung des Vortrags zu organisieren.