DDoS-Attacken sind das ‚Hacken’ der Nichthacker, ungefähr so elegant wie eine Plünderung als politische Protestform: Sie sind das plumpeste, ineffektivste und kontraproduktivste, was man im Internet tun kann. Wenn dir gar nichts anderes mehr einfällt, dann eben DDoS oder Steinewerfen.
Insofern war es prinzipiell amüsant, sich anzuschauen, wie Wikileaks in den letzten Tagen geDDoSt wurde – zeigte es doch, dass seinen Gegnern nichts besseres mehr einfiel.
Momentan steht MasterCard unter Beschuss, gestern war Postfinance dran – und irgendwo sitzen ein paar picklige Teenager und halten sich für die rechte Hand Julian Assanges. Sie merken nicht, wie sehr sie Wikileaks und generell der „guten Sache“ damit schaden.
Wenn wir hier den ganzen Tag gegen stärkere Internet-Regulierung schreiben, kämpfen und protestieren, dann gibt es nichts schlimmeres als die Deppen, die Grenzen überschreiten und zeigen, dass man gerade nicht auf ihren gesunden Menschenverstand in einem sich selbst regulierenden System bauen kann.