Malte Spitz (Grüne) hat sich von der Telekom seine Vorratsdaten erklagt, und sie von Open Data City für Zeit Online auswerten lassen. Die Bewegungsdaten seines Handys wurden noch mit Blogeinträgen und Tweets verknüpft und alles zusammen übersichtlich optisch aufbereitet: Auf einer Google-Map kann man seine Bewegungen verfolgen, daneben sieht man, was er am jeweiligen Ort (vermutlich) getan hat.
Großen Respekt an Malte Spitz für diesen Aktion, und an Open Data City für die herrausragende Aufbereitung. Die Debatte um die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung wird endlich aus der Ebene der Theorie geholt.
Update: Interessant liest sich auch der Artikel über die Datenauswertung.
Update: Malte Spitz hat auch noch einmal selbst dazu gebloggt.
Die Masse an Daten, 35.000 Datensätze über mein Leben, haben mich schon erschrocken. […]
Man muss sich einmal bewusst machen, dies ist nur die eine Hälfte der Daten. Mit einem vollständigen Datensatz oder mehreren Datensätzen kann man noch viel mehr über Menschen, ihr Privat- und Sozialleben herausfinden.

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13 Kommentare zu „Wie viel Vorratsdaten über uns verraten“
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Nett, wenn wir jetzt noch an die Daten von allen Politikern und Lobbyisten ran kommen wissen wir zumindest wer uns regiert. :)
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Whow.
Herzlich Dank an Malte Spitz für die Veröffentlichung eines halben Jahr seines Lebens.
Mutig.
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omfg
ôO
Wenn irgendeiner nun meinen sollte: Da können wir uns ja an ihm ein Beispiel nehmen, jetzt wo er vorgemacht hat, wie harmlos das ist und bräuchten uns nicht mehr beschweren… ist es unter Umständen im Bereich des nicht ganz unmöglichen, dass ich meinen Pazifismus vergesse und mich niederen animalischen Instinkten hingebe – möglicherweise…
srsly omfg!
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Das ganze bei Google Spreadsheets hochzuladen war sicherlich keine Glanzleistung von Zeit Online…
http://www.mediafire.com/?v21k2vmhd5o18fm
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[…] Netzpolitk.org 24.2.2011 – 17:09 | Tags: data protection, data retention, politics | […]
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Soweit bekannt, nutzt jeder die Software, die Hardware, die er zu nutzen wünscht. Und jeder ist selber für seine Daten verantwortlich, die er ausdünstet.
Wer nicht ausdünstet, hat auch keine unschönen Flecken unter den Achseln.
Wer freudig nutzt, der wird benutzt.
Das finde ich gerecht.
Die meisten „User“ haben ihr Hirn schon lange abgeschaltet. Resthirn kann aber auch der Rechner, das Handy etc. nicht ausgleichen.
Der Depp sitzt immer am Gerät. Mitleid kommt mir auf, da ich vor allem die guten, neuen Laps liebe. Mitleid mit diesen Rechnern, verkommen in den Händen von Idioten. Die Rechner sind zu schützen. Gibt es da einen Rechnerschutz-Verein? Nein, sie leiden still, rächen sich aber an ihren verblödeten Besitzern mit allem Schnick und Schnack, was die Trojanertüte und Datenschleuder hergibt.
Wunderbar.
Elfi
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[…] Wie viel Vorratsdaten über uns verraten : netzpolitik.org – Malte Spitz (Grüne) hat sich von der Telekom seine Vorratsdaten erklagt, und sie von Open Data City für Zeit Online auswerten lassen. Die Bewegungsdaten seines Handys wurden noch mit Blogeinträgen und Tweets verknüpft und alles zusammen übersichtlich optisch aufbereitet: Auf einer Google-Map kann man seine Bewegungen verfolgen, daneben sieht man, was er am jeweiligen Ort (vermutlich) getan hat. […]
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[…] ZEIT die Vorratsdaten überlassen, die die Telekom über ihn gesammelt hat (annalist berichtete, netzpolitik berichtete). Das Ausmaß der Überwachung ist – wenn so deutlich vor Augen geführt – in der Tat […]
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[…] Telefonnumern, Email-Adressen etc., aus denen man bereits unglaublich viel über die Teilnehmer erfahren kann, ist in letzter Sekunde die Liste der zu speichernden Daten um “Passwörter” (mots […]
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[…] Nach der ganzen Theorie will ich auch auf ein Praxisbeispiel verlinken.Malte Spitz von den Grünen hat seine totalgespeicherten Daten freigeklagt und ausgewertet. Das Bewegungsprofil ist schon ganz ordentlich. Sein soziales Profil hat er nicht veröffentlicht. Wenn er alles angerufen und den Inhalt seiner SMS wollte er dann nicht auch noch offenlegen. Gruselig genug ist aber auch schon, was man hier sieht. […]
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