Am Montag organisiert ver.di mit verschiedenen Lobbyorganisationen der Rechteindustrie eine gemeinsame Pressekonferenz zum Tag des „Geistigen Eigentums“. Darüber hatten wir schon kurz berichtet und ich habe jetzt der Pressestelle von ver.di einen kurzen Fragenkatalog mit der Bitte um Beantwortung geschickt, wie ich mir das vorstellen soll. Ich spiegel hier mal die Anfrage. Vielleicht wird sie ja beantwortet.
Hallo ver.di,
für eine Berichterstattung auf netzpolitik.org würde ich gerne heute noch die folgenden Fragen beantwortet haben:
Am Montag organisiert ver.di zusammen mit einigen Lobbyorganisationen die Pressekonferenz „5 vor 12“ zum Tag des „Geistigen Eigentums“.
1. Wie kommt es zu diesem Bündnis?
2. Welche gemeinsamen Interessen hat ver.di z.B. mit dem Verband der Musikindustrie, der Filmwirtschaft und des Börsenvereins, die allesamt die Arbeitgeberseite vertreten?
3. Inwiefern meint verdi, dass es hilfreich ist, sich mit diesen Lobbygruppen an den Tisch zu setzen und zur Pressekonferenz bei ver.di prominent mit ver.di Briefkopf einzuladen?
4. Wie schätzen Sie die Studie ein, die am Montag vorgestellt werden soll. Sind das unabhängige und von Ihnen verifizierte Ergebnisse auf Basis eines verlässlichen Datenmaterials?
5. Unterstützt ver.di die Forderungen dieser Lobbys nach einer Verschärfung der Verfolgung von Urheberrechtsdelikten durch Maßnahmen wie Internetsperrungen von Nutzern und Webseiten?
6. Wie geht ver.di mit der Kritik im Internet um? Reagiert ver.di darauf nochmal im Internet?
7. Wie sieht ver.di eigentlich das eigene Engagements gegen die Vorratsdatenspeicherung vereinbar mit den Forderungen dieser Lobbys, bei der Verfolgung von Urheberrechtsdelikten auf die Daten der Vorratsdatenspeicherung zuzugreifen?
Über eine Beantwortung dieser Fragen würde ich mich am heutigen Freitag noch freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus Beckedahl